Nach heftiger Kritik hat die Junge Union eine Einladung an den umstrittenen ehemaligen CDU-Politiker Hohmann wieder zurückgezogen. "Die Einladung war eine politische Dummheit", so der Landesvorsitzende Kokert.
Der Landesvorsitzende der CDU-Nachwuchsorganisation in Mecklenburg-Vorpommern, Vincent Kokert, zeigte sich erleichtert über den Rückzieher. "Die Einladung war eine politische Dummheit. Wir können aber davon ausgehen, dass es die Tat eines Einzelnen war", sagte Kokert.
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Er bestätigte Informationen der Netzeitung, wonach der JU- Kreisvorsitzende Steffen Bokunewitz, von dem die Idee der Einladung Hohmanns zum Neujahrsempfang ausgegangen sei, sein Amt zur Verfügung stellte.
Kreisvorsitzender tritt zurück
"Steffen Bokunewitz hat unserem Bundesvorsitzenden Philipp Mißfelder telefonisch mitgeteilt, dass er zurücktritt", sagte Kokert.
Er äußerte die Vermutung, dass "mit der Einladung an Herrn Hohmann der CDU-Bundesvorsitzenden Angela Merkel geschadet werden sollte".
Merkel gehört dem CDU-Landesverband Mecklenburg-Vorpommern an, den sie auch mehrere Jahre führte.
Hohmann war als Gastredner auf dem Empfang der JU Wismar am 5. Februar auf der Ostsee-Insel Poel vorgesehen.
Wegen einer als antisemitisch kritisierten Rede zum Tag der Deutschen Einheit 2003 war der Abgeordnete aus der Unionsfraktion und aus der CDU ausgeschlossen worden.
Er ist derzeit fraktionsloser Abgeordneter im Bundestag für den Wahlkreis Fulda.
(dpa)
Documenta-Leiterin Carolyn Christov-Bakargiev