Neues Jahr, alte Konflikte: Ende Januar wollen die Parteichefs von Union und FDP bei einem Treffen den Dauerstreit beenden. Für CSU-Chef Seehofer ist alles halb so wild.
Neues Jahr, alter Streit: Um die anhaltenden Unstimmigkeiten in der schwarz-gelben Koalition zu beenden, wollen sich die drei Parteivorsitzenden von CDU, CSU und FDP Ende Januar treffen. CSU-Chef Horst Seehofer bestätigte einen entsprechenden Bericht der Süddeutschen Zeitung. In einem Interview des RTL-Nachtjournals sagte Seehofer am Mittwochabend, dass noch für Januar ein Treffen mit CDU-Chefin Angela Merkel und FDP-Chef Guido Westerwelle vereinbart sei. Das Wort "Krisengipfel" wollte er dafür allerdings nicht verwenden.
Bei der Unterzeichnung des Koalitionsvertrages waren sie sich noch einig: Horst Seehofer (CSU), Guido Westerwelle (FDP) neben der Kanzlerin Angela Merkel (CDU). (© Foto: AP)
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Am Donnerstagmorgen begründete er den Termin mit den Worten: "Das Jahr hat neu begonnen, und da setzt man sich halt einmal zusammen. Das ist eine ganz natürliche Geschichte". Er egänzte: "Von Zeit zu Zeit werden sich halt die drei Parteivorsitzenden direkt treffen. Aber das hat nichts mit Krise zu tun, das ist Routine."
Es könnten weitere Treffen zwischen den drei Vorsitzenden folgen, berichtet die SZ unter Berufung auf Unionskreise. Vor allem in der Steuerpolitik bietet die Koalition ein Bild der Zerstrittenheit. Die Spitzen von CSU und FDP schränkten bei den traditionellen Treffen zur Kursbestimmung am Jahresanfang am Mittwoch den Spielraum für Kompromisse weiter ein. Westerwelle und Seehofer bekräftigten in scharfen Worten ihre gegensätzlichen Positionen.
Die Koalitionsführung ziehe mit der Gesprächsverabredung Konsequenzen aus dem schlechten Erscheinungsbild und dem nicht enden wollenden Streit um Zeitpunkt und Umfang weiterer Steuersenkungen.
Seehofer stänkert gegen Westerwelle
Die CSU hatte zuletzt das gemeinsame Ziel der Steuerentlastung aus dem schwarz-gelben Koalitionsvertrag infrage gestellt und damit schweres Geschütz gegen die FDP aufgefahren. Bei der Klausur der CSU-Landesgruppe in Wildbad Kreuth nannte Seehofer die vereinbarten Steuersenkungen von bis zu 24 Milliarden Euro unrealistisch. "Westerwelle wird der erste sein, der die Fahnen einrollen muss", sagte der Parteichef nach Teilnehmerangaben vor den Bundestags-Abgeordneten der CSU.
Die 24 Milliarden Euro im Jahr seien wie die ursprüngliche FDP-Forderung nach 35 Milliarden Euro unrealistisch. Laut Seehofer geht es nun darum, zusammenzustehen und persönliche Befindlichkeiten "zugunsten des Ganzen" hintanzustellen.
Bei ihrem traditionellen Dreikönigstreffen in Stuttgart hatte die FDP-Führung deutlich gemacht, dass sie im Streit um weitere Steuersenkungen mit der CDU und CSU nicht klein beigebe und auf weiteren milliardenschweren Entlastungen beharre. Parteichef Westerwelle, der danach zu einer Türkeireise aufbrach, sagte: "Manchmal rumpelt es etwas auf dem Weg, aber entscheidend ist das, was hinten rauskommt."
Rüttgers und Van Rompuy in Kreuth
Die CSU-Landesgruppe setzt am heutigen Donnerstag ihre Klausurtagung in Wildbad Kreuth fort. Als Gäste werden der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Jürgen Rüttgers und EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy erwartet. Mit Rüttgers, der sich im Mai der Landtagswahl im bevölkerungsreichsten Bundesland stellen muss, wollen die CSU-Bundestagsabgeordneten über die Veränderung der Parteienlandschaft diskutieren.
Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident hofft auf einen "Neustart" der schwarz-gelben Koalition in Berlin. Nach dem Dreikönigstreffen werde es "ein bisschen mehr Ruhe und Konzentration" geben, sagte der CDU-Vize. Er hält den Steuerstreit für "künstlich". Die Steuerschätzung, die vor dem 9. Mai - der Landtagswahl in NRW - stattfinde, werde Klarheit bringen. "Wenn's Geld nicht da ist, kann man nichts machen", sagte Rüttgers.
Mit dem Belgier Van Rompuy wollen die CSU-Abgeordneten über europapolitische Themen reden. Die CSU spricht sich in einem europapolitischen Grundsatzpapier dafür aus, "die quälenden Beitrittverhandlungen" mit der Türkei zu beenden. "Die Türkei ist meilenweit von den notwendigen politischen und wirtschaftlichen Grundvoraussetzungen für einen Beitritt entfernt", heißt es in der Vorlage.
Joachim Gauck weiß, dass seine Israel-Reise eine Prüfung ist, persönlich und politisch. Der Bundespräsident besteht auch noch eine kleine Mutprobe. Seite Drei Jetzt lesen ...
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(sueddeutsche.de/AFP/Reuters/DAPD/mati/gba)
Bilder des Tages
Die Union muss endlich aufwachen und noch rechtzeitig die Reißleine ziehen bevor die Rumpelstartprotagonisten sich häuslich einrichten. Die Mahnungen von Heiner Geißler sind mehr als ernst zu nehmen.
Die Koalition der vor der Öffentlichkeit als Wunschpartner oder bürgerlich typisierten Schwarz-Gelben ist ein fataler Irrweg.
Die Stimmenmaximierer der Liberalen 2000ff via unseriöser populistischer Versprechungen, die niemals einhaltbar sind, wie historisch bereits im südlichen Alpen-Nachbarland unter der Führung von Jörg Haider zu Genüge vorgemacht, führt uns zum finanzpolitischen Chaos und ist der schlechteste Weg, den dieses Land beschreiten kann.
Fünfmal Neujahrsansprache von Mutti sind genug. Es reicht.
Es war Unsinn, im Herbst 2009 mitten nach erfolgreich begonnener Krisenbewältigungsarbeit die halbe Mannschaft auszutauschen. Wer macht denn so was?
2010 ist Fußball-WM, da kann man von Profitrainern lernen, wie mans besser macht.
Die dominierende Publizistik der großen Meinungsmacher in Zusammenarbeit mit der etablierten Demoskopie haben die Öffentlichkeit und das Volk im Herbst 2009 auf eine schlechte Reise geschickt.
Nach der NRW-Wahl werden die Karten eh neu gemischt.
Der Begriff große Koalition für Union/SPD-Zusammenarbeit ist eine Chimäre. Viel besser für Union-SPD-Regierungsarbeit ist bzw. gleichbedeutend damit: Die soziale Koalition der politischen Vernunft !
Deutschland ist unweigerlich im Fünf-Parteien-System angekommen, da gibt es nur stabile Mehrheiten, die in schwierigen Zeiten mit der Notwendigkeit von Lösungen für große Probleme dringend vorzuziehen sind vor antiquierten dogmatischen Wünschen. Die Bezeichnung bzw. Charakterisierung von Großen oder Kleinen Koalitionen sind in der fünf -Parteienrealität der 10er Jahre des 21. Jahrhunderts anachronistisch und Feindbilder des vergangenen Jahrhunderts.
eine Fernsehserie von Helmut Dietl aus den Jahren 1979/1980.
Bei jeder der 12 Folgen konnte ich allerdings lachen - da gehörten chaotische Szenen und Krisen zum gelungenen Konzept und die Zuschauer waren erfreut ...
... bei unserer Regierung ....... seufz ...
Nicht die Gelb-Schwarze Koalition befindet sich in der Krise, sondern ganz Deutschland! Und diese Krise muss auf der Strasse gelöst werden, nicht unter sechs Augen!
... die du bist in der Waschmaschine der Gottlosen im elbslawischen Spree-Sand, gerufen werde dein Name, der da heißt Hagazussa (bei den Altdeutsch-Abergläubischen) oder Strega (bei den Lucas und Tonis aus Berlusconia) oder Ketzerin (bei Kathol-Konservis) oder auch Emanze (bei allzu Männlich-Zurückgebliebenen).
Dein Reich reicht nur bis zum Weißwurst-Äquator, jenseits dessen man(n) sich mit Pastorentöchtern auf Kanzel und Kanzlerstuhl niemals abfinden wird, dein Wille zum Divide et impera (sel. Franz-Josef, alter Max-Lateiner, errette uns) ist festgefügt und wild(badig) entschlossen, die Südingolstädter Volkspartei der Seehofer-Buam auf die Nordingolstädter Volkspartei der Gutti-Putti zu hetzen und vice versa, wie im Kabinett also auch in sechsuneinig Bavaria.
Unser täglich Hexengebräu (aus unverdauten Homburger Kröten, dem Brüderle-Wein der vorsätzlichen Leichtgläubigkeit und einer klitzekleinen Prise Machtzynokali Marke Rüttgers Club) gib uns in kleinen Dosen (recycelbar) und sieh uns nach unser verstoibertes Entsetzen über die Huberstein-Gruppe Albano-Haidria, wie wir vergeben deinen stummen ChriSoBrett-Surftrip mit der schlappen Westerwelle auf dem zugefrorenen Steinbach-Eiskanal.
Und führe uns nicht alte Vorspiegelungen vom Kreuther Paradiesbaum voll der sich hinsenkenden Steuer-Äpfel, sondern erlöse uns von den Superstitionssurrogaten, die da ausgehen vom desaströsen Stern Ifo (infernalisches Fluch-Objekt) und seinem Herrn von allen Sinnen.
Denn dein ist das hexenhammerharte Amt für erbsündige Dämonologie und die telepathologische Regie über den Tegernseer Ludus de Antichristo (in Söderlin-Schrift auf Ramsauer-Pergament) und die Rösler-katechetisch den Leyen-Laien zu verabreichende Baldrianetiquette (MerkeL: Steter Tropfen höhlt das Hirn).
Anders wäre besser (aber allzu viele haben den herbstlichen Schadenszauber nicht geglaubt und deinen Schuß nicht gehört - aaahh, schon wieder die Hexe im Kreuz!).
(Achtung, Satire - schlägt sich mühsam mit der Witchbuster-Machete durch die alt- und jungbairische Macchia an See und Hof)
"Für ein besseres Koalitionsklima"?
Es geht doch nicht um die Aussendarstellung, sondern um den Mumpitz, den diese Koalition auf dem Rücken der Bürger veranstaltet. Das Klima zwischen WW, Merkelin und Seehofer ist doch eigentlich völlig irrelevant. Und das sogar, wenn die Klimakatastrophe auch nicht vor den dreien Halt macht....
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