Mahnmal für Sinti und Roma eingeweihtDie vergessene Seite des Holocaust

Die Gesellschaft habe seit der Ermordung von rund 500.000 Sinti und Roma durch die Nationalsozialisten "fast nichts" dazugelernt, sagte Bundespräsident Joachim Gauck zur Eröffnung des Denkmals in Berlin am Mittag.

Jeden Tag wird die Stele in den See ein- und wieder auftauchen: Das Denkmal für die von den Nationalsozialisten ermordeten Sinti und Roma soll an die 500.000 Opfer erinnern und "die Mahnung in die Mitte" holen, wie Bundeskanzlerin Merkel bei der Einweihung sagte.

"Unter der Herrschaft des Nationalsozialismus wurden von 1933 bis 1945 Hunderttausende Menschen in Deutschland und anderen europäischen Ländern als "Zigeuner" verfolgt. (...) Ziel des nationalsozialistischen Staates und seiner Rassenideologie war die Vernichtung dieser Minderheit: Kinder, Frauen und Männer wurden verschleppt, an ihren Heimatorten oder in Gettos, Konzentrations- und Vernichtungslagern ermordet."

So steht es auf den Tafeln am neuen Mahnmal in Berlin, das an die in der NS-Zeit ermordeten Sinti und Roma erinnern soll.

Bild: AFP 24. Oktober 2012, 14:132012-10-24 14:13:40 © Süddeutsche.de/ske/gal/rus