Der westdeutsche SPD-Politiker Burkhard Jung regiert künftig die größte Stadt Ostdeutschlands. Dennoch ist auch die CDU mit dem Ausgang der Stichwahl zufrieden.

Leipzig bleibt eine sozialdemokratische Insel im schwarz dominierten Sachsen: Mit 51,6 Prozent der Stimmen bezwang SPD-Kandidat Burkhard Jung seinen CDU-Kontrahenten Uwe Albrecht (44 Prozent) bei der Stichwahl um das Amt des Oberbürgermeisters. Im ersten Wahlgang vor drei Wochen hatte keiner der sieben Kandidaten die erforderliche absolute Mehrheit bekommen.

Burkhard Jung

Burkhard Jung (SPD) jubelt über seinen Sieg bei der Leipziger OB-Wahl (© Foto: dpa)

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Damit bleibt in Leipzig alles beim Alten. Seit der Wende regiert die SPD die größte Stadt in den neuen Ländern.

Dennoch werteten beide Seiten den Ausgang der Wahl, an der sich nur 31,7 Prozent der Wahlberechtigten beteiligten, als Erfolg. Der SPD-Vorsitzende Matthias Platzeck nannte das Ergebnis einen "überzeugenden Vertrauensbeweis" für seine Partei.

CDU-Generalsekretär Ronald Pofalla sprach von einem "historischen Ergebnis". "Das ist das beste Resultat, das wir jemals in Leipzig erzielt haben. So nah dran waren wir noch nie."

Probleme mit Olympiabewerbung

Jung wird Nachfolger von Wolfgang Tiefensee (SPD), der im Herbst ins Bundeskabinett gewechselt war. "Das ist ein guter Tag für Leipzig", sagte der 47-Jährige nach Bekanntgabe des Ergebnisses.

1991 war der Theologe Jung vom nordrheinwestfälischen Siegen nach Leipzig gekommen. 1999 holte ihn Tiefensee als Beigeordneten für Jugend, Schule und Sport ins Rathaus, später übernahm Jung das Ressort für Soziales. Als Beauftragter für die Olympiabewerbung geriet Jung wegen umstrittener Provisionszahlungen in die Schlagzeilen.

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(sueddeutsche.de/dpa)