Bild, Bams (Bild am Sonntag) und Glotze reichten ihm zum Regieren - so geht einer der Sprüche, die von Medienkanzler Schröder kolportiert werden. Inzwischen haben sich jedoch seine Präferenzen geändert, und sogar Boykott ist kein Unwort mehr.
Regierungs-Sprecher Béla Anda sagte dem ARD-Magazin Monitor: "Der Bundeskanzler selbst hat seine Schlüsse daraus gezogen, aus der Art und Weise, wie er und seine Politik dargestellt wird, nämlich, dass es mit der Bild-Zeitung keine Interviews mehr geben wird."
Not amused über die Art und Weise, wie die Bild-Zeitung über seine Politik berichtet: Kanzler Gerhard Schröder (© Foto: Archiv)
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Anda kritisierte die Berichterstattung der Zeitung über die Bundesregierung als "Mischung aus Häme, aus Hetze, aus Verächtlichmachung der Akteure, garniert mit Halbwahrheiten".
Pikante Note dabei: Anda war von 1992 bis 1999 als Redakteur und Reporter bei der Bild beschäftigt.
Ob Bild-Mitarbeiter künftig noch bei Auslandsreisen des Kanzlers mitgenommen würden, sei offen. Die Sendung wird am Donnerstag, 4. März, um 20.15 Uhr ausgestrahlt.
(sueddeutsche.de/dpa)
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