Der US-Senat bewilligt weitere 91,3 Milliarden für die Kriege in Irak und vor allem Afghanistan. Der Einsatz am Hindukusch wird erstmals teurer als der im Irak.

Der US-Senat hat die Haushaltsmittel für die Kriege im Irak und in Afghanistan bewilligt. Die Senatoren stimmten mit 86 zu drei Stimmen für ein Maßnahmenbündel in Höhe von 91,3 Milliarden Dollar (67 Milliarden Euro), das unter anderem die Ausweitung des Militäreinsatzes in Afghanistan abdeckt. Geld für die von US-Präsident Barack Obama angestrebte Schließung des Gefangenenlagers Guantanamo ist darin nicht enthalten.

US-Soldaten in der Nähe der afghanischen Stadt Kandahar. (© Foto: dpa)

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Die dafür vorgesehenen 80 Millionen Dollar hatten die Senatoren am Mittwoch aus dem Paket gestrichen und der Regierung Obama damit eine herbe Niederlage zugefügt. Der Haushaltsposten umfasst die Kosten für die Kriegseinsätze und die Beschaffung neuen militärischen Geräts, aber auch 6,9 Milliarden Dollar (5 Milliarden Euro) Hilfsgelder, von denen der Großteil für Afghanistan und Pakistan reserviert ist.

Die Kosten für den Krieg in Afghanistan werden wegen der geplanten Truppenaufstockung im kommenden Jahr erstmals jene für den Einsatz im Irak überschreiten. Obama hat die Entsendung von mehr als 20.000 zusätzlichen Soldaten beschlossen. Mit den Truppen zur logistischen Unterstützung wird sich die Zahl der Soldaten bis Jahresende im Vergleich zu Ende 2008 damit auf rund 68.000 mehr als verdoppeln.

Bedenken wegen der Aufstockung zeigte Admiral Mike Mullen. Der Generalstabschef befürchtet, dass Pakistan so weiter destabilisiert werden könnte. Aufständische könnten verstärkt über die kaum gesicherte Grenze fliehen, sagte Mullen bei einer Anhörung im Kongress. Die Streitkräfte täten ihr Bestes, um dem entgegenzuwirken.

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(AP/Reuters/dpa/woja/mati)