Nach dem Parteitag ist vor dem Parteitag. Im SZ-Interview zieht WASG-Mitbegründer und der heutige Vizechef der Linken, Klaus Ernst, über seine neue Heimat her.
Der Parteitag in Cottbus am Wochenende habe gezeigt, dass der "innere Zustand der Partei noch nicht den Erfolgen entspricht", sagte Ernst am Montag der Süddeutschen Zeitung. "Es haben nicht alle begriffen, dass eine starke Linke ohne Unterstützung von gewerkschaftlich organisierten Arbeitnehmern, von Vertrauensleuten und Betriebsräten nicht möglich ist", sagte er.
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Das hätten auch die "nicht befriedigenden Ergebnisse" etlicher Kandidaten bei den Vorstandswahlen gezeigt. Die Linkspartei dürfe sich nicht als "sozialistischer Traditionsverein" präsentieren. Ernst war in Cottbus mit 59,2 Prozent der Stimmen als stellvertretender Parteichef bestätigt worden. Er ist Mitbegründer der Wahlalternative Arbeit und Soziale Gerechtigkeit (WASG), die im vergangenen Jahr mit der PDS zur Partei Die Linke fusioniert hatte.
(sueddeutsche.de/lala)
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Die "Nachfolgepartei" zu bauen war bewusst gewollt, installiert und hat sich bis heute etabliert. Abgesehen von dem noch in der Diktatur "erwirtschafteten" Parteivermögen der SED, das man so behalten konnte, war auch abzusehen, dass viele ehemalige DDR-Bürger sich alsbald diese Diktatur verklären würden - bislang der einzige Grund, dass die jetzt unter "Linke" firmierende SED überhaupt in die Parlamente kommt.
Wenn Herr Ernst die Linke tatsächlich zu einer alternativen demokratischen Partei umgebaut wissen möchte, dann muss sie sich in der Tat personell wie ideologisch von radikalen sozialistischen Elementen verabschieden. Ob das möglich ist, steht auf einem anderen Blatt.
Nach einem Jahr merkt die WASG nun also, dass die PDS die Fusion zur Verstärkung ihrer Basis nutzte, während die WASG ihr Profil nahezu komplett aufgegeben hat. Hat ja bissl gedauert, aber keine Angst, ihr werden quasi sozialistisch gleichgeschalten.
So wie ich Herrn Ernst kenne und schätze, hat er mehr und auch viel differnzierter gesprochen.
Dass die ehemalige PDS lernen muss ist doch eigentlich klar und haben auch Herr Bisky und andere bestätgt.
Die Ostlinke (ehemalige PDS) darf eben nicht das in der Sozialdemokratie sein, was die CSU in der Union.
Ich wünsche mir schon Die Linke ein ganzes Stück weg von der SPD und tief in der "benachteiligten" Bevölkerung verankert. Sonst braucht man sie nicht.
Deshalb flog sie ja auch 2002 aus dem Bundestag.
Die Leute, die es dank ihrer Parteizugehörigkeit zu mehr oder weniger Prominenz gebracht, und nicht selten dadurch auch noch gleich die Zukunft abgesichert haben.
und sich dann in Medien prostituieren indem sie über selbige öffentlich stänkern.
Dabei spielt es keine Rolle ob das Clement, Metzger, oder Ernst ist.
Soll Herr Ernst doch tun, was Clement dringend tun sollte, und Metzger bereits hinter sich hat.
Geh´doch.