Die Eta hat auf Mallorca eine vierte Bombe gezündet - und die erlaubt Rückschlüsse auf die Tat. Vor allem erhärtet die Bombe den Verdacht, dass sich die Täter nicht mehr auf der Insel befinden.
Am Tag nach den Bomben der baskischen Terrororganisation Eta herrschte auf Mallorca wieder Ruhe. Angespannte Ruhe. Noch immer war die Insel von den Geschehnissen des Sonntags gefangen, als Eta-Mitglieder erneut auf der Insel zugeschlagen hatten, zum zweiten Mal innerhalb von zehn Tagen. Am 30. Juli hatten die Terroristen ein Auto der spanischen Zivilgarde in die Luft gejagt, zwei Beamte der paramilitärischen Zivilgarde kamen dabei ums Leben.
Die Sicherheitskräfte gehen auch der Hypothese nach, dass die Bomben vom Sonntag die Polizei ablenken und den Tätern der Anschläge vom 30. Juli die Flucht ermöglichen sollten: Strand bei Palma. (© Foto: AP)
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Am Sonntag waren keine Toten zu beklagen, sondern bloß Sachschäden an vier verschiedenen Orten der Inselhauptstadt Palma. Beziehungsweise an vier verschiedenen Örtlichkeiten: Die Bomben, allesamt mit einem halben Kilo Sprengstoff beladen, waren in Toiletten versteckt worden. Von den Tätern oder Täterinnen fehlte auch am Montag noch jede heiße Spur.
Dass die Eta vier und nicht bloß - wie noch am Sonntag offiziell verlautbart - drei Bomben gezündet hatte, galt erst am Montagmittag als gesichert. Eine Explosion, die sich am Sonntagmittag in der zentrumsnah gelegenen "Bar Nica" ereignet hatte, war zunächst auf eine geplatzte Gasleitung zurückgeführt worden.
Nach einer eingehenden Untersuchung schlossen die Sprengstoffexperten der Zivilgarde dies aber kategorisch aus und lokalisierten den Ort der Explosion im Toilettentrakt. Dies berichtete der Eigner des Lokals, Fructuoso Nieto. Denselben Modus operandi hatten die Terroristen auch bei den anderen drei Bomben verwendet: Sie waren jeweils in den Damentoiletten der Restaurants "La Rigoletta" und "Enco", die beide am Strand von Palma liegen, sowie in einer Ladenzeile unter dem zentralen Plaza de España verborgen worden.
Wenn sich die Angaben von Nieto über die vierte Bombe erhärten sollten, wäre ein wichtiger Rückschluss möglich: Die Bombenserie wurde wohl schon vor Tagen vorbereitet. Die "Bar Nica", die nach Angaben von Nieto völlig zerstört wurde, war bereits am vergangenen Freitag wegen Betriebsferien geschlossen worden. Zuvor war bestätigt worden, dass die anderen Bomben der Eta per Zeitzünder aktiviert wurden. Die Ermittler gehen nun der Frage nach, ob sie "nur" tage-, oder aber gar wochenlang tickten. Das Modell, das angeblich verwendet wurde, lässt sich sogar auf mehrere Monate einstellen.
Am späten Sonntagvormittag hatte es mehrere Anrufe im Namen der Eta gegeben, in denen eine verzerrte Frauenstimme davor warnte, dass im Laufe des Nachmittags an bestimmten Orten in Palma mehrere Bomben in die Luft gehen würden. Wie es in Ermittlerkreisen hieß, seien die Anrufe aus Frankreich erfolgt. Dort hat die seit fünf Jahrzehnten für "Baskenland und Freiheit" bombende und mordende Eta traditionell ihr Rückzugsgebiet.
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Überschrift: Wir lassen uns den Urlaub auf Malle nicht vermiesen.
Was wollen Sie unternehmen? Die ETA - Kämpfer in altbewährter Propaganda in die Terrorismusecke stellen? Auf dass demnächst keine Warnungen der Zivilbevölkerung mehr erfolgen?
Was bringt Ihre Rechthaberei - Opfer unter der ETA sind weniger schlimm, als tote Sicherheitsbeamte?
Beide sind zu verurteilen. Und zu verurteilen ist der sorglose Umgang der regierungen und Medien mit hunderttausenden von Touristen. Die Anschläge der letzten Tage haben gezeigt: Die ETA könnte ...
Hoffen wir also auf deren Vernunft. Sie haben keine.
Ein gewisser Teil der hiesigen linken Medien (Teile der linksautonomen und postkommunistischen) futtert immer noch 1:1 ganz simpel, was ihnen aus der 'linksradikalen' (tatsächlich extremnationalistischen) baskischen Ecke rhetorisch so kredenzt wird.
Dass es im Baskenland weitgehende kulturelle Autonomie, obligatorischen Sprachunterricht, Hoheit über große Teile der Staatseinnahmen, etc.pp. gibt ist ja völlig unerheblich. Hauptsache Dogma stimmt.
"Ist die ETA eine terroristische Vereinigung? Ich glaube derzeit noch nicht. Im Gegensatz zu anderen Terrorgruppen verschont sie die Zivilbevölkerung."
Das ist ja auch abenteuerlich!
Mal ganz davon abgesehen, dass die vielen Sicherheitskräfte, die - mindestens zu zählen seit der Demokratisierung Spaniens und der weitgehenden Autonomie des Baskenlandes - sterben mussten, auch irgendwie doch ein Recht auf Leben haben, haben frühere ETA-Anschläge auch Zivilisten getroffen.
Ansonsten vertritt die ETA höchstens noch 15-20% der autochthonen baskischen Bevölkerung. Also gehen deren Forderung Richtung haltlose Erpressung.
Also sowas von blauäugig!
... wie man erfolgreich Ter.rorist.en jagt. Die sollen ruhig mal bei den .Am.is in Af.gh.anistan/ Ira.k abgucken... da wird nicht gesucht sondern einfach Blind Ru.mge.balle.rt und zwar mit "Präzi.onswaf.fen" (was für eine Vera.rschung), frei nach dem Motto: "Irgendw.ann trifft es den richtigen"
Ich (U.S .Po.litik) denke wenn die Spanische Lu.ftwaffe gleich mal paar "Eta-Geg.enden" wegbombt, wird der Ter.ror irgendwann aufhören. Es wäre auch bestimmt hilfreich, ein paar willkürlich ausgesuchte Ba.sken in ein Gefäng.niss (like Guan.tan.amo) zu stecken und zu foltern, damit würde man der demokratisierung des Ba.skenla.ndes ein riesengefallen tun...
auserdem kann man ja ab und an mal auch eine Hoch.zeit.sgesel.schaf.t angreifen, damit auch ja die letzten verstehen, das man es ernst meint, mit der Lösung des Et.a-Te..rror-Problems!
Wer mein Schwarzen Humor nicht erkennt sollte schleunigst einen Artz aufsuchen...
Die wichtigste Urlaubsinsel Europas wird in der Hochsaison durch Anschläge attakiert und die Medien halten sich erstaunlich zurück. Dabei geht es um die Sicherheit vieler hunderttausend Urlauber.
Ist die ETA eine terroristische Vereinigung? Ich glaube derzeit noch nicht.
Im Gegensatz zu anderen Terrorgruppen verschont sie die Zivilbevölkerung. Dabei stellte sie auf Mallorca im Gegensatz zu dilettierenden deutschen Dschihadgruppen unter Beweis, dass sie zu fürchterlichen Anschlägen in der Lage wäre.
Tödliche Anschläge erfolgen bis heute gegen den militärischen Gegner, also die spanische Polizei.
Daraus nun zu schließen, dass das so bleibt und unbekümmert auf Malle Urlaub zu zelebrieren, wie es die Bildzeitung titelt , ist ein Holzweg und auch grob fahrlässig..
Auch bei der ETA gibt es eine radikale Gruppe, die mit den Hufen scharrt. Es ist der spanischen Regierung zu raten, auf Forderungen der ETA einzugehen, sonst wird Spanien Gefahr laufen, das Privileg als eines der beliebtesten Urlaubsländer zu verlieren.