Ob Iran, Pakistan oder Usbekistan: In der islamischen Welt werden Menschenrechte mit Füßen getreten. Doch dafür ist die Politik verantwortlich.
In Sachen Menschenrechte ist es um die islamische Welt miserabel bestellt. Die meisten Staaten sind Folterstaaten: Ob Ägypten, Syrien, Iran, Pakistan oder Usbekistan - die Menschenwürde wird systematisch mit Füßen getreten. Nicht besser sieht es bei anderen Grundrechten aus.
Mit Folterbildern aus Abu Ghraib warnt das iranische Regime vor den USA (© Foto: AFP)
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Die Rechtssysteme der meisten islamischen Staaten, entstanden in Anlehnung an das französische, britische oder deutsche Vorbild, mögen auf dem Papier vorbildlich sein. In der Praxis erweisen sie sich als mangelhaft. Gründe dafür sind Richter, die sich den Wünschen ihrer Regime unterwerfen, korrupte Polizeistrukturen und allmächtige Geheimdienste.
Mit dem Islam als Religion hat dies nicht viel zu tun, sondern mehr mit den gewachsenen Machtverhältnissen. Die Mehrheit der arabischen Staaten wird von Königen, Emiren, Diktatoren oder auf Lebenszeit regierenden Autokraten geführt. Und auch die anderen islamischen Staaten sind kein Vorbild. Auch dort sind Wahlen - abgesehen von der Türkei und einzelnen südostasiatischen Ländern - mehr Akklamation denn faire Konkurrenz um die beste Regierung.
Tatsächlich aber bringt der Islam als solcher - und vor allem sein seit dem siebten Jahrhundert ausgebildetes kulturelles Umfeld - Synchronisationsprobleme mit sich, wenn es um die Angleichung an westliches Rechtsverständnis geht. Und damit um die Menschenrechte selbst.
Die Debatten um die Stellung der Frau und der Streit um die Rechtmäßigkeit der in der Scharia festgelegten brutalen Körperstrafen drehen sich seit Jahrzehnten im Kreis. Konservative Muslime betonen die unwiderrufliche Vorherrschaft göttlichen Rechts vor allen menschlich geschaffenen Rechtssystemen: Die Scharia beruft sich auf Teile des von Gott verkündigten Korans und die Weisungen des Propheten Mohammed. Hinzu kommen über Jahrhunderte gesammelte Rechtsauslegungen islamischer Juristen und Theologen.
Lesen Sie weiter, worin sich Scharia und Menschenrechte widersprechen - und warum manche islamische Rechtsgelehrte keinen Widerspruch sehen.
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Ich glaube, man macht es sich zu einfach, d e n Islam über einen Kamm zu scheren!
Wer würde einen Sizilianer mit einem Norweger - beide Christen - vergleichen wollen ?
Dazwischen liegen soviele Mentalitätsunterschiede - und dies ist auch bei den Moslems so, dazu kommen - wie bei uns Christen - die verschiedenen Strömungen, katholisch, evangelisch, orthodox hier, Sunniten und Schiiten, Sufis und womöglich noch mehr andere (mir nicht bekannte) Strömungen dort.
Das einzig Wahre sind und bleiben die Menschenrechte - aber wer bestimmt, was ein Menschenrecht ist und was nicht ? Ich fürchte, es werden noch einige Jahrzehnte, vielleicht sogar Jahrhunderte vergehen, bis sich die Menschheit soweit zivilisiert hat, daß sie sich nicht gegenseitig umbringt - vielleicht klappt das auch nie !? Zum derzeitigen Moment bin ich da leider sehr pessimistisch!
wenn ich mich nicht irre, basiert die sharia auf der sunna. und die sunna ist erst jahrzehnte nach dem niederschreiben des corans nach und nach von arabischen rechtsgelehrten aufgeschrieben worden. hat also im engen sinne nichts mit dem coran gemeinsam, wurde nur dazugeschrieben. das wissen nur viele gläubige shiiten und sunniten nicht. denn über alle religionen gibt es die drei wahrheiten, die geglaubte, die geschriebene und die geschichtliche WAHRHEIT.
das liebe freunde gilt nicht nur für das christentum, denn sagt mir welcher religion gehörten jesus und mohamed an?
nur die menschenrechte sind die allein gültigen gesetze alles andere ist glauben. aber wir müssen auch eine charta der menschenpflichten einführen, pflichten zum wohle der menschen für ein zusammenleben in frieden und individueller freiheit. ... und da stehen die religionen nicht selten diametral entgegen, leider...
Vielleicht habe ich ja etwas mißverstanden, aber wieso werden hier eigentlich Menschenrechte mit der Scharia verglichen? Korrekterweise müßte man die Scharia mit einem anderen Rechtssystem vergleichen.
Welche Taten unter Strafe gestellt werden und wie diese geahndet werden, darüber kann man (als Außenstehender) diskutieren. Als Betroffener soll das nicht so gut sein.
Viel eher muß man die Staaten aufzeigen, die trotz Anerkennung der Menschrechte andere Religionen unterdrücken und verfolgen, die die Meinungsfreiheit beschneiden und und .
Die Liste der Staaten, die die Menschenrechte tatsächlich befolgen, dürfte eine kurze sein.
PS: Wenn ich die Wahl hätte, nach welchem Rechtssystem ich bestraft werde, wenn ich im Supermarkt einen Kaugummi klaue, dann ist es mir lieber ich bekomme eine Verwarnung, als das mir die Hand abgehackt wird
Ist wirklich toll, wie Sie die Schwachsinns-Konstruktionen der antisemitischen Hetzer persiflieren.
In Somalia wurde vor 4 Wochen eine 13-jährige gesteinigt - offenbar ein verständliches Aufbegehren gegen Israel.
Auch die Friedensbotschaft von Bombay vorige Woche - ohne Israel wäre ... keine Ahnung, aber der Antisemit wird schon irgendwie die Verbindung zum Weltjudentum herstellen.
Oury Jalloh war ja wohl selbst an seinem Tod schuld.
Er kam in die Zelle, weil Frauen belästigt und randaliert hat.
In der Zelle hat er dann weiter randaliert und als nicht mehr darauf eingegangen wurde hat er Feuer gelegt um auf sich aufmerksam zu machen.
Man kann nun unterstellen, die Polizisten hätten fahrlässig ihre Aufsichtspflicht verletzt, weil sie irgendwann dann nicht mehr nachsahen. Juristisch ist dies nicht bestätigt worden.
Ich bin der Meinung Herr Jalloh war ein erwachsener Mann, der für seine Handlungen verantwortlich war.
Und noch eines an alle emotional betroffenen. Stellen wir uns mal vor es hätte sich um einen NPD Anhänger gehandelt, der randaliert hätte und die Geschichte wäre so weitergegangen.
Ich glaube diejenigen die hier die "Polizeigewalt" beklagen hätten sich insgeheim gefreut.
Paging