Angela Merkel hat Forderungen nach einer direkten Beteiligung des Staates bei Opel eine Absage erteilt. In anderen Punkten zeigte sich die Bundeskanzlerin offen.
Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die Forderung der FDP nach vorzeitigen Neuwahlen zurückgewiesen. "Ich als Bundeskanzlerin werde in dieser Koalition meine Aufgabe erfüllen, und zwar für die Zeit, für die wir gewählt sind", sagte die CDU-Chefin am Sonntagabend bei der Aufzeichnung der ARD-Sendung "Anne Will". Sie werde die große Koalition "natürlich nicht" vorzeitig platzen lassen. In Zeiten der Wirtschaftskrise erwarteten die Menschen mit Recht, dass die Regierung alles tue zur Sicherung ihrer Arbeitsplätze.
Angela bei Anne: Bundeskanzlerin Merkel beim Fototermin nach dem ARD-Polittalk "Anne Will". (© Foto: dpa)
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FDP-Chef Guido Westerwelle hatte angesichts der Zerstrittenheit von Union und SPD in der großen Koalition gefordert, die für Ende September angesetzte Bundestagswahl vorzuziehen und mit der Europawahl am 7. Juni zusammenzulegen.
Merkel zeigte sich in dem einstündigen Interview schlagfertig, vermied aber Kritik am Koalitionspartner SPD. Deren Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier müsse "aufpassen, dass er nicht soviel rummosert, aber weiter gute Arbeit macht in der Regierung". Sie wolle die große Koalition bis zum Wahltag zu Ende führen. "Danach streben wir eine Koalition mit der FDP an."
Ihrem Wunschkoalitionspartner FDP warf Merkel gleichwohl vor, sie mache sich "einen schlanken Fuß" mit ihrer Ablehnung beim Bankenenteignungsgesetz. Merkel wich einer Festlegung aus, welches Wahlziel beim Wähleranteil sie sich setze. Auf den Hinweis, Steinmeier strebe für die SPD 35 Prozent an, sagte sie: "Ist ja bescheiden, ich möchte darüber sein."
Einer direkten Beteiligung des Staates beim angeschlagenen Autokonzern Opel erteilte Merkel eine klare Absage. Es wäre für die Mitarbeiter "keine gute Nachricht", wenn sich niemand sonst als der Staat an Opel beteiligen würde. Opel müsse zum Teil weiter von dem Mutterkonzern General Motors geführt werden und einen Investor finden, dann könne der Staat auch Bürgschaften übernehmen, sagte Merkel, die die Opel-Zentrale in Rüsselsheim am 31. März besuchen will.
"Mal bin ich liberal, mal bin ich konservativ"
"Wir wollen nicht, dass es ausgeht wie bei Holzmann. Eine schöne Aufführung" und später sei "alles vorbei", sagte Merkel. Das Schicksal des großen deutschen Baukonzerns Philipp Holzmann hatte für großes Aufsehen gesorgt, als 1999 der damalige Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) versuchte, das angeschlagene Unternehmen zu retten und Beihilfen in Höhe von 250 Millionen D-Mark zusagte, um tausende Arbeitsplätze zu sichern. Im März 2002 ging Holzmann dennoch Pleite, nachdem Banken einem weiteren Sanierungskonzept die Zustimmung verweigert hatten.
Merkel verteidigte mit Blick auf den Streit in der Union ihre Papst-Kritik, ihr Vorgehen im Streit um die Erinnerungsstätte für Vertriebene und das Banken-Enteignungsgesetz. "Die CDU ist ohne die konservative Wurzel gar nicht denkbar", sagte sie. "Mal bin ich liberal, mal bin ich konservativ, mal bin ich christlich-sozial. Und das macht die CDU aus." Angesichts der Bewährungsprobe, vor der die Politik in der Wirtschaftskrise stehe, seien Diskussionen normal. "Wir müssen Dinge tun, die völlig aus dem Rahmen fallen, weil es Exzesse gegeben hat", sagte Merkel mit Blick auf den angeschlagenen Immobilienfinanzierer HRE. "Deshalb ist die Enteignung als umtima ratio notwendig." Der Wirtschaftsflügel sieht mit dem Bankenenteignungsgesetz Grundpositionen in Frage gestellt.
(Reuters/AFP/woja)
Reiseknigge: Türkei
Liebe Redaktion,
ich muss mich bei Ihnen nur etwas bedanken dafür, dass Sie den Beitrag über Eva Herman mit der Bastelei von Kommentar und wieder mal ausgerissenen Zitat Brüche, entfernt haben.
Nur das größte Über ist doch geblieben: Die Anschaubild von Eva Herman mit dem Infokasten Überschrift "Hitler, Hitler, Hitler" ist nach wie vor alle Ihre Seiten begleitet.
Diesmal sieht es noch schlimmer, weil Eva Hermann als Vertreterin aller Holocaustleugner, Nazis und selbst bereits längst toten Hitler vorkommt.
Bitte belieben Sie konsequent und lieber Genosse Stalin an der Stelle von Ihrer Kollegin Journalistin Eva Herman für diese Belehrung einsetzten.
Ich finde auch nicht schön, wenn Sie auch zugelassen Frau Erika Steinbach in NS-Uniform so unschuldig als Replikat eines kommunistischen Künstler aus Warschau zu präsentieren. Wenn es so tatsächlich nötig ist, dann gibt es normale Bilder von Millionen Vertrieben und ihrer Nachkommen von Frau Erika Steinbach.
Dafür müssen Sie mal Art. 146 des Grundgesetzes lesen und versuchen dieser zu verstehen. Ich würde mich freuen, wenn Sie mal richtige und nicht theatralische Zivilcourage zeigen. Bleiben sie einfach nicht halbherzig! Danke.
Mit freundlichen Güssen
Jurij Below
Erstaunlich, von den bisherigen Beiträgen gibt es einen nicht geringen Anteil von Schreibern, die anscheinend ein Problem mit der Pressefreiheit haben.
Warum man sich solche Sendungen sparen kann:
1. Sie sind nicht live.
2. Die Fragen sind abgesprochen.
3. Es werden nur altbekannte Phrasen aufgetischt.
4. Das Publikum überwiegend aus herbeigekarrten gesinnungsnahen Klaqueuren besteht.
5. Es letztendlich Propagandaveranstaltungen sind.
Allerdings passieren natürlich auch mal kleinere witzige Patzer, wie die Reaktion Merkels und der Klaqueure auf die Videoeinspieler mit den ahnungslosen befragten Bürger, was das Profil Merkels ausmachte und wofür sie stehe. Keiner, nichtmal ein versammlter CDU-Orstverband wußte darauf etwas zu sagen. Peinlich genug, mußte dies natürlich von Merkel sachte überspielt werden. Das klappte auch indem sie die Angelegenheit verstohlen weglächelte und auf die Frage Wills nach einem kleinen Rückblich auf die vergangenen 3 Jahre Regierungszeit hier Merkel ebenso abblockte "Es sei noch nicht die Zeit für einen Rückblick". Das herbeigekarrte CDU-Wähler-Publikum war das sogar einen tosenden Applaus wert. Denn nun war ja das unangenehme Thema des fehlenden Profils und die Unfähigkeit zur Selbstkritik weg vom Fenster.
Danach konnte man die Sendung getrost abschalten.
Ein guter Bericht mit einer Umgebung, die sich nicht nur auf Angela Merkel bezieht.
Wenn man auf diese Seite anschaut, dann sieht man auf die rechte Seite eine Reihe der Infoboxen, wo auch Abbildung von Eva Herman zu sehen ist; links davon drei Worte Hitler, Hitler, Hitler, die Ihre Kollegin Fernesehjournalistin und Buchautorin deutlich beleidigt. Was Sie keine Anhängerin von Herrn Hitler ist, dass hat bereits zweimal des Hamburger Landesgerichts in seinen Entscheidungen Eva Herman davon frei gesprochen und die schmutzige Kampagne gegen sie auf Grund eine Medienfälschung Ende 2007 gestartet wurde. Wenn man aber auf diesen Box anklickt, das findet ein größeres Bild von Eva Herman in der reihe von Holocaustleugner. Was hat das mit dem Holocaust zu tun? Oder Ihre Redakteure sind mehr katholisch als der Papst selbst? Mag sein, das Ihre Redaktion Ihr Kollegin Frau Herman nicht möge, aber das ist lange nicht der Grund auf so abscheulicher Weise einen Rufmord (§§ 185, 186, 187 und 192 des StGB) zu betreiben.
Ich bitte Sie nochmal sofort diese Verunglimpfung von der Webseite zu entfernen, vor Ihrer Kollegin Eva Herman sich zu entschuldigen. Ich habe über den Vorfall bereits auf die Webseite von Eva Herman www.eva-herman.de die Bürger, die nach wie vor seit einem Jahr sich solidarisch da melden (momentan sind es über 11.600 Bürger) informiert.
Es bleibt nicht anders als die Strafanzeige gegen Süddeutsche Zeitung zu stellen, wenn Pressekodex und auch die Gesetze bei Ihnen so weise mißachtet wird.
Grüßgott aus Frankfurt
Jurij Below
Frau Will redet gern nach eigenem Gusto, das ist bekannt. Ihr Moderationsstil ist irritierend. Bessere Moderatoren gibt es zur Genüge.
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