Der Krieg trifft als erstes die Zivilisten. Im Gaza-Streifen fehlt es derzeit an allem - vor allem an Hilfe für die zahllosen Verletzten.
Karen Abu Zayd ist seit 2005 Generalbeauftragte des Hilfswerks der Vereinten Nationen für palästinensische Flüchtlinge im Nahen Osten und lebt im Gaza-Streifen. Das Hilfswerk versorgt regelmäßig die gut 750 000 palästinensischen Flüchtlinge im Gaza-Streifen mit Nahrungsmitteln und unterhält zudem Arztpraxen und Schulen.
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Hilfslieferungen an die Palästinenser nehmen einen Umweg über Ägypten. (© Foto: AP)
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SZ: Wie haben Sie die Bombardierung des Gaza-Streifens am Samstag durch die israelische Luftwaffe erlebt?
Abu Zayd: Ich bin mit mehreren Mitarbeitern bei Beginn der Angriffe in einen fensterlosen Raum im Erdgeschoss unseres Gebäudes geflohen, wo wir stundenlang ausgeharrt haben. Mitunter haben die Wände gewackelt, so massiv waren die Schläge. Über unsere Telefone waren wir mit der Außenwelt verbunden und haben so erfahren, dass mindestens zehn Mitarbeiter bei den Angriffen getötet worden sind.
SZ: Wie ist die Versorgungslage in den Krankenhäusern im Gaza-Streifen?
Abu Zayd: Es ist furchtbar. Der Strom fällt oft aus, und angesichts der 700 Verletzten sind die Krankenhäuser einfach überfordert. Es fehlt an allem. Manche Krankenwagen können nicht fahren, weil es an Benzin fehlt. In manchen Kliniken gibt es noch nicht einmal mehr Einweghandschuhe, mit denen ein Mindeststandard an Hygiene eingehalten werden könnte. Es mangelt an Blutkonserven und Medikamenten, aber auch an den Möglichkeiten, Schwerverletzte nach internationalen Maßstäben zu operieren. Wir sind froh, dass Ägypten erlaubt hat, besonders schwer Verletzte über die Grenze im Süden des Gaza-Streifens in Krankenhäuser nach Kairo zu transferieren.
SZ: Weshalb sind die Krankenhäuser nicht ausreichend versorgt?
Abu Zayd: Wegen der Abriegelung des Gaza-Streifens. Seit September stecken drei Lastwagen mit Medikamenten, Infusionen, Operationsbesteck und anderem Krankenhausbedarf an der Grenze zwischen Israel und dem Gaza-Streifen fest. Die israelische Armee erlaubt die Einfuhr der Güter nicht, obwohl wir immer wieder darauf hinweisen, dass sie dringend benötigt werden.
SZ: Können Sie die palästinensischen Flüchtlinge noch mit Grundnahrungsmitteln versorgen?
Abu Zayd: Das Leben der Palästinenser im Gaza-Streifen ist ein täglicher Kampf mit dem Mangel. Wir sollten eigentlich jeden Tag rund 20 000 Palästinenser mit Mehl, Speiseöl und Zucker versorgen, aber wir mussten die Lieferungen vor zehn Tagen einstellen, weil Israels Armee keine Lastwagen mehr durchlässt. Das heißt, dass seitdem 200 000 Menschen keine Grundnahrungsmittel mehr erhalten haben.
SZ: Was essen die Menschen dann?
Abu Zayd: Sie sind relativ hungrig und ernähren sich hauptsächlich nur von Früchten und Gemüse.
SZ: Welche Auswirkungen haben die israelischen Vergeltungsschläge?
Abu Zayd: Die Abriegelung des Gaza-Streifens macht die Menschen hier im Gaza-Streifen verrückt. Sie dürfen nicht heraus. Die Vergeltungsangriffe steigern den Hass auf Israel und sorgen für größere Verbundenheit mit der Hamas.
Zoff im Bundesgerichtshof: Eine Personalie führt zu heftigen Verwerfungen – die Akte Karlsruhe. Seite Drei Jetzt lesen ...
(SZ vom 29.12.2008)
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Jede abweichende Meinung so zu behandeln, als ob sie von einem Bescheuerten käme, sagt weniger über die aus, die Sie zu treffen meinen - sondern eher umgekehrt.
hätten Sie wenigsten so kommentiert ...
_ in_ Israel abgefeuert wurden....
gehts noch ?
... aber Geld für mehrere 100 Raketen innert weniger Tage, die auf Israel abgefeuert wurden. Heilige Einfalt!
Ja wo ist denn mein Beitrag geblieben? Gerade war er doch noch da, oder nicht?
Haben wir noch freie Meinungsäußerung oder ist die auch schon denn Bach runter?
Seltsam, seltsam ( oder auch nicht...)
Mich wundert langsam schon gar nichts mehr!
Ich sehe es schon kommen: Deutschland wird eines Tages die Menge Geld an die Palästinenser zahlen müssen, die es seit über 60 Jahren an Israel zahlt - für die fortwährende Beihilfe zur Unterdrückung! (Obwohl eigentlich die Engländer das Stück Land, das sie widerrechtlich besetzt hielten und as ihnen daher auch noch nie gehört hatte, sowohl den Palästinenstern (wie großzügig, es den eigentlichen Besitzern zu versprechen...!) als auch den neu hinzugekommenen Juden zuzusagen! Das konnte ja nicht gutgehen! Aber gesunder Menschenverstand und Politiker war noch nie zu vereinen - leider! Und so schlägt sich die Weltöffentlichkeit seit Jahrzehnten mit diesem Problem herum - und ein Ende ist nicht abzusehen....
Bitte schalten Sie Ihr zensiertes Online Forum der SZ völlig ab.
So wie es die Zeitung aus der grossen Welt mit dem Redaktionsstatut bereits gemacht hat.
Das ist ehrlicher.
Dann wissen wir auch bei Ihnen endgültig wo wir dran sind.
Viele Gruesse an die Insassen des Glaspalastes am Laim.
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