Londoner Bürgermeister Boris Johnson

Er hat eine eigenwillige Geschichtsauffassung, kaspert vor Queen Elisabeth II. wie vor Barack Obama und blamiert sich bei einem Intelligenz-Test. Ein Worst-of von Londons exzentrischem Bürgermeister Boris Johnson in Bildern.

Radikale Muslime können ein Problem sein. Aber die wenigsten Frömmler sind militant. Einige wenige sind es. So wie die beiden Männer, die 2013 einen britischen Soldaten bestialisch getötet haben. Die Urteile im Mordfall Lee Rigby nimmt Boris Johnson im März zum Anlass für einen radikalen Vorschlag.

Londons konservativer Bürgermeister fordert, alle muslimische Kinder in staatliche Obhut zu nehmen, wenn ihre Radikalisierung durch die eigenen Eltern drohe. Um zu verhindern, dass Minderjährige "potenzielle Mörder oder Selbstmordbomber werden", sollten sie der Obhut ihrer Eltern entzogen werden. "Schätzungen gehen davon aus, dass Hunderten Kindern verrückte Dinge beigebracht werden", wie etwa "die irrwitzige Sehnsucht nach Mord und Tod", schrieb Johnson in einem Beitrag für den Daily Telegraph.

Großbritannien müsse sich in die Lebensweise seiner Minderheiten einmischen, forderte Johnson. Er weiß, dass er wenig Chancen hat. Denn in seinem Beitrag beklagte er die traditionelle Abneigung der Briten gegen eine Verurteilung anderer Kulturen. Kinder radikaler Muslime müssten wie Missbrauchsopfer behandelt werden, meinte er. Von Kindern radikaler Christen oder anderer Religionen sprach er übrigens nicht.

Bild: dpa

3. März 2014, 16:43 2014-03-03 16:43:06  © Süddeutsche.de/imet/beitz/odg/mcs/rus/mikö

zur Startseite