Weil sie juristische Probleme für die beteiligten deutschen Soldaten befürchtete, hat die Bundesregierung versucht, Einfluss auf den Nato-Bericht zu nehmen.
Die Bundesregierung hat nach Informationen des Spiegel die Nato zu einer zurückhaltenden Beurteilung des Luftangriffs auf zwei Tanklaster in Afghanistan gedrängt.
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Zerstörte Tanklastzüge in Afghanistan: Die Bundesregierung soll versucht haben, Einfluss auf den Nato-Untersuchungsbericht zu üben. (© Foto: dpa)
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Wie das Nachrichtenmagazin in seiner neuen Ausgabe berichtet, gaben Regierungsvertreter dem Nato-Oberkommandierenden in Europa, Admiral James G. Stavridis, Mitte Oktober bei seinem Besuch in Berlin zu verstehen, dass eine deutliche Verurteilung des deutschen Oberst Georg Klein in dem Untersuchungsbericht der Nato in Deutschland zu juristischen Problemen führen könnte.
Klein hatte am 4. September den Einsatz befohlen, bei dem neben Taliban-Kämpfern auch Zivilisten ums Leben gekommen sein sollen.
Laut Spiegel weist der Untersuchungsbericht auf klare Fehler in der deutschen Einsatzführung hin. Demnach hielt sich Klein nicht an das sogenannte Standard-Einsatzverfahren: So habe er die Luftunterstützung mit der Begründung angefordert, seine Truppen hätten "Feindberührung", obwohl sich keine Isaf-Soldaten in der Nähe der Tanker aufhielten.
Klein habe es zudem abgelehnt, die Jagdbomber zur Abschreckung zunächst nur im Tiefflug über die Tanker fliegen zu lassen. Außerdem sei es möglich, dass es angesichts der unübersichtlichen Lage nicht ausreichend war, sich auf eine einzige menschliche Quelle und die Live-Bilder der Luftunterstützung zu verlassen.
Der Untersuchungsbericht schildert dem Spiegel zufolge aber auch die angespannte Lage in Kundus. "Der Bericht liefert Argumente für die Verurteilung von Oberst Klein, genau so wie zu seiner Entschuldigung", sagte ein Kenner des Berichts dem Magazin.
Der für Afghanistan zuständige Isaf-Kommandeur, US-General Stanley McChrystal, lehnte eine Stellungnahme mit der Begründung ab, das Papier sei geheim. "Der Bericht liegt nun bei den Deutschen, die selbst entscheiden müssen, welche Schlussfolgerungen sie daraus ziehen", sagte einer seiner Sprecher dem Spiegel. Derzeit prüft laut Spiegel die Generalstaatsanwaltschaft Dresden, ob sie ein Ermittlungsverfahren gegen Klein einleite.
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(AFP/gba)
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eines Soldaten. Das können wir am Beispiel von Herr Oberst Klein miterleben. Der Befehl wurde im Krieg unter unübersichtlichen Umständen gegeben. Wie es wirklich aussah, das war erst nach einigen Stunden klar. So sieht die Realität des Krieges aus. Nun über Herrn Oberst Klein herzufallen ist ein wenig schäbig. Noch schnäbiger wird es dann vor Gericht, wo man ihm noch kleinkarrierter jeden angeblichen Fehler vorhalten wird.
Verabschieden wir uns doch von der Vorstellung des sauberen Krieges. Das kann kein Volk führen. Derjenige, der den Afghanistaneinsatz unterstützt muss mit der Realität und dem Schmutz des Krieges leben. Es gibt kein heroisches Sterben auf einer blühenden Wiese. Das sollten wir spätestens nach dem 1. Weltkrieg eingesehen haben und der 2. Weltkrieg hat noch mehr Beispiele geliefert. "chirurgische" Operationen wie uns von der US Propaganda im 1. Irakkrieg vermittelt wurden gibt es nicht. Letztlich sind immer die Zivilisten und die Frontsoldaten die Dummen.
Die Staatsanwaltschaft prüft, ob ein Ermittlungsverfahren gegen Klein eingeleitet wir.
Jede Wette, es wird keines eingeleitet, Der für den Massenmord verantwortliche wird wohl vom Bundesverteidigungsminister noch einen Orden umgehängt bekommen.
Übrigens, was macht der Klein jetzt eigentlich? Hat er noch immer ein Kommando?
Die Regierungen - sei es in Berlin oder in einem der Bundesländer - beeinflussen die Organe, die Medien und die Justiz.
Was bei uns passiert, ist unglaublich...!
Da werden über 100 Leute ermordet und als Kollateralschäden deklariert!