Der Tutsi-General im Kongo, Laurent Nkunda, ist verhaftet worden. Menschenrechtler werfen Nkundas Kämpfern Folter, Vergewaltigung und Mord vor.

Der abtrünnige kongolesische Tutsi-General und Rebellenanführer im Kongo, Laurent Nkunda, ist in Ruanda festgenommen worden.

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Tutsi-General Laurent Nkunda ist in Ruanda festgenommen worden. (© Foto: AP)

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Das teilte der Chef der Polizei der Demokratischen Republik Kongo, John Nundi, mit. Demnach wurde der flüchtende Nkunda am Donnerstagabend auf ruandischem Territorium gefasst. Zuvor habe Nkunda den kongolesischen Regierungstruppen bei der Ortschaft Bunangana im Kongo kurzzeitig Widerstand geleistet.

In einer gemeinsamen Aktion waren Soldaten der Armeen des Kongo und Ruandas am Donnerstagabend bis vor Bunangana vorgerückt. Am Donnerstag hielten sich dort Angehörige von Nkundas Nationalkongress zur Volksverteidigung (CNDP) auf. Der CNDP agiert im Osten der Demokratischen Republik Kongo nahe der Grenze zu Ruanda.

Die kongolesische Regierung hatte dem Nachbarland Ruanda lange vorgeworfen, Nkunda zu unterstützen. Menschenrechtler werfen Nkundas Kämpfern Folter, Vergewaltigungen und Morde vor und fordern, den Rebellengeneral vor den Internationalen Gerichtshof in Den Haag zu stellen.

Schwere Kämpfe im Ostkongo

Nkunda gehört zum zum Volk der Tutsi und kämpfte während des Völkermords in Ruanda 1994 in der heute in Kigali regierenden Ruandischen Befreiungsfront (FNL). Die FNL stürzte das Hutu-Regime und setzte dem Massenmord an den ruandischen Tutsi und gemäßigten Hutu ein Ende.

Nkunda kämpft im rohstoffreichen Ostkongo gegen die Regierungstruppen sowie gegen Hutu-Milizen. Nach dem Völkermord 1994 hatten sich viele Hutus in den benachbarten Ostkongo zurückgezogen. Seit August waren immer wieder schwere Kämpfe im Ostkongo aufgeflammt. Nach UN-Angaben sind zehntausende Menschen auf der Flucht.

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(AFP/dpa/segi)