Der russische Außenminister Lawrow hat die amerikanische Kritik am geplanten Staatsumbau zurückgewiesen. Zuvor hatte US-Außenminister Powell die Pläne Putins als eine Gefahr für die Demokratie in Russland bezeichnet.

Die von Präsident Wladimir Putin geforderten Reformen seien eine innere Angelegenheit Russlands, sagte Außenminister Sergej Lawrow. "Wir wissen, dass auch die USA nach dem 11. September ziemlich harte Maßnahmen ergriffen haben", fügte er hinzu.

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US-Außenminister Colin Powell hatte angesichts der weitgehenden Pläne Putins von Gefahren für die Demokratie in Russland gesprochen.

"Es wäre seltsam, wenn der US-Außenminister damit andeuten will, dass es nur ein für alle gültiges Modell der Demokratie gibt", sagte Lawrow nach Angaben der Agentur Interfax. Die geplanten Veränderungen am Wahlrecht in Russland stimmten mit der Verfassung überein.

"Russland enthält sich ja auch Kommentaren zum amerikanischen Wahlverfahren, bei dem der Präsident nicht direkt, sondern von Wahlmännern gewählt wird", sagte Lawrow.

Putin will unter anderem die Direktwahl der russischen Gouverneure abschaffen. Auch EU-Abgeordnete verschiedener Fraktionen haben mit teils harscher Kritik auf die angekündigte Machtansammlung des russischen Präsidenten reagiert.

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(dpa)