Kriminalpsychologie "Leute wie Putin mögen so etwas"

Es gibt Milliarden Menschen, aber nur 15 Persönlichkeitsstile. Jens Hoffmann über politische Boss-Typen und Narzissten.

Interview von Detlef Esslinger

SZ: Herr Hoffmann, eine Ihrer Thesen lautet: In Führungspositionen gibt es überdurchschnittlich viele Sadisten. Wieso denn das?

Jens Hoffmann: Das liegt daran, dass bestimmte Persönlichkeitstypen aggressiver und damit durchsetzungsfähiger sind als andere. Zum Beispiel der dominante Typ. Der mag es, an der Spitze zu sein. Der hat Freude an Hierarchiekämpfen. Und weil sein psychologisches Motiv Dominanz ist, ist er nicht zimperlich beim Austeilen. In seiner Extremform ist dieser Boss-Typ ein Sadist, der vor versammelter Mannschaft einen Mitarbeiter fertigmacht und ...