"Wenn Profit über Menschenrechten steht": Die Opposition ereifert sich gewaltig über die mögliche Lieferung von 200 Leopard-2-Panzern an Saudi-Arabien. Doch auch führende CDU-Politiker haben nach sueddeutsche.de-Informationen erhebliche Vorbehalte gegen den Export.
Am deutlichsten wird Juso-Chef Sascha Vogt: "Profit steht über Demokratie und Menschenrechten, das ist Außenpolitik à la Westerwelle." Jürgen Trittin ereifert sich im ARD-Morgenmagazin, "dass solche Entscheidungen in einer Situation getroffen werden, wo im arabischen Raum die Völker aufstehen, für Demokratie streiten".
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Die Bundesregierung soll den Export von 200 Leopard 2-Kampfpanzer an Saudi-Arabien genehmigt haben. (© dpa)
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Der Chef der SPD-Nachwuchsorganisation und der Grünen-Fraktionschef geißeln wie viele weitere Oppositionspolitiker den möglichen Verkauf von 200 deutschen Leopard 2-Panzern an Saudi-Arabien - der Bundessicherheitsrat soll den Export bereits gebilligt haben.
Doch auch führende CDU-Politiker sind nicht glücklich über das Geschäft, wie sueddeutsche.de aus Fraktionskreisen erfuhr. In der gestrigen Fraktionssitzung kam es offenbar zu einem Wortgefecht zwischen Gegnern und Befürwortern des Deals. Bundestagspräsident Norbert Lammert, Ruprecht Polenz, Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses, und die Menschenrechtssprecherin der Unionsfraktion, Erika Steinbach, äußerten erhebliche Vorbehalte: Saudi-Arabien sei ein Land, das Menschenrechte missachte. Dieses dürfe nicht mit Waffen beliefert werden.
Für die Waffenlieferung soll sich Philipp Mißfelder ausgesprochen haben, der außenpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Sein strategisches Argument: Saudi-Arabien trage erheblich zur Stabilität in der Region bei und müsse deshalb gestützt werden. Rein wirtschaftlich argumentierten CSU-Innenexperte Hans-Peter Uhl und der wirtschaftspolitische Sprecher Joachim Pfeiffer. Sinngemäß sollen sie gewarnt haben, dass wenn nicht Deutschland die Panzer liefere, dies eben andere Staaten tun würden.
Die Bundesregierung hat den Rüstungs-Deal offiziell noch nicht bestätigt. Regierungssprecher Steffen Seibert verwies bereits am Montag auf die "übliche und auch notwendige Geheimhaltung" bei Exportgenehmigungen durch den Bundessicherheitsrat.
Damit will sich die Opposition allerdings nicht zufriedengeben. SPD und Grüne fordern die Bundesregierung auf, die Karten auf den Tisch zu legen. Der Bundestag habe ein Recht auf Auskunft, sagte der stellvertretende SPD-Fraktionschef Gernot Erler im Deutschlandfunk. Erler verwies darauf, dass der Export von Rüstungsgütern in Krisengebiete nicht zulässig sei.
Auch Grünen-Fraktionschef Trittin forderte die Bundesregierung auf, die Geheimhaltung aufzugeben und für Aufklärung zu sorgen. Zu irgendeinem Zeitpunkt müsse sich die Bundesregierung erklären, sagte Trittin. "Versuchen Sie mal, geheim tonnenschwere Panzer nach Saudi-Arabien zu liefern."
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(sueddeutsche.de)
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..... Meint die SZ damit etwa den langen Mißfelder, der zwar an Körpergröße alles überragt, aber kleingeistig Karriere bei der Kanzlerpartei macht?
Obwohl er schon im Kindergarten wußte, dass er es einmal f.a.s.t zum Bundeskanzler bringen würde, muss er wohl einen Karriereknick einplanen, und der Panzer-Deal, den er so heiß als außenpolitischer Sprecher der Unionsfraktion befürwortet hat, sollte ihm bald politisch das Genick brechen...
Ja so ist das mit den Waffenverkaeufen,schenkt man dem Staate Israel seit Jahren die neuesten U-Boote fuer lau und andere sensibele Waffensyteme,dann regt sich niemand darueber auf. Die Saudis bezahlen wenigstens diese Lieferungen,ganz abgesehen davon,wuerden sie das US Modell Abrams 1 kaufen,haetten sie was die Kampfkraft betrifft fast das selbe. Da beide Systeme was die Hauptbewaffnung betrifft identisch sind. Hier ist wie sie schon schrieben sehr viel Heuchelei im Spiel,es stimmt auch das Saudi -Arbien keine Demokrtie ist. Auf der anderen Seite ist es so,dann haetten wir von Libyen,Algerien, Iran und den anderen Staaten nie ein Fass Oel kaufen duerfen. Aber Moral ist das eine,das Fressen und Leben das andere. Nun es wird so sein,dass die USA,Frankreich,Gross-Britannien und die Urkraiene ueber das Geschaeft sauer auf Deutschland sind,die haetten lieber ihre eigebnen Produckte verkauft. Aber als es kuerzlich ueber die Lieferungen von den besagten U-Booten fuer lau an Israel ging,da haben sie alle geschwiegen,die Frage ist warum das so gewesen ist .
Diese Panzeraffäre muß JETZT aufgeklärt werden, und nicht nach neuen "Bundeslöschtagen", an denen ein Kanzler oder im Auftrag eines Kanzlers tonnenweise Daten und Akten vernichtet werden, um Ermittlungen zu verhindern oder unmöglich zu machen!
- Wer hat welche Gelder von wem kassiert oder bekommen?
- Gibt es eine Verbindung zwischen der Herstellerfirma und Politikern oder der CSU? Der Sarkasmus (wenn wir nicht liefern, liefern andere...) der CSU-Po-Litiker ist doch nur zu auffällig!
- Die "übliche und auch notwendige Geheimhaltung" kennen wir schon von Kohl, Schäuble, Schreiber, Pfahls & Konsorten... (siehe Partei"spenden"affären, Fuchs-Spürpanzer für Saudi-Arabien, Buna-Leuna-Affäre, ...)! Und jetzt wieder? Pfui!
- Die Erfahrung (Partei"spenden"affären, ...) beweist, daß die "Geheimhaltung" nur dazu dient, irgendwelche Dinge zu vertuschen! Der Bundestag hat ein 100%iges Recht auf vollständige Auskunft!
Wer macht sich wie und worurch irgendwelcher Verbrechen schuldig? Wir alle haben ein Recht zu wissen, was da passiert ist! Wir sind der Souverän, nicht die ReGIERung!
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