Die Linke will die Abgeordnete und frühere Hartz-IV-Empfängerin Elke Reinke aus Sachsen-Anhalt nicht wieder zur Wahl aufstellen - ihr droht erneut die Arbeitslosigkeit.
Wenn in den vergangenen Jahren im Bundestag über Arbeitslosigkeit und Hartz IV gestritten wurde, dann war eine Abgeordnete der Linkspartei nicht nur erkennbar bei der Sache - sie wusste auch, wovon die Rede ist. Die Abgeordnete Elke Reinke aus Sachsen-Anhalt schaffte 2005 direkt aus der Langzeitarbeitslosigkeit den Sprung ins Parlament.
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Personifizierter Protest in den Reihen des Bundestags: Elke Reinke (Die Linke) (© Foto: dpa)
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Der Erfolg der Hartz-IV-Empfängerin war der Linkspartei eine willkommene Sensation. Elke Reinke, gelernte Fernmeldetechnikerin aus Aschersleben, personifizierte geradezu den Protest gegen Sozialkürzungen, der den Linken ihren Wahlerfolg beschert hatte. "Eine wichtige Person für uns" sei sie, bescheinigte ihr damals Klaus Ernst, der Mitbegründer der Wahlalternative Arbeit und Soziale Gerechtigkeit (WASG).
Doch nicht so bedeutend
Nun, da bald wieder gewählt wird, halten die Linken Elke Reinke doch wieder nicht für so bedeutend. Nach dem vierjährigen Zwischenspiel in Berlin droht ihr erneut die Arbeitslosigkeit. Bei der Aufstellung der Vorschlagsliste des Landesvorstandes für die Bundestagswahl bemühte sich Reinke um den gerade noch aussichtsreichen Platz fünf. Im Vorstand erhielt sie: null Stimmen.
"Das macht mich schon sehr betroffen", sagt sie am Telefon. Man hätte ihr doch beizeiten sagen können, wenn man mit ihr nicht zufrieden gewesen sei, klagt sie. Wie eine Arbeitnehmerin nach einem unangenehmen Gespräch mit dem Chef in der Probephase klingt sie da, und vielleicht ist das auch ihr Problem.
Es ist Elke Reinke schwergefallen, in die Rolle der Politikerin zu schlüpfen. Dass sie keine begnadete Rednerin ist, dass ihre Auftritte im Plenum eher belächelt werden, wäre vielleicht noch verzeihlich. Allzu monothematisch in Sachen Hartz IV sei sie unterwegs gewesen, wird ihr vorgehalten. Zu wenig sei das. Vor allem aber hat es Reinke nicht verstanden, an Strippen zu ziehen, sich im Geflecht von Geben und Nehmen einen Platz zu suchen.
"Kritik an ihrer Arbeit"
So konzentriert sich in Sachsen-Anhalt ihre Lobby auf den Heimatort Aschersleben. Selbst die wie Reinke aus der WASG stammenden Vorstandsmitglieder versagten ihr die Unterstützung. "Das Wahlergebnis macht deutlich, dass es Kritik an ihrer Arbeit gab im Vorstand", meint der Landesvorsitzende Matthias Höhn. Mehr will er zu der Personalie nicht sagen vor einem Landesparteitag am 25. April in Magdeburg, auf dem sich Reinke gegen das Votum des Vorstandes um einen Listenplatz bemühen will.
In einer Rede von wenigen Minuten wird Reinke um ihr politisches Schicksal kämpfen müssen. Sie finde, dass ihre "Politik doch angekommen ist, wenn auch nicht im Landesvorstand", macht Reinke sich Mut und setzt auf Sympathien für eine Symbolfigur im Kampf gegen Hartz IV. Sie kenne das schon, sagt Reinke zur drohenden Arbeitslosigkeit. Leid tue es ihr für ihre Mitarbeiter.
(SZ vom 16.4.2009/mikö)
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Daniel Brössler hätte ein wenig recherchieren sollen, dann wäre evtl. noch bekannt geworden, daß Frau Reinke Elektroingenieurin und Speditionskauffrau ist. Als ausgebildete Fernmeldetechnikerin war sie nur eineinhalb Jahre tätig.
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Berufstätigkeit: 16.02.1978-31.08.1979 Fernmeldemechanikerin, 01.09.1982-31.03.1986 Abteilungstechnologin, 08.04.1986-30.09.1986 Gruppenleiterin Materialwirtschaft, 01.10.1986-31.08.1991 Mitarbeiterin Ablauforganisation Leichtmetallwerk, 21.10.1996-20.04.1997 Sachbearbeiterin, 19.06.200018.06.2001 Bürokraft.
Fort- und Weiterbildung: 02.09.1991-29.11.1991 Seminar für Speditionskaufleute, 02.12.1991-12.11.1993 Speditionskauffrau (IHK- Abschluss), 10.04.1995-09.04.1996 Fortbildung kaufmännischer Bereich, 08.12.1997-08.11.1998 Anwendungsentwicklerin Internet, 19.01.1999-18.07.1999 Technisches Englisch, 01.11.200130.10.2002 Kaufmännische Weiterbildung, 01.07 2004-31.12.2004 Mitarbeiterin Bürgerradio.
12.10.2005 - MdB.
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Das sie 51 Jahre alt sein soll,ist auf dem Foto der Sueddeutschen nicht zu erkennen. Entweder das angegebene Alter von Ihr,sitmmt nicht,oder die Dame hat sich gut gehalten. 2. sie hat eine gute Maskenbildnerin,die sofort einen Job in Babelsberg bekommen wuerde.
"rheinelbe "ich war selbst Mitglied der "Linken" und kann daher aus Erfahrung sagen, dass die Querelen noch schlimmer waren als in anderen Parteien. Ich untertreibe hier eher."
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, dann gehe ich davon aus, dass sie auch mitglied in der union oder der fdp waren.
wie wollten sie das sonst beurteilen?"
Aber bitte, das ist doch reine Rabulistik ohne Erkenntnisfortschritt. Wäre diese Behauptung wahr (= zutreffend), dann könnte nur eine vernünfige und begründete Aussage über politische Vorgänge geroffen werden, wenn jemand Mitglied in mehreren (!) Parteien ist. Dies ist aber erkennbar absurd.
Meine umfangreiche Erfahrung in diversen politischen Gremien nebst Gesprächen natürlich auch über Parteigrenzen hinweg führt zu dem Schluss:
Die "Linken" sind genau so hinter Geld und Macht her wie andere Parteien auch. Sie sind tief zerstritten, was auch vielfach nachlesbar ist in seriösen Medien.
Und jetzt wollen die "Linken" ausgerechnet ihre Hartz IV-Spezialistin in die Arbeitslosigkeit "entsorgen". Das passt genau ins Bild!
Damit haben se dann objektiv ein dickes Glaubwürdigkeitsproblem.
Selbst Rentner arbeiten - aus Freude an der Arbeit oder weil die Rente nicht reicht. Mit 51 zu alt für Arbeit?
Erst fangen sie Stimmen mit der Situation der armen Frau. Dann lassen sie sie fallen, weil sie inzwischen H 4 gar nicht mehr abschaffen wollen. Es war nur ein Gag um gewählt zu werden. Täuschung der Wähler. Wie früher.
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