Limburg: Bischof mit Sonderwünschen Was genau hat so viel gekostet?

Bischof Tebartz-van Elst betont, dass er keinen pompösen Lebensstil pflegt. Trotzdem kostet seine neue Residenz in Limburg nach aktuellem Stand 31 Millionen Euro. Eine Auflistung der Kosten, von der Privatkapelle bis zur Badewanne.

Eine Küche, ein Schlafzimmer, Ess- und Wohnbereich: Rund 100 Quadratmeter Wohnraum stehen Tebartz-van Elst laut einer offiziellen Mitteilung des Limburger Bistums zur Verfügung. Der größte Teil des "schlichten Neubaus" bestehe aus allgemein genutzten Räumen wie Gästezimmer, Konferenzräumen und einer Arbeitsbibliothek.

Trotzdem stieg die ursprünglich geplante Summe von 5,5 Millionen fast auf das Sechsfache: auf bislang 31 Millionen Euro. Die Summe erschließt sich unter anderem aus folgenden Kostenfaktoren:

  • Privatwohnung: 2,98 Millionen Euro (ursprünglich 200.000 Euro geplant)
  • Innenausstattung der Privatwohnung: 478.000 Euro
  • Badewanne mit Fußgestell und Nackenstützen: 15.000 Euro
  • Einbauschränke: 350.000 Euro
  • Garten: 783.000 Euro
  • Gästezimmer: 1,1 Millionen Euro
  • Errichtung der Privatkapelle: 2,67 Millionen Euro
  • Innenausstattung der Kapelle: 247.000 Euro
  • Fenster in der Privatkapelle: 100.000 Euro
  • Büro des Bischofs (Alte Vikarie): 2,5 Millionen Euro
  • Tisch im Konferenzraum: 25.000 Euro
  • Gestaltung eines Lichthofs: 2,3 Millionen Euro
  • Arbeiten am "historischen Bestand insgesamt": 9,85 Millionen Euro (Stand: Juni 2013)
  • Archäologisches Fundament: 2,7 Millionen Euro
  • Historische Mauer: 1,3 Millionen Euro

Die Liste setzt sich zusammen aus Informationen der Bild-Zeitung, der eine Kosten-Aufstellung des Vermögensverwaltungsrats des Bischöflichen Stuhls vorliegt, sowie aus Angaben verschiedener Agenturmeldungen.