Der russische Präsident Dmitrij Medwedjew hat Georgiens Angriff auf Südossetien mit den Terroranschlägen von 2001 in den USA gleichgesetzt - und droht dem Nachbarland, bei "Provokationen" zurückzuschlagen.
Russlands Präsident Dmitrij Medwedjew hat den georgischen Angriff auf Südossetien mit den Anschlägen in den USA am 11. September 2001 verglichen. Für Russland seien diese Ereignisse von der weltpolitischen Bedeutung her "absolut" vergleichbar, sagte Medwedjew nach Angaben russischer Agenturen.
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Russland werde nicht zögern, Georgien bei "Provokationen" erneut anzugreifen, kündigte Präsident Dmitrij Medwedjew auf einem Expertenforum an. (© Foto: AFP)
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"Die Welt hat sich nach dem 8. August verändert. Für Russland ist der 8. August so wie der 11. September für die USA", sagte Medwedjew. Aus den Terroranschlägen in den USA seien viele Lehren gezogen worden. "Ich wünschte mir, dass die Welt auch aus dem 8. August ihre Lehren zieht", sagte Medwedjew am Freitag vor dem Waldai-Club, einem Diskussionsforum aus Journalisten und Wissenschaftlern.
Gleichzeitig fand er deutliche Worte, was bei weiteren "Provokationen" passieren würde: Russland werde nicht zögern, zurückzuschlagen, drohte der Kreml-Chef. Dies gelte selbst dann, wenn Georgien den Status als Beitrittskandidat für die Nato erhalte.
Entsendung der EU-Beobachter für Georgien sicher
Unterdessen wurde bekannt, dass die Entsendung von 200 EU-Beobachtern nach Georgien gesichert sei. Die Außenminister der 27 EU-Staaten werden trotz Meinungsunterschieden in Sachen Georgien am Montag in Brüssel einen entsprechenden Beschluss fassen, sagten EU-Diplomaten.
Die Beobachter sollen spätestens zum 1. Oktober in den bisher von russischen Truppen besetzten Pufferzonen nahe den abtrünnigen Regionen Abchasien und Südossetien eingesetzt werden. Innerhalb von zehn Tagen müssen dann die russischen Soldaten aus diesen Pufferzonen abgezogen werden. Dies hatte der französische Präsident und EU-Ratsvorsitzende Nicolas Sarkozy mit Dmitrij Medwedjew am vergangenen Montag in Moskau vereinbart.
Bisher sind den Angaben zufolge elf Staaten, darunter auch Deutschland mit maximal 40 Personen, zur Entsendung von EU-Beobachtern bereit. Die angebotenen Kontingente überträfen derzeit den Bedarf, hieß es.
Frankreich, das derzeit den EU-Ratsvorsitz hat, habe bis zu 100 Beobachter angeboten. Offerten zur Bereitstellung von Beobachtern liegen auch aus Belgien, Estland, Großbritannien, Italien, Lettland, Litauen, Polen, Schweden und Spanien vor.
In letzter Minute sollen am Montag beim Außenministerrat noch Meinungsunterschiede ausgeräumt werden, die aber nach übereinstimmender Einschätzung von Diplomaten eine Einigung nicht verhindern werden. Dabei geht es vor allem um die Frage, ob als Einsatzgebiet lediglich "Georgien" genannt oder ob im Text verdeutlicht wird, dass nach Ansicht der EU auch Südossetien und Abchasien zu Georgien gehören und Beobachter deshalb auch dorthin entsandt werden könnten.
"Es ist unser Ziel, Beobachter in ganz Georgien einzusetzen", kündigte die französische EU-Ratspräsidentschaft an. "Aber unsere Priorität ist es, sie zunächst in jenen Gebieten einzusetzen, die an Südossetien und Abchasien angrenzen." Sarkozy hatte in Moskau lediglich die russische Zustimmung zum Einsatz von Beobachtern in den Pufferzonen erreicht, nicht jedoch in den abtrünnigen Regionen, die von Russland als unabhängige Staaten anerkannt wurden.
Klärung der Schuldfrage weiter offen
Auch die Frage, ob die Außenminister eine internationale Untersuchung zur Klärung der Schuldfrage am Ausbruch der Georgien-Krise in Auftrag geben, war noch umstritten. Vor allem Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) hatte angeregt, zu klären, "wer mit welchen Ursachenanteilen an der Eskalation bis hin zur bewaffneten Auseinandersetzung beteiligt war".
Georgiens Präsident Michail Saakaschwili hatte den Einmarsch in Südossetien angeordnet, der innerhalb eines Tages von russischen Truppen zurückgeschlagen worden war.
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(dpa/Reuters/hai/beu)
Analyse des DFB-Kaders
Michail Saakaschwili mit kräftiger Unterstützung der USA = Kriegstreiber!
Mehr kann man dazu jawohl nicht sagen... Und wer eine andere Reaktion Russlands erwartet hat, der muss Amerikaner oder blöd sein...
gibt es noch eine weitere Parallele:
die penetrante Wiederholung westlicher Staaten, eigentlich gar nicht so recht an der Klärung der Schuldfrage interessiert zu sein.
Weder bei 9/11 noch in Süd-Ossetien. Hauptsache, die eigenen Truppen stehen dort, wo man sie stehen haben möchte.
Der wesentliche Unterschied zwischen Washington und Moskau: Das bessere US-amerikanische Politmarketing. Während die USA ihre 3000 Toten beim WTC Attentat seit Jahren mit penetranter Redundanz und medial verstärkt runterbeten, diese Attacken als Rechtfertigung für Interventionskriege mit Hundertausenden von Toten vermarkten, bleibt Russland in der Schmuddelcke trotz der Opfer, die durch den Angriff des US Vasallen Georgien auf Ossetien verursacht wurden.
Denn im Prinzip ist diese analoge Betrachtung zweier Vorgänge ja korrekt, aber medial eben nicht durchsetzbar. Die durch Verletzung aller Regeln des Völkerrechts verursachten Opfer amerikanischer Bombardements und Militäroperationen nimmt die Völkergemeinschaft hin, wer wundert sich noch über die Pakistan-Operationen sogenannter US-Kommandos. Russland wird dagegen durch mediale Dauerberieselung zum Outlaw stilisiert.
Aber wer hat je behauptet, daß es in der internationalen Politik jenseits der blanken Machtkonstellationen so etwas wie Gerechtigkeit gäbe. So etwas spiegelt sich höchstens in der Naivität deutschen Politikverständnisses nach dem 2 Weltkrieg. In der realen Welt herrscht dagegen eine Urform des bigotten Zynismus...
"droht dem Nachbarland, bei "Provokationen" zurückzuschlagen."
Hoffentlich das nächste mal gründlicher und nicht so zaghaft.
"...Estland, Großbritannien, Italien, Lettland, Litauen, Polen, Schweden ..."
LOL, na bravo, fast alles nur Russenhasserländer, das macht dann wirklich Sinn und ist sicher ganz transparent, unabhängig und unparteiisch LOL
"dass nach Ansicht der EU auch Südossetien und Abchasien zu Georgien gehören"
NAch Ansicht 80% der Welt gehört Kosovo auch zu Serbien, interessiert EU udn USA ienen Dreck, somit sollte es auch nicht interessieren was diese für Ansichten haben wenn sie scih Völkerrecht zurechbiegen wie es gerade passt.
""Es ist unser Ziel, Beobachter in ganz Georgien einzusetzen", kündigte die französische EU-Ratspräsidentschaft an"
Könnt ihr doch, ausserhalb Abchasiens und Südossetiens soviel ihr wollt, in ganz Georgien LOL
"Auch die Frage, ob die Außenminister eine internationale Untersuchung zur Klärung der Schuldfrage am Ausbruch der Georgien-Krise in Auftrag geben, war noch umstritten"
NAtürlich, denn dann verliert die EU ihr Gesicht und blamiert sich auf die Knochen wenn sie die Wahrheit zugibt und Georgien als Agressor benennen muss, denn die Beweislast ist erdrückend.
"Georgiens Präsident Michail Saakaschwili hatte den Einmarsch in Südossetien angeordnet, der innerhalb eines Tages von russischen Truppen zurückgeschlagen worden war."
Eine für meinen Geschmack zu nette und höfliche Formulierung für einen feigen und hinterhältigen NAchtüberfall auf 100% Zivile Ziele incl. Einsatz illegaler Waffen, Vrwüstung einer ganzen Stadt,dem Tod von 1.500 Zivilisten + 20 Blauhelmsoldaten, sowie Flucht von 30.00 Menschen
zu schlucken und zu einem vernünftigen Umgang untereinander zu finden.
Stattdessen, wohin man schaut . . . nur verbale Kraftmeierei . . .
Paging