Mit dieser Linkspartei kann ein Sozialdemokrat im Bund nicht koalieren. Nach der Bundestagswahl wird sich entscheiden, ob Pragmatiker die Oberhand gewinnen und die Linke regierungsfähig machen. Erst dann zeigt sich auch, auf welcher Seite Oskar Lafontaine steht.
Als Erstes kehren die Soldaten aus Afghanistan heim. Unverzüglich, ohne umständliche Absprachen mit den Verbündeten und ohne Rücksicht auf die Bitten der Regierung in Kabul. Dann beginnen die Verhandlungen mit den Nato-Partnern. Sie müssen überzeugt werden, die Allianz aufzulösen.
Fordert von seiner alten Partei SPD, sie müsse sich "resozialdemokratisieren": Linksparteichef Oskar Lafontaine (© Foto:)
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Zeitgleich sind eine Menge Gesetze zu ändern. Endlich bekommen Rentner, Eltern und Arbeitslose mehr Geld. Der Spitzensteuersatz steigt auf 53 Prozent. Willkommen im roten Deutschland. Willkommen in einem Deutschland, das die Linkspartei regiert.
Lafontaines kurzfristiges Ziel
Die Wahlerfolge der Linkspartei im Saarland und in Thüringen haben die Phantasie beflügelt. Das gilt für jene, die eine Regierungsbeteiligung der Linken erhoffen ebenso wie für jene, die sie fürchten. Eine Kleinigkeit wird dabei gerne übersehen: Regierungsfähigkeit ergibt sich nicht nur aus der Höhe von Wahlresultaten.
Wem die absolute Mehrheit fehlt, der braucht Koalitionspartner. Oskar Lafontaine hat klargestellt, die SPD müsse sich "resozialdemokratisieren", um als Koalitionspartner für die Linkspartei in Frage zu kommen.
Bildlich kann man sich das so vorstellen: Franz Müntefering und Frank-Walter Steinmeier pilgern nach Saarbrücken, bitten ihren früheren Parteichef um Vergebung, und geloben die Übernahme aller wesentlichen Forderungen der Linken. Die Vorbereitungen für den Vereinigungsparteitag können dann gleich beginnen.
Dass es nicht so kommen wird, weiß auch Lafontaine. Sein kurzfristiges Ziel aber hat er mit der laufenden Debatte erreicht. Sie lenkt davon ab, dass es die Linkspartei ist, die bis zu einer Koalition den weiteren Weg zurückzulegen hat.
Leere Kassen bremsen revolutionären Eifer
Ein Blick in ihr Wahlprogramm genügt: Es will zum Beispiel Auslandseinsätze der Bundeswehr sogar dann verbieten, wenn sie unter einem Mandat der Vereinten Nationen stattfinden. Und als besondere Partner empfiehlt es ausgerechnet die "links orientierten Staaten Mittel- und Südamerikas".
Kein Sozialdemokrat könnte es verantworten, mit dieser Partei zu regieren. 2009 nicht und 2013 auch nicht. Um für die SPD, aber auch die Grünen, koalitionsfähig zu werden, muss die Linkspartei sich verändern.
Ob sie dazu bereit ist, wird sich nach der Bundestagswahl entscheiden. Dann beginnt in der Linken, die sich bisher mit programmatischen Eckpunkten behilft, die Diskussion über ein Parteiprogramm. Diese wird zeigen, ob sich die Pragmatiker durchsetzen oder die Nur-wir-haben-recht-Fraktion. Zeigen wird sich dann übrigens auch, auf welcher Seite Lafontaine steht.
Gestärkt wird der Realitätssinn durch die Beteiligung an Regierungen in den Ländern. Das erweist sich im Bundesland Berlin, wo leere Kassen revolutionären Eifer deutlich bremsen.
Die mitleiderregenden Verrenkungen der SPD im Umgang mit der Linkspartei sind unnötig. Es genügt eine klare Linie.
Wer eine andere Politik will, kommt als Koalitionspartner in Frage. Wer ein anderes Land will, nicht.
- Saarland Grüne vertagen Koalitionsentscheidung 03.09.2009
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- Politik kompakt RAF-Mitglied Hogefeld bleibt in Haft 18.05.2010
- Sahra Wagenknecht "Hartz IV weg? - In NRW leider nicht zu machen" 16.05.2010
(SZ vom 3. September 2009/odg)
Reiseknigge: Türkei
....ich erspare es mir um auf Ihren Beitrag einzugehen, bewerten kann ich Ihn auch nicht wenn man eben noch in der Nostalgie lebt.
" Gestern " war eben vor über 20 Jahren und Lenin und Stalin einschließlich Honecker sind ja nun auch seit ein paar Jahren nicht mehr unter uns.
Haben Sie noch nicht bemerkt dass zwischen Revolution und zweiten Weltkrieg so ca. 20 Jahre gelegen haben ?
Da geht es uns ja heute richtig prächtig mit dem Gestern.
Und so nebenbei....Frau Merkel ist gerade dabei deutsche und europäische Spitzen Automobil - Technologie und Technik entgegen jedweden Sachverstands für über 4,6 Mrd. an Steuer Geldern an den ( Ihren ? ) gestrigen Klassenfeind zu verhökern.
Wie geht denn so was ?
Wir sind auf einem guten Weg! Unser Staat übernimmt alle Verantwortungen und Banken, Firmen und Betriebe und sorgt so dafür, daß gesetzlich wieder Vollbeschäftigung entsteht. Wir Männer geben unseren Samen ab, Leihmütter und Ganztags-Kindereinrichtungen erledigen den Rest. Vielleicht gelingt es ja den Biochemikern, einen Ochsen mit einem Sozialdemokraten zu klonen, dann würden auch die nächsten Wahlen endlich wieder nach altem Vorbild Ergebisse wir 98,9% ergeben.
Schön wäre auch, wenn wir endlich wieder zu Ernteeinsätzen und Solidarveranstaltungen gehen könnten. Staatsfernsehen und genauere Internetkontrollen könnten die Kriminellen und Demokraten endlich abhalten!
A.Huxley läßt grüßen.
Viel Spaß und Vergnügen bei der Wahl in einer Woche, in der eine Partei sich anschickt gewählt zu werden, die gestern noch vom Verfassungsschutz beobachtet wurde und vorgestern SED hieß.
Es lebe das Vergessen!
Wohl eher nicht.
Der Demagoge und Polemiker Oskar Lafontaine lügt wieder einmal wie gedruckt und hetzt gegen die Leistungsträger unserer Gesellschaft:
Zitat Oskar Lafontaine:"Die Dax-Vorstände müssen wegen der Beitragsbemessungsgrenze bei den Sozialabgaben prozentual weniger von ihren Einkommen an den Staat abführen, als ein Junggeselle..."
Außer dass diese Behauptung auch aus NPD-Reihen hätte kommen können, ist diese Behauptung schlichtweg FALSCH. Denn DAX-Vorstände sind überhaupt nicht in der Rentenversicherung pflichtversichert. Da kann Oskar die Beitragsbemessungsgrenze anheben wie er will. Ganz im Gegenteil: Als Besserverdienender gründet man mit Gleichgesinnten eine AG (z.B. zur Vermögensverwaltung o. Ä.) und lässt sich dann zum Vorstand bestellen und ist raus aus der Rentenversicherung. Geht ganz einfach. Aber mit Steuerrecht und Betriebswirtschaft hats halt unser Oskar nicht so.
Und sie wird immer stärker..warten wir mal ab was kommt...
Und dieses dumme Gerede von SED und und ,
wer soll das bezahlen hat sich doch, glaube erledigt!
Leiderfloss das Geld nicht zu denen,die es brauchen...
....aber so lange die ARD und auch das ZDF mit sogenannten Wattebausch - Vorführ Sendungen die Zuseher verschaukeln wird sich natürlich nichts ändern.
Auch die Informations Politik lässt sehr zu wünschen übrig. Alles mehr und oder auch etwas weniger auf Schwarz / Rot hin ausgerichtet. Ich sage nur " Deppendorf " !
Gestern z.B. fand eine etwas größere Demo der Linken in Berlin gegen den Afghanistan Einsatz statt. Kein Wort darüber in den Abend Nachrichten obwohl ja die Berlin Studios der Anstalten ziemlich in der Nähe liegen.
Wenn aber der Kandidat oder die Kandidatin bei irgend einem einem Feuerwehr Fest auftreten wird das natürlich landesweit verbreitet. Merkt das denn niemand ?
Paging