Der russische Präsident Putin hat die Unabhängigkeitserklärung des Kosovo als einen "schrecklichen Präzedenzfall" bezeichnet. Er sieht das etablierte System der internationalen Beziehungen am Ende.

Die Unabhängigkeitserklärung des Kosovo werde "de facto das ganze System der internationalen Beziehungen zerschlagen, die sich nicht in Jahrzehnten, sondern in Jahrhunderten entwickelt haben", sagte Wladimir Putin am Freitag in Moskau bei einem Treffen der Staats- und Regierungschefs der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS).

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Das Kosovo sei ein "fürchterlicher Präzedenzfall", durch den "das ganze System der internationalen Beziehungen, wie es sich in den letzten Jahrhunderten gebildet hat, zerbrochen" werde. Die Folgen seien vom Westen nicht durchdacht worden.

Putin warnte, es handele sich bei der Unabhängigkeitserklärung um ein zweischneidiges Schwert, das auch dem Westen ins Gesicht schlagen werde.

Moskau unterstützt als Vetomacht im UN-Sicherheitsrat Serbien und protestiert vehement gegen die Unabhängigkeit des Kosovo. Moskau hatte die Vereinten Nationen aufgefordert, die Unabhängigkeitserklärung für ungültig zu erklären.

Schon zuvor hatte der russische Nato-Gesandte für Aufregung gesorgt. Russland könne sich offenbar nur noch mit "roher militärischer Gewalt" internationalen Respekt verschaffen, sagte Dmitri Rogosin am Freitag in einer Fernsehschaltung aus Brüssel. Die USA wiesen diese Äußerungen als "höchst unverantwortlich" zurück.

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(AFP/AP/dpa/sekr/gal)