Krieg in Syrien Russland schlägt Waffenstillstand in Syrien ab 1. März vor

  • Russland hat eine Waffenruhe in Syrien vom 1. März an vorgeschlagen. Die USA fordern jedoch, alle Kampfhandlungen sofort einzustellen.
  • Russland unterstützt seit September 2015 die Truppen des syrischen Machthabers Assad mit Luftangriffen, zuletzt auch auf die Stadt Aleppo.
  • Die Friedensgespräche für Syrien sollen Ende Februar wiederaufgenommen werden.

Russland schlägt Waffenruhe vor

Russland hat einen Waffenstillstand in Syrien vom 1. März an vorgeschlagen. Das berichten die Nachrichtenagenturen Reuters und Associated Press (AP) unter Berufung auf Insider beziehungsweise US-Regierungsvertreter. Die USA fordern jedoch eine sofortige Einstellung aller Kämpfe. Nach Angaben von AP gebe es Bedenken, dass Russland und die mit ihm verbündete syrische Regierung in den verbleibenden drei Wochen versuchen würden, moderate Rebellengruppen zu zerschlagen.

Seit Ende September unterstützt Russland die Truppen des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad mit Luftangriffen. Moskau bezeichnet die Intervention als Teil einer Anti-Terror-Kampagne gegen Gruppen wie den sogenannten Islamischen Staat (IS). Es gibt jedoch Hinweise, dass die russischen Angriffe vor allem moderate Gruppen treffen, die gegen Assad und die Terrormiliz kämpfen.

Zuletzt gingen die syrischen Regierungstruppen mithilfe russischer Luftangriffe zur Offensive auf die nordsyrische Metropole Aleppo über, um dort Rebellengebiete anzugreifen. Zehntausende Anwohner wurden durch die Attacken an die Grenze zur Türkei getrieben und sitzen dort fest.

Friedensgespräche sollen Ende Februar weitergehen

Am Donnerstag beginnen in München internationale Gespräche zur Beilegung des Bürgerkriegs in Syrien. US-Außenminister John Kerry hofft auf eine Einigung zwischen Russland, den USA, Saudi-Arabien, Iran und anderen Staaten, um die Friedensgespräche wieder in Gang zu bringen. Diese waren wegen der verstärkten Kämpfe in Syrien bis zum 25. Februar von den Vereinten Nationen ausgesetzt worden.

Für ihre Teilnahme stellt die syrische Opposition Vorbedingungen. Die russischen Luftangriffe müssten beendet werden und die Bevölkerung in von ihr kontrollierten Gebieten Hilfslieferungen erhalten, sagte der Sprecher der Gruppe.