Zwölf Männer und sechs Frauen sind zwischen 2002 und 2009 in der Gemeinde Asse an Leukämie erkrankt. Normal wäre ein Fall pro Jahr. Nun soll geprüft werden, ob das Atommüllager für den massiven Anstieg der Blutkrebs-Erkrankungen verantwortlich ist.
Die Nachricht schockiert - und könnte die Asse endgültig zum Symbol für das Versagen der Politik im Umgang mit radioaktivem Abfall werden lassen: Im Umfeld des maroden Atommülllagers bei Wolfenbüttel ist die Zahl der Blutkrebs-Erkrankungen massiv angestiegen.
Atommüll-Lager Asse: Erhöhte Zahl von Leukämie-Fällen im Asse-Umfeld
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Zwischen 2002 und 2009 wurden in der Samtgemeinde Asse 18 Fälle von Leukämie festgestellt. Zwölf Männer und sechs Frauen erkrankten demnach innerhalb der sieben Jahre. Dies geht aus einem Vermerk des niedersächsischen Sozialministeriums hervor.
Im statistischen Mittel wären in dem Zeitraum für die Männer mit 5,2 Neuerkrankungen zu rechnen gewesen - signifikant weniger als in dem Verband der sieben Gemeinden im Landkreis Wolfenbüttel aufgetreten sind, erklärte Thomas Spieker, Sprecher des niedersächsischen Sozialministeriums in Hannover. Für Frauen sei die Zahl zwar erhöht - jedoch nicht signifikant. Dafür zeigte sich bei ihnen eine Verdreifachung der Erkrankungsrate mit Schilddrüsenkrebs.
"Eine Ursache dafür kann bisher nicht festgestellt werden", heißt es in dem Schreiben des Sozialministeriums. Im Auswertungszeitraum würden die Neuerkrankungen konstant über dem Erwartungswert liegen. "Betrachtet man die Leukämie-Neuerkrankungen in der Samtgemeinde Asse, würde man einen Fall pro Jahr erwarten."
"Transparenz ist oberstes Gebot"
"Wir wissen aufgrund des vorhandenen und bislang ausschließlich anonymisierten Datenmaterials noch nicht, welchen Einfluss zum Beispiel Lebensalter und Berufstätigkeit auf Erkrankungen haben", sagte Spieker am Donnerstagabend. Derzeit würden die Fälle noch überprüft - bis Mitte Dezember soll ein Bericht vorliegen.
Das Ministerium setze darauf, dass der für die Gesundheitsvorsorge zuständige Landkreis Wolfenbüttel und das Bundesamt für Strahlenschutz die Menschen umfassend über die jüngsten Ergebnisse informieren. "Transparenz ist dabei oberstes Gebot." Die Landesregierung werde den Landkreis in allen Bemühungen um die zügige und ergebnisoffene Ursachenabklärung unterstützen.
Wegen der Fälle wurde im Landkreis Wolfenbüttel eine Ad-hoc-Arbeitsgruppe eingerichtet, der unter anderem Vertreter des Sozialministeriums, des Umweltministeriums, des Bundesamtes für Strahlenschutz, des niedersächsischen Landesgesundheitsamtes und des Epidemiologischen Krebsregisters Niedersachsen (EKN) angehören. Die Arbeitsgruppe will am nächsten Dienstag erstmals zusammenkommen.
Alle fünf Fraktionen im Landtag zeigten sich von den Ergebnissen betroffen. Sie seien ein Schock, sagte SPD-Fraktionschef Stefan Schostock. Die Diskussion um das marode Atommülllager habe damit eine neue Dimension erreicht. "Die Zahlen sind sehr besorgniserregend", betonte auch Grünen-Fraktionschef Stefan Wenzel. "Ich fordere eine umgehende und tabulose Aufklärung." Die Asse-Betreiber seien jetzt in der Pflicht nachzuweisen, dass die Krebsfälle nicht auf Wirkungen des Atommülls zurückzuführen sind, sagte Kurt Herzog (Die Linke).
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Ärzte fordern drastische Verbesserung des Strahlenschutzes
dpa | 22.04.2010
Herford - Die Vereinigung der Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW) hat eine massive Verbesserung des Strahlenschutzes bei deutschen Atomkraftwerken gefordert. "Kinder unter fünf Jahren haben ein deutlich erhöhtes Krebsrisiko, wenn sie in der Nähe von Atomkraftwerken wohnen", erläuterte Reinhold Thiel, IPPNW- Vorstandsmitglied, der Deutschen Presse-Agentur. "Je näher ein Kleinkind an einem Atomkraftwerk wohnt, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass es an Krebs oder Leukämie erkrankt."
Thiel berief sich auf die 2007 veröffentlichte Kinderkrebsstudie KiKK, die das Mainzer Kinderkrebsregister im Auftrag des Bundesamtes für Strahlenschutz erstellt hatte. "Seit dem Erscheinen der Studie hat sich an der Situation nichts gebessert. Konsequenzen wurden auf die lange Bank geschoben." Atomkraftgegner haben für Samstag in Norddeutschland eine über 100 Kilometer lange Menschenkette zwischen den Kernkraftwerken Krümmel und Brunsbüttel geplant, um gegen die Verlängerung der AKW-Laufzeiten zu demonstrieren.
Kritiker der Kinderkrebsstudie sagen, die Strahlung müsse tausendfach höher sein, um Krebs auszulösen. Dabei werde aber nicht beachtetet, dass ein Embryo wesentlich strahlenempfindlicher sei als ein Erwachsener, meinte Thiel. Vor der am Freitag in Herford beginnenden IPPNW-Mitgliederversammlung (bis 25. April) forderte er, künftig alle Messwerte zu veröffentlichen. "Bis heute sind sie Betriebsgeheimnis der Betreiber und damit nicht der öffentlichen Forschung zugänglich." Zudem würden den Kontrollbehörden lediglich gemittelte Messwerte übermittelt. Es sollten aber künftig auch die Spitzenwerte erfasst werden. "Schon eine einzelne Abgabe-Spitze kann bei einem strahlensensiblen Kind Leukämie auslösen."Quelle Verivox
Das ist doch seit der KIKK Studie bekannt das auch im Umfeld von Atomkraftwerken die Kinder Leukämie über dem Durchschnitt liegt!Nur die Befürworter verneinen das!Wollen sie neben einem AKW wohnen wenn sie Kinder haben?
Die KIKK Studie wurde noch einmal geprüft und das Ergebnis ist folgendes_____________________()das bundesamt für strahlenschutz (bfs) hat zusätzlich zur veröffentlichung der ergebnisse der epidemiologischen studie zu kinderkrebs in der umgebung von kernkraftwerken (kikk-studie) eine qualitätsprüfung der studie in auftrag gegeben. die nun vorliegende gutachterliche stellungnahme von karl-heinz jöckel, professor eberhard greiser und professor wolfgang hoffmann hat das bfs jetzt dem umweltausschuss des bundestages zugeleitet. die wesentliche aussage des berichtes ist:
„in der kikk-studie wurde die bestmögliche methodik angewendet, um die a priori formulierte hypothese analytisch zu prüfen. mit dem hauptergebnis (negativer abstandstrend) ist die studienfrage für deutschland abschließend beantwortet.“()._________AKW´s führen zu Blutkrebs bei Kindern und nach den Ergebnissen der ASSE Studie auch bei Erwachsenen!!
Für das Füllen des Geldbeutels ....der Reichsten der Reichen und des dortigen Managements und evtl. einiger Politiker....die nach ihrer Amtszeit in diese lukrativen Pöstchen wechseln!
Wer besitzt denn die Aktien der Betreibergesellschaften?
Zum Wohle des Volkes? Garantiert nicht!
Dass sich die Regierung trotz des Widerstands in der Bevölkerung und trotz aller nachhaltigen Gefahren für AKW einsetzt, zeigt den Bedarf einer Auswechslung einiger Entscheidungsträger.
Möge Merkel direkt in den Vorstand von EON wechseln, dort ist sie dann besser aufgehoben. Dort müsste sie auch kein schlechtes Gewissen wegen irgendwelcher Eide - Schaden vom deutschen Volk abzuwenden - haben.
Aber damit war zu rechnen!
Nur die Betreiber und die Politiker "negierten das Problem"!
War bei KKW Krümmel ebenso!
Da haben sogar die Grünen Politiker dafür gesorgt - an der Sache vorbei betreffende Gutachten zu erstellen, die das Problem verneinten!
Später drehten zwei Filmemacherinnen den Film: "Und keiner weiß warum"!
http://www.youtube.com/watch?v=DPKrQfY7yM4
http://www.castor.de/presse/sonst/2006/zdf02april.html
Die Proben des Erdreiches ergaben dann eindeutig: Verseuchte Erde in den Sandkästen....
Bisher starben bereits viele Kinder an Leukämie!
Keine einzige Familie wurde entschädigt!
Leute, der betroffene Bürger wird verar.....!
Paging