Krisengebiet in Westafrika Hollande besucht Truppen in Mali

François Hollande will in Mali die Städte Timbuktu und Bamako besuchen.

(Foto: dpa)

Erst vor wenigen Tagen haben französische Armee und malische Soldaten Timbuktu eingenommen. Am Samstag wird Frankreichs Präsident Hollande zu einem Truppenbesuch dorthin reisen. Außerdem will er den malischen Übergangspräsidenten treffen.

Drei Wochen nach Beginn des französischen Militäreinsatzes in Mali reist Frankreichs Staatschef François Hollande am Samstag in das westafrikanische Land. "Ich reise nach Mali auch, damit es einen politischen Dialog gibt, der es erlaubt, dass Mali, nach der Vertreibung der Terroristen, Stabilität und den Geist der Einheit wiederfinden kann", sagte der Staatschef am Freitag.

Zudem wolle er in Mali seine Unterstützung für die französischen Soldaten zum Ausdruck bringen, so Hollande. Darüber hinaus wolle er erreichen, dass afrikanische Einheiten möglichst schnell in das Land kommen. Zusammen mit Hollande werden Außenminister Laurent Fabius, Verteidigungsminister Jean-Yves Le Drian und Entwicklungsminister Pascal Canfin nach Mali fliegen, wie der Élysée-Palast am Freitag in Paris mitteilte.

Nach Angaben der französischen Tageszeitung Libération will Hollande auch in das nordmalische Timbuktu fliegen. Die Wüstenstadt, die monatelang von Islamisten kontrolliert worden war, hatte die französische Armee zusammen mit malischen Soldaten erst vor wenigen Tagen eingenommen. Zuvor reist er mit seinen Ministern in die Hauptstadt Bamako, wo er den Übergangspräsidenten Dioncounda Traoré treffen wolle.

Frankreich hatte am 11. Januar militärisch in Mali eingegriffen, um einen Vormarsch der Islamisten zu verhindern, die den Norden des Landes unter ihre Kontrolle gebracht hatten. Französische und malische Truppen eroberten inzwischen wichtige Städte wie Timbuktu und Gao im Norden zurück, die Islamisten zogen sich unter anderem in eine unwegsame Gebirgsregion im Norden zurück. Derzeit befinden sich etwa 3500 französische Soldaten in Mali.