Nach Thilo Sarrazins jüngster Attacke auf Hartz-IV-Empfänger hagelt es Kritik an dem Ex-Finanzsenator - besonders deutliche Worte findet die Gewerkschaft Verdi.

Nach seinen jüngsten Attacken auf Hartz-IV-Empfänger erntet der neue Bundesbank-Vorstand Thilo Sarrazin weiter harsche Kritik. Hamburgs Dienstleistungsgewerkschaft Verdi forderte am Donnerstag die Entlassung des früheren Berliner Finanzsenators.

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Thilo Sarrazin ätzt gerne mal gegen Hartz-IV-Empfänger - für seine jüngsten Äußerungen bezieht er jetzt seinerseits Prügel (© Foto: ddp)

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"Er hetzt gegen Hartz-IV-Empfänger und schürt mit seinem asozialen Gequatsche Hass auf Menschen, die sich kaum wehren können", erklärte Verdi-Landeschef Wolfgang Rose.

Sarrazin hatte Hartz-IV-Empfänger im Magazin Stern beschuldigt, zu viel Heizenergie zu verbrauchen. Rose wunderte sich, dass "so einer" noch SPD-Mitglied sein dürfe.

Von einer "sozial verantwortungslosen Äußerung, die einer geistigen Brandstiftung nahe kommt", sprach Bernd Niederland, Bundesgeschäftsführer des Sozial- und Wohlfahrtsverbandes Volkssolidarität. "Herr Sarrazin hat die rote Karte verdient, weil er sich mit seinen erneuten Äußerungen auf ein Stammtischniveau begibt, das solchen Kreisen Vorschub leistet, die soziale Ausgrenzung befürworten und der Demokratie feindlich gegenüberstehen."

Der Seniorenverband BRH (Bund der Ruhestandsbeamten, Rentner und Hinterbliebenen) bezeichnete Sarrazin als "für seine neue Aufgabe offenkundig ungeeignet". Sarrazin hatte in dem Interview auch gefordert, dass die Renten "langfristig auf das Niveau einer Grundsicherung sinken" sollen.

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(sueddeutsche.de/dpa/aho/mikö)