Zehn Tage vor der Präsidentschaftswahl in Frankreich hat der Rechtsextremist Le Pen dem konservativen Kandidaten Sarkozy Gespräche angeboten. Eine Zusammenarbeit der Hardliner könnte letztendlich die Wahl entscheiden.
Er habe "von vornherein" keine Vorbehalte gegen Sarkozy und sehe "Punkte einer möglichen Einigung und Übereinstimmung", sagte Jean-Marie Le Pen der Zeitung Le Figaro .
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Anders als der amtierende Präsident Jacques Chirac habe sich der Ex-Innenminister Nicolas Sarkozy gegenüber seiner Partei Front National (FN) zudem "höflich" verhalten. Jetzt liege es an Sarkozy, ob Gespräche zustande kommen. Chirac hatte einen Dialog stets abgelehnt.
Für Sarkozy könnte Le Pen vor der zweiten Runde der Präsidentschaftswahl wichtig werden. Experten rechnen damit, dass viele Wähler der fremdenfeindlichen FN nach einem Ausscheiden Le Pens in der ersten Runde zu Sarkozy wechseln könnten.
Der 78-jährige Le Pen tritt zum fünften Mal bei einer Präsidentschaftswahl an. 2002 hatte er es angesichts der Zersplitterung der Linken überraschend in die Stichwahl gegen Chirac geschafft, musste sich dann aber mit 17,8 Prozent der Stimmen klar geschlagen geben.
Le Pen ist - zusammen mit der Trotzkistin Arlette Laguiller - der Veteran unter den zwölf Bewerbern um den Elysée-Palast. 1974, nach dem Tod von Georges Pompidou, ging er erstmals ins Rennen.
Sarkozy versucht erklärtermaßen, Le Pen Wähler abspenstig zu machen. Auch er vertritt eine harte Linie bei den Themen Kriminalitätsbekämpfung und Einwanderung. Anders als der FN-Chef verlangt er aber keinen sofortigen Stopp der Einwanderung, sondern schlägt Quoten und die Auswahl von Einwanderern nach beruflicher Qualifikation vor.
Verluste für Sarkozy
Wie unterdessen bekannt wurde, hat Sarkozy in jüngsten Umfragen Stimmenverluste hinnehmen müssen. Nach einer an diesem Donnerstag veröffentlichten Erhebung des Instituts BVA käme Sarkozy in der ersten Wahlrunde am 22. April auf 28 Prozent. Dies sind 1,5 Prozentpunkte weniger als eine Woche zuvor.
Die Sozialistin Ségolène Royal stand unverändert bei 24 Prozent, der Liberale François Bayrou ohne Veränderung bei 18 Prozent. Ein ähnliches Bild zeigte eine Umfrage des Instituts Ipsos: Sarkozy verliert dort 0,5 Punkte auf 29,5, Royal legt um einen halben Punkt auf 24 Prozent zu, Bayrou bleibt unverändert bei 19 Prozent.
Der Rechtsextreme Le Pen legt bei beiden Instituten auf 14 Prozent zu: Bei BVA entspricht dies einem Plus von zwei Punkten, bei Ipsos einem halben Punkt.
Für die wöchentliche BVA-Umfrage für mehrere Regionalzeitungen wurden am Dienstag telefonisch 953 Erwachsene befragt, die nach einem Quotensystem ausgewählt wurden. An der Ipsos-Erhebung nahmen zwischen dem 9. und 11. April 1209 Franzosen teil.
(AFP/dpa/sueddeutsche.de)
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fallen alle Hemmungen, denn ca 40% der Wähler sind noch unentschieden. Denen muss jeder Kandidat einen Schrecken einjagen vor seinen Konkurrenten, vor allem vor dem Favoriten Sarkozy. Dem wird jetzt jeder ,nicht nur der LePen ,wie jetzt schon, sogar auch die Segolene, seine unfranzösische Herkunft genüsslich ins Wählervolk reiben.