Der Untersuchungsausschuss zur Kundus-Affäre beginnt. Er dient dem Zeitgewinn. Die Regierenden dürfen hoffen, dass die Aufregung sich gelegt hat, bis Erkenntnisse vorliegen.
Bundeskanzlerin Angela Merkel und ihr Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg haben im Fall Kundus Transparenz zugesagt. Das könnte zu Missverständnissen führen.
Aufklärungsarbeit nach dem Luftschlag nahe Kundus: Ein Untersuchungsausschuss soll Licht ins Dunkel bringen. (© Foto: AP)
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Kanzlerin und Minister meinen mit Transparenz vor allem die Zusammenarbeit mit dem Untersuchungsausschuss des Bundestages, zu der sie ohnehin verpflichtet sind.
Der Bürger dürfte Transparenz anders, wörtlicher, verstehen. Er wünscht Durchblick. Er will hinter der dicken Schicht aus Verdrängung und Vertuschung endlich erkennen, was zuerst in Kundus und danach in Berlin geschehen ist.
Obschon ein Untersuchungsausschuss das demokratische Mittel der Wahl ist, dient er doch erst einmal auch dem Zeitgewinn. Mantrahaft verweigert die Regierung Auskunft und verweist auf den Ausschuss. Dessen Arbeit aber wird mindestens ein Jahr beanspruchen.
Die Regierenden dürfen hoffen, dass die größte Aufregung sich gelegt hat, bis brauchbare Erkenntnisse vorliegen. Schwerer noch wiegt, dass die Arbeit des Untersuchungsausschusses wegen militärischer und nachrichtendienstlicher Geheimnisse nur mit Einschränkungen vor den Augen der Öffentlichkeit stattfinden wird. Es ist kein Verlass darauf, dass so ein vollständiges Bild entsteht.
Wirklichen Durchblick wird es nur dann geben, wenn die Bundesregierung die Geheimnistuerei auf das absolut notwendige Maß reduziert. Zwar kann sie es nicht ändern, dass der Isaf-Bericht zum Luftangriff vertraulich bleibt, weil die Nato es so will.
Niemand aber hindert sie daran, einen eigenen, offenen und umfassenden Bericht vorzulegen. Überflüssig würde die Arbeit des Untersuchungsausschusses dadurch nicht - transparenter schon.
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(SZ vom 16.12.2009)
UN-Tourismusorganisation
... einer jungfrau , Herr Brössler , oder was ?!
Wer legt dann das "absolut notwendige Maß" fest ? Der liebe Gott oder doch wieder unsere "Das- verbitte- ich- mir !-Mutti" ?!?
Nein , unsere christlichabendländische Wertegemeinschaft steht zum absoluten militärischen Geheimnisvorbehalt -... bei ihrem Terrorkrieg gegen den "Internationalen Terrorismus" . Denn anders ist die pausenlos gegen unsere Länder anbrandende Flut der Taliban-Kofferbomber nicht zu stoppen ! Wir sind die Guten ! Kriegsverbrechen ausgeschlossen . Absolut !
hat das Heft doch voll in der Hand. Wodurch fällt sie denn auf?
Sie sagt nix, sie tut nix, und vor allem merkt sie offensichtlich nix. Nun ja, Helmut, ihr Lehrer in Sachen Demokratie, hat`s ihr ja vorgemacht. Aussitzen hilft immer. Und Sitzefleisch hatte er ja genug.
Zum Thema Untersuchungsausschuss bleibt doch unterm Strich nur festzuhalten, dass der wohl der Gipfel der Geheimniskrämer werden wird. Welche grundlegend neuen Informationen sind denn da zu erwarten? Vielleicht ein paar neue Rechenkunststücke zu den Opferzahlen. Dessen sind die Menschen mit Sicherheit überdrüssig.
Dass die Kanzlerin nichts wusste, erstaunt dann nicht, wenn die Ministerien nicht verpflichtet sind, das Bundeskanzleramt zu informieren. Allerdings bleibt dann die Frage, wozu es dann eines solchen Amtes samt Kanzlerin bedarf.
Es sind ja auch erst 3 Monate vergangen. Da kann man sowas schon mal mutig fordern, ohne Konsequenzen fürchten zu müssen.
Auch ein ideologischer Betonkopf? http://www.fr-online.de/in_und_ausland/politik/doku_und_debatte/2134813_US-Diplomat-kuendigt-Ich-habe-kein-Verstaendnis-mehr.html
Irgendwann muss doch mal der Punkt kommen, an dem auch bei uns in Deutschland Einsicht erreicht wird. 69% der Bürger, glaubt man den Umfragen, sind gegen den Missbrauch der Bundeswehr in Afghanistan -- geht's noch?
"Allerdings ist eine Diskussion dieser Themen in diesem Forum seit geraumer Zeit leider nicht mehr möglich, da gewisse ideologische Betonköpfe jegliche Diskussion abwürgen. Diejenigen, welche in der Vergangenheit diese Themen mit einem MIndestmaß an Sachverstand diskutiert haben, melden sich daher kaum noch zu Wort. Leider. "
Dass Dieter Deiseroth, der von mir zitiert wurde, ein ideologischer Betonkopf sein soll, ist schon stark! Der Mann ist Verfassungsrichter und Völkerrechtler und hat enorm viel in seinem Artikel: "Jenseits des Rechts" zu sagen zu diesem Thema. http://www.fr-online.de/in_und_ausland/politik/aktuell/?em_cnt=2105270&em_loc=1231.
Vergessen wir bitte nicht, dass, seit Merkel Kanzlerin ist, ihre Regierung nur noch mit dem Bundesverfassungsgericht in Schach gehalten werden kann, zu eklatant sind die Verstösse gegen das GG durch Gesetze, die ihre jeweilige Regierung mit Hilfe eines komatosen Parlaments durchzupeitschen versucht. Bw-Einsatz im Innern, Parlamentsarmee, Abschuss von Verkehrsflugzeugen, grosser Lauschangriff auf Deutschland ...
Mir erscheint es immer mehr so, dass Frau Merkel während der Teilnahme an der Bilderberger-Tagung im Frühjahr 2005 in Rottach-Egern einer Frontal-Lobotomie unterzogen wurde -- zu ergeben ist sie der Achse USRAEL. Und solange Merkel Kanzlerin ist, wird unser GG weiter in Gefahr sein.
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