Im Vorfeld eines möglichen Friedensvertrages mit der Regierung hat der wichtigste Extremistenführer in Pakistan seinen Anhängern einen sofortigen Stopp aller Angriffe im Land befohlen.

Pakistanische Zeitungen zitierten am Donnerstag aus der Anordnung Baitullah Mehsuds, wonach diejenigen, die sie nicht befolgten, "öffentlich bestraft" würden. Ein Sprecher Mehsuds betonte aber, grenzüberschreitende Angriffe auf afghanisches Territorium würden fortgesetzt. Mehsud operiert im halbautonomen Stammesgebiet Süd-Waziristan an der Grenze zu Afghanistan und ist Chef der Tehrik-e-Taliban Pakistan (TTP), der Taliban-Bewegung Pakistans.

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Bewaffnete Männer in den Stammesgebieten Pakistans. Die Aufnahme stammt von 2004 (© Foto: Reuters)

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Nach Medienberichten hat die neue Regierung in Islamabad einen Friedensvertrag ausgearbeitet, der demnächst von Extremisten in Süd-Waziristan unterschrieben werden könnte. Nach dem vorgeschlagenen Abkommen würden die Extremisten ihre Angriffe auf Sicherheitskräfte stoppen.

Die Armee würde sich im Gegenzug schrittweise aus Süd-Waziristan zurückziehen. Den Berichten zufolge macht der Vertrag allerdings keine Vorgaben, wonach die Extremisten ihre Angriffe auf afghanisches Gebiet beenden müssen.

Mehsuds Sprecher Maulvi Omar sagte dem Urdu-Dienst der britischen BBC: "Wenn der Friedensvertrag unterzeichnet ist, werden wir nicht verpflichtet sein, unsere Aktionen gegen US- und alliierte Kräfte in Afghanistan abzubrechen."

Verträge in Nord- und Süd-Waziristan zwischen Extremisten und der damals noch von Militärmachthaber Pervez Musharraf geführten Regierung waren im Sommer 2007 gescheitert. Die im Februar neu gewählte Regierung sucht die Aussöhnung mit den Aufständischen.

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(dpa/odg)