Röttgen oder Laschet (Fotos)? Wer wird Rüttgers-Nachfolger? Oder Krautscheid? In die Auseinandersetzung um den Landesvorsitz der CDU in Nordrhein-Westfalen kommt Bewegung. Zahlreiche Kreischefs plädieren für eine Mitgliederbefragung.
In die Auseinandersetzung um den Landesvorsitz der CDU in Nordrhein-Westfalen kommt Bewegung.
Bild vergrößern
Wer macht das Rennen um den Landesvorsitz? Im Gespräch sind Landes-CDU-Generalsekretär Andreas Krautscheid, Bundesumweltminister Norbert Röttgen sowie der ehemalige Integrationsminister Armin Laschet. Geht es nach dem Willen mehrerer Kreisvorsitzender, soll eine Mitgliederbefragung ein Ergebnis bringen. (© ddp)
Anzeige
Zahlreiche Kreisvorsitzende der Partei sprechen sich gemeinsam mit mehreren Bundes- und Landtagsabgeordneten für eine Mitgliederbefragung aus, sollte es am Ende mehr als einen Kandidaten für die Wahl geben.
In dem Aufruf schreiben sie, der personelle Neuanfang solle "nicht nur von einigen wenigen gestaltet werden, sondern nach unserer Überzeugung die Mitgliederbasis unseres Landesverbandes einbeziehen". Weiter heißt es: "Mit einer breit angelegten Diskussion über die Zukunft unserer Union könnten wir die notwendige Aufbruchstimmung erzeugen, mit der wir die CDU wieder zur gestaltenden Kraft für Nordrhein-Westfalen machen."
Dafür notwendig seien Regionalkonferenzen, auf denen sich die Kandidaten vorstellen. Ebenso wichtig sei die Möglichkeit für jedes Mitglied, "sein Votum für die neue Spitze abzugeben". Zu den Unterstützern gehören dreizehn Kreisvorsitzende unter anderem aus Köln, Mönchengladbach, Münster und Gütersloh, aber auch einige Bundestagsabgeordnete wie der Finanzstaatssekretär Steffen Kampeter, der für Innen und Recht zuständige Vizevorsitzende der Bundestagsfraktion, Günter Krings, und der gesundheitspolitische Sprecher der Fraktion, Jens Spahn.
Nach den derzeitigen Plänen wird sich der CDU-Landesvorstand am Dienstagabend treffen, um das weitere Vorgehen zu besprechen.
Nach bisherigen Überlegungen sollen sich mögliche Kandidaten spätestens am 30. August in einer weiteren Sitzung erklären, in den beiden darauffolgenden Wochen soll es in allen acht Bezirken Regionalkonferenzen geben, die auch als Vorstellungsrunden gedacht sind. Für den 2. Oktober ist dann ein außerordentlicher Landesparteitag geplant, auf dem der künftige Landesvorsitzende gekürt werden soll.
Derzeit gelten als aussichtsreichste Kandidaten für den Landesvorsitz der ehemalige Integrationsminister Armin Laschet, der derzeitige NRW-CDU-Generalsekretär Andreas Krautscheid und Bundesumweltminister Norbert Röttgen.
(sueddeutsche.de/gba)
Documenta-Leiterin Carolyn Christov-Bakargiev
Wird der neue Landesvorsitzende der CDU-NRW vom Vorstand vorgeschlagen und auf einem Parteitag bestätigt, heisst es sofort, der Parteitag wäre eine Alibi-Veranstaltung. Sollen aber jetzt die Mitglieder mitbestimmen können, ist es auch nicht richtig.
Ich bin dafür, dass der Vorsitzende durch die Mitglieder (Basis) gewählt wird. Denn damit kann verhindert werden, dass die Mehrheit der Mitglieder nicht mit voller Überzeugung einen Wahlkampf bestreiten können. Denn das war unter anderem auch der Grund für die Niederlage im Mai. Außerdem hat dann der Vorsitzende eine größere Verantwortung gegenüber der Basis, aber auch einen größeren Rückhalt.
Und genau so sollte es demnächst auch in der Bundespartei geschehen. Zur Zeit sieht es so aus, als wären sehr viele Mitglieder mit der Arbeit der Bundeskanzlerin sehr unzufrieden.
Das die Basis?(was immer das auch sein mag bei denen)mitreden darf ist ja echt süß!
CDU und demokratie?Das ist doch ein Kanzler Wahlverein mehr nicht!
ich dachte früher immer für christlicch demokratische Union, aber bei genauerer Betrachtung steht es heute für Club des Untergangs
bei der über Repräsentanten und das Partei-Programm von den Parteimitgliedern abgestimmt (in freier Wahl) wird... na sowas.