Der Augsburger Bischof Mixa hat mit seinen Äußerungen zum Kindesmissbrauch in der katholischen Kirche eine Welle der Entrüstung ausgelöst. Selbst Kirchenorganisationen gehen auf Distanz.
Scharfe Kritik an Bischof Mixa: Nach seinen Äußerungen, die sexuelle Revolution sei mitverantwortlich für den sexuellen Missbrauch in katholischen Einrichtungen, gehen Kirchenorganisationen auf Distanz zu dem Augsburger Kirchenoberen.
Der Augsburger Bischof Walter Mixa hat die sexuelle Revolution mitverantwortlich gemacht für die Missbrauchsfälle innerhalb der katholischen Kirche. (© Foto: dpa)
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Als verantwortungslos hat die Kirchenvolksbewegung "Wir sind Kirche" die Aussagen Mixas kritisiert. Sexuelle Gewalt gegen Kinder, auch in Internaten, habe es "lange vor der sexuellen Revolution gegeben", sagte Christian Weisner von der kirchlichen Organisation der Frankfurter Rundschau. Offenbar sei dem Bischof die "Dimension des Problems nicht klar".
"Haarsträubender" Erklärungsversuch
Auch Bernd Göhrig von der Initiative "Kirche von unten" äußerte sich kritisch über den Bischof: Er halte Mixa für "persönlich überfordert" mit dem Thema. Zudem konstatierte Göhrig eine "Krise des Führungspersonals" in der katholischen Kirche. Er warnte die in der nächsten Woche tagende Bischofskonferenz vor nur kosmetischen Beschlüssen: Es dürfe nun nicht darum gehen, das Ansehen der Kirche zu retten. Die Bischöfe müssten sich mit der Frage beschäftigen, "wie die Strukturen der Kirche diese Verbrechen begünstigen".
Die katholische Kirche bemüht sich seit dem Bekanntwerden der Missbrauchsfälle am Berliner Canisius-Kolleg um Schadensbegrenzung.
Mixa hatte in einem Interview mit der Augsburger Allgemeinen gesagt, die sogenannte sexuelle Revolution, in deren Verlauf von besonders progressiven Moralkritikern auch die Legalisierung von sexuellen Kontakten zwischen Erwachsenen und Minderjährigen gefordert worden sei, sei sicher nicht unschuldig an dem jüngst bekanntgewordenen jahrelangen sexuellen Missbrauch an Kindern innerhalb der katholischen Kirche.
Auch die Politik zeigt sich empört von Mixas fragwürdigem Erklärungsansatz. Grünen-Chefin Claudia Roth sagte der Augsburger Allgemeinen: "Es ist nicht nur haarsträubend, sondern auch eine beispiellose Verhöhnung der Opfer sexuellen Missbrauchs, wenn an diesem Skandal innerhalb der katholischen Kirche nun andere schuld sein sollen", so die Politikerin.
Der Parlamentarische Geschäftsführer der Grünen, Volker Beck, sagte dem Tagesspiegel: "Das Problem, das die katholische Kirche hat, ist viel älter als die sexuelle Befreiung." Er machte die "systematische Unterdrückung von Sexualität" verantwortlich für die Vorfälle und wies die Thesen Mixas als "historisch absurd" zurück.
Beck forderte auch, dass der Papst sich der Thematik annehmen müsse: "Die weltweiten Skandale haben etwas Systematisches an sich. Der Papst muss dafür sorgen, dass das Thema in allen Teilen der Welt zum Thema gemacht wird. Das ist das Mindeste, was die Opfer erwarten können."
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(apn/jobr/woja)
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Menschen sind fehlerhaft von der Geburt bis in den Tod!
Der Nachfolger Christi und seine Vasallen sollten es wissen,das Jesus Christus dieses laut verkündete als der Mob, eine Sünderin steinigen wollte. Hier müsste dem Klerus die ganze Deutlichkeit ihres Handeln und Tuns, Offen werden. Jedoch ist es nicht anders, als wie vor hunderten von Jahren den Ablass handelten,Glückseligkeit versprachen, und weiterhin Unfug begangen zu ihrem Nutzen, der anderen Leid unter dem Schutze von Kaisern und Königen.
Dieser Schutz ist nun Vergangenheit, hier an müssen sie sich gewöhnen. Ausflüchte und Lügen,Abwertungen und sogar Besichtigungen über die Schuld des Opfers. Haben keine Macht mehr, der Klerus hat seine Macht, seine Stellung für immer verloren.
Der Papst der Nachfolger Christi auf Erden, welche Vermessenheit, gegen über dem Menschen in seinem Namen leiden, regiert wie ein Fürst, dem seine Herkunft verloren gegangen ist.
Wir sind an einem Scheideweg angekommen, wo sich der Klerus offen Erklären muss, sein Schuld offenlegen, ein Grundlegende Reform beginnen muss, um Schaden vom Christentum zu wenden.
Das Alte ist vergangen und muss zu Grabe getragen werden, und wenn ein neuer Tag erwacht, werden wir uns an ihn halten müssen. Jesus Christus ist der weg , die Wahrheit und das Leben. das gilt für alle gleich, die sich Christen nennen, unter anderem im besonderen den Vorbildern im Klerus,die sich des Titels Nachfolger Christi bemächtigt haben.
ob man das so ohne weiteres mit zweitrangig bezeichnen kann, wenn immer wieder die gleichen, weitestgehend durch Steuergelder finanzierten Kirchenfürsten zu Hass, Intoleranz und zum Zurückdrehen der Uhren auffordern und die versammelten Schafe dann die Kritiker als kulturfremd beschimpfen.
Die wie eine Fürsprache für die kirchlichen Kinderschänder herübergekommenen, kläglichen Rechtfertigungsversuche mögen da ja nur Beweis für die Unfähigkeit sein, die komplexen Zusammenhänge des Lebens moderner Gesellschaften zu verstehen oder richtig einzuschätzen. Jedenfalls ist es wieder ein Beleg dafür, dass die Kirche und ihre Repräsentanten nicht auf der Höhe der Zeit sind und das man ihnen die Lösung moderner Problemstellungen nicht zutrauen kann.
Ich habe andernorts bereits dargelegt, dass ich Mixas Äußerungen zu diesem Thema für völlig abwegig halte, weil die Kirche aufgrund eines rigorosen Gegenkurses von dem von Mixa überzogen kritisierten "Zeitgeist" gar nicht infiziert war. Die übergriffigen Geistlichen wussten sehr wohl, was sie den Kindern, die in ihre schmutzigen Fänge geraten waren, antaten. Und sie wussten sehr wohl, dass es sich dabei - theologisch gesprochen - um schlimme Sünden handelte. Niemand in der Kirche kann sich also auf den ach so verführerischen säkularen Zeitgeist der Nach-68-er-Jahre herausreden. Die Kirche hatte nämlich alles getan, damit dieser Zeitgeist einen großen Bogen um die Kirche macht.
Mixas Aussagen zeigen dass er keine Ahnung hat und nicht fähig ist über dieses sensibles Thema zu urteilen. Wenn er der sexuellen Revolution die Schuld gibt, kann man nur ungläubig den Kopf schütteln. Man merkt dass Mixa keine einleuchtenden Argumente hat und einfach nur versucht irgendeiner anderen Sache die Schuld zu geben. Man merkt hier dass die katholische Kirche nicht mit Belastungssituationen umgehen kann. Es ist schon typisch für die katholische Kirche sich für unfehlbar zu halten und zu sagen dass die anderen schuld sind.
Wenn ein Dieb das bestohlene Geschäft anzeigt, weil es so verführerische Auslagen hatte, langt sich jeder denkende Mensch an den Kopf. Wenn ein Bischoff Mixa der Verletzung wehrloser Kinder mit den Aktivitäten einer gut verdienenden Rotlichtbranche eine Entschuldigung verschaffen will, klingt das eher nach einer misslungen Rechtfertigung, wie wir sie bei 4-Jährigen kennen, die man bei etwas ertappt hat.
Mixa hat hier eine Unwissenheit, Gleichgültigkeit und Unbelehrbarkeit demonstriert, die vor allem seiner Kirche schadet.
Die "einfachen" Gläubigen, die in solchen Fragen über ein sicheres Urteilsvermögen verfügen, dürfen sich fragen, wer hier den Anspruch erhebt, sich bei so großen Fragen wie Gott, Moral und Verantwortungsbewusstsein solche peinlichen Schlenker zu erlauben und dann noch den Anspruch auf Autorität in Glaubensfragen zu erheben.
Bischoff Mixa darf sich irren, wo er will, solange er nicht den Anspruch erhebt, der seinem Amt verliehen wurde.
Die Kirche ist das Werk von Menschen - das wird hier auf eine peinliche Art und Weise offenbar.
Der Glaube ergibt sich aus Botschaften, die wir mit dem Herzen am besten verstehen können, wenn wir die Bescheidenheit an den Tag legen, die uns unser beschränktes Verstehen auferlegt.
Den Opfern der Verfehlungen können wir nur wünschen, dass sie den Trost und die Kraft finden, die ihnen ihre Selbstachtung wieder geben kann.
Das steht hier im Vordergrund und nicht die Verirrungen eines Machtmenschen, der die Kernaussagen seines Glaubens vergessen zu haben scheint.
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