Die Vereinten Nationen haben eine dreitägige Feuerpause im Libanon gefordert, um die Evakuierung von Zivilisten aus den umkämpften Gebieten und Hilfsgütertransporte zu ermöglichen.

Tausende von Kindern, alten und behinderten Menschen seien im Libanon weitgehend von Hilfe abgeschnitten, sagte der UN-Koordinator für humanitäre Hilfe, Jan Egeland.

Israel, dpa

Israelische Soldaten: In einer 72-stündigen Feuerpause sollen zahlreiche Zivilisten evakuiert werden. (© Foto: dpa)

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Bei den seit zwei Wochen andauernden israelischen Luftangriffen auf den Libanon wurden zahlreiche Straßen und Brücken zerstört, so dass Hilfstransporte und die Evakuierung von Flüchtlingen nur noch eingeschränkt möglich sind.

Egeland äußerte zudem die Hoffnung, eine dreitägige Feuerpause könnte den Grundstein für eine längere Waffenruhe zwischen Israel und der libanesischen Hisbollah-Miliz legen.

Die Zahl der zivilen Opfer der israelischen Offensive im Libanon ist nach UN-Angaben auf mehr als 600 gestiegen. Bei den Opfern handele es sich mehrheitlich um Frauen und Kinder, sagte Egeland.

Schätzungsweise ein Drittel der getöteten Zivilisten seien minderjährig gewesen. Die genaue Zahl der Toten könne derzeit noch nicht ermittelt werden, weil viele von ihnen noch immer unter den Trümmern zerstörter Häuser lägen.

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(AP/AFP)