Das Brandenburger Landeskriminalamt ist einem Medienbericht zufolge von einstigen Stasi-Offizieren durchsetzt. Dort arbeiten sie jetzt an sensiblen Stellen.
Ihr Fachwissen ist groß, und doch sind sie die falschen an einem besseren Arbeitsplatz: Im Landeskriminalamt Brandenburg arbeiten in etwa hundert frühere hauptamtliche Stasi-Offiziere in sensiblen Bereichen, allein neun in der Abteilung Staatschutz. Das berichtet das ARD-Magazin Monitor.
Der Trakt des ehemaligen Untersuchungsgefängnisses des Ministeriums für Staatssicherheit in Schwerin (Archivbild aus dem Jahr 2001) (© Foto: dpa)
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Rainer Wendt, Bundesvorsitzender der Deutschen Polizeigewerkschaft, sieht darin ein Versagen der Regierung. "Das Landeskriminalamt ist eine Landesbehörde, die in den Bereichen Staatsschutz von überregionaler Bedeutung ist und auch in dem Bereich organisierte Kriminalität ermittelt. Dort gibt es viele Schnittstellen zur Spionage, auch zur Vorbereitung terroristischer Aktivitäten. Hier brauchen wir Ermittlungskräfte, die überhaupt keine Zweifel an ihrer rechtsstaatlichen Gesinnung lassen."
Das Innenministerium Brandenburg bestätigt auf Anfrage von Monitor, dass 58 dieser Stasi-Offiziere heute im Landeskriminalamt arbeiten. Nach Recherchen des TV-Politikmagazins sind es etwa hundert ehemalige Stasi-Offiziere, davon sind 13 sogar als Dezernatsleiter aktiv.
Das ergibt sich offenbar aus einem Abgleich der Gehaltsliste des früheren Ministeriums für Staatssicherheit und einer Liste der heutigen LKA-Beamten. Zu den Dezernatsleitern gibt das Brandenburger Innenministerium keine Auskunft, bestätigt dem WDR-Magazin aber, dass zwei ehemalige Stasi-Offiziere heute Polizeiräte im höheren Dienst sind.
Karriere nach der Wende
Einige der heutigen Dezernatsleiter hätten früher als Untersuchungsführer in der Elite-Abteilung IX der Stasi gearbeitet, die für die Inszenierung von politischen Prozessen zuständig war.
Der Historiker der Stasi-Unterlagenbehörde, Roger Engelmann, der zur Abteilung IX geforscht hat, bezeichnet das als einen Skandal. "Ich kann das kaum glauben. Ich dachte, die wären längst ausgesiebt." In Wahrheit jedoch haben die Stammhalter der Firma "Guck und Horch", wie die Stasi genannt wurde, nach der Wende Karriere gemacht.
Für die Bewachung des Wochenendgrundstückes der Bundeskanzlerin im Schutzbereich Uckermark seien auch zwei ehemalige Stasi-Offiziere verantwortlich, hieß es. Einer der beiden habe zehn Jahre für die Stasi gearbeitet, zuletzt in der Abteilung III, die auch für das Abhören von Telefonaten aus dem Westen zuständig gewesen sei.
Die in der DDR aufgewachsene Angela Merkel ignorierte einst selbst ein Angebot der Stasi. Personenschützer diesen Typs dürften der Kanzlerin kaum recht sein.
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(sueddeutsche.de/ots/woja)
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Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus. logisch das solche Profis in Amt und würde bleiben. wahr nach den zweiten Weltkrieg mit SS Gestapo Spitzen nicht anders. und am ende bekommen sie bei Enttarnung und Entlassung aus dem Amt eine fette Abfindung wetten????.
wo habe ich das geschrieben?
"...um Ihre Sicherheit und Gewissheit, das Richtige zu tun, das Richtige zu denken und von diesem ganz hohen moralischen Anspruch entsprechend über andere urteilen zu können."
Im Gegensatz zu den Schnüfflern und Berufsdenunzianten urteile ich i.d.R. nur über mich und schreibe niemandem vor, wie und was er wo zu tun hat und setze mich gleichzeitig über alle Gesetze hinweg.
Dank der Erziehung meiner Eltern (und nicht der Propaganda eines Unrechtsstaates) kann ich aber sehr wohl eine Grattler von einem ehrlichen Demokraten unterscheiden - das behaupte ich.
Und im Gegensatz zu Letzteren finden sich erstere bevorzugt bei Geheimdiensten, Geheimpolizei & Co. Eine FDGO braucht keinen Geheimdienst.
geschnallt?
DW
Solche Leute sind einem wie auch immer gearteten Staat nicht nur hörig. Sie sind vor allem skrupellos, menschenverachtend, für uns alle äußerst gefährlich. Sie sind Gift für eine Demokratie und eine menschenwürdige Gesellschaft! Sie sind genau das Holz, aus dem auch die Nazibarbaren geschnitzt waren.
Frau Merkel, der deutsche Bundeskanzler, sollte sich umgehend nach anderen Objektwachhunden umsehen. Kaum zu glauben, dass sie ihre Pappenheimer und deren Vergangenheit nicht kennt. Und es gibt leider auch bedenkliche Gemeinsamkeiten zwischen denen und Fr. M.
Vielleicht ein Grund, weshalb ausgerechnet solche Leute um sie herum sind.
Klaus
Interessant zu verfolgen welche Kommentare was für Bewertungen bekommen.
So gibt es offenbar Leser denen das Thema gleichgültig ist und die garnicht bewerten und nicht wenige die die DDR mit ihren Morden an politisch Mißliebigen, Rund um die Uhr Beschattungen zehntausender Freidenker und der geistigen Einschüchterung von Millionen ganz phantastisch fanden (doch zu feige sind das hier öfffentlich kundzutun - sowas tut ein Stasi-Mann ja auch nicht). Da wird dann konsequent rot bewertet was nicht auf Linie mit der schönen rosaroten Traumwelt ist.
Im Übrigen halte ich für realistisch was ein Vorkommentator schrieb: Viele Ex-Stasi-Täter fügten sich super in "unsere" Geheimdiesnte ein weil sie a.) kein Rückgrat haben (und das noch nie hatten) und b.) es offenbar sehr gut beherrschen sich speichelleckerisch jedem Herren anzubiedern, selbst wenn deren ethische Ausrichtung 180° konträr zueinander verlaufen. Und DAS ist in dem Fall mal kein "Ossi"-Problem sondern ein nur allzu menschliches, wie man es in jedem Land dieser Erde vorfinden kann.
weiß ich, weiß ich lange, sagen alle.
Nur eine meiner vielen, vielen positiven Eigenschaften, (siehe Profil..)
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