Als Wirbelsturm Gustav die Schlagzeilen beherrschte, bestätigte Palin die Schwangerschaft ihrer Tochter: Bristol werde das Kind austragen und den Kindsvater heiraten, erklärten Palin und ihr Mann Todd. Sie seien stolz darauf, Großeltern zu werden. Das Baby soll im Dezember zur Welt kommen.

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Werden bald Großeltern: Politikerin Sarah Palin, Ehemann Todd (© Foto: AFP)

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Ihre Tochter Bristol und der junge Mann, den sie heiraten werde, würden sehr schnell die Schwierigkeiten erkennen, die mit dem Aufziehen eines Kindes verbunden seien. In dieser Zeit, da sie mit den Verantwortungen des Erwachsenenlebens konfrontiert sei, "weiß sie, dass sie unsere bedingungslose Liebe und Unterstützung hat".

Obama: Schwangerschaft ist kein Wahlkampfthema

Mit der Erklärung trat Palin im Internet kursierenden Gerüchten entgegen, ihr im April geborenes fünftes Kind, das am Down-Syndrom leidet, sei in Wahrheit der Sohn ihrer Tochter und sie habe das Kind lediglich als ihr eigenes ausgegeben.

Zudem baten Sarah und Todd Palin, die Privatsphäre ihrer Tochter und die ihres künftigen Ehemanns zu achten, wie dies bei Kindern von Kandidaten bisher Sitte gewesen sei.

Der demokratische Präsidentschaftskandidat Barack Obama pflichtete bei. Die Schwangerschaft der Palin-Tochter solle nicht zum Wahlkampfthema werden.

Die Familien der Kandidaten müssten tabu sein und erst recht die Kinder. "Die Schwangerschaft ist nicht relevant für Palins Qualifikation als Gouverneurin oder möglicher künftigen Vizepräsidentin", stellte Obama klar.

Inzwischen versuchen sich die Republikaner in Schadensbegrenzung. Wie die New York Times schreibt, reist ein McCain-Tross durch Alaska, um den Hintergrund Palins genauer unter die Lupe zu nehmen. Das Blatt zitiert mehrere örtliche Vertreter aus Politik und Wirtschaft. Ihnen zufolge habe das Team bislang keinerlei Gespräche geführt, um mehr über das Leben der möglichen US-Vizepräsidentin zu erfahren.

Bei der Entscheidung für die Wahl von Sarah Palin sei McCain die Schwangerschaft ihrer Tochter bekannt gewesen, sagte hingegen der Anwalt Arthur Culvahouse, der die Gouverneurin zuvor im Auftrag der Republikaner befragt hat. Dabei sei auch die Entlassung des Sicherheitsbeauftragten sowie die Verhaftung von Palins Ehemann wegen Trunkenheit am Steuer zur Sprache gekommen. Der persönliche Hintergrund der Gouverneurin sei umfassend geprüft worden.

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(sueddeutsche.de/AP/AFP/dpa/vb/odg/ihe)