Krieg in Syrien Bei US-geführten Angriffen in Syrien sterben angeblich viele Zivilisten

  • Der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte zufolge wurden bei einem Luftangriff der US-geführten Anti-IS-Koalition mindestens fünfzehn Zivilisten getötet.
  • Die USA haben sich noch nicht zu den Vorwürfen geäußert.
  • Seit dem Beginn der Einsätze gegen den IS sollen mindestens 332 Zivilisten, davon 90 Kinder, ums Leben gekommen sein.

Bei Angriffen der US-geführten Militärallianz gegen die Dschihadistengruppe Islamischer Staat (IS) sind nach Angaben von Aktivisten in Syrien mindestens fünfzehn Zivilisten getötet worden. Sie starben der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte zufolge bei Einsätzen gegen vier vom IS kontrollierte Dörfer in der Provinz Hassaka im Nordosten des Bürgerkriegslandes.

Unter den Toten waren demnach auch drei Kinder. Zudem seien neun Dschihadisten getötet worden. Die Beobachtungsstelle mit Sitz in Großbritannien bezieht ihre Informationen aus einem Netzwerk in Syrien, ihre Angaben sind wegen der unübersichtlichen Lage von unabhängiger Seite kaum überprüfbar.

Mehr als 332 tote Zivilisten durch Anti-IS-Allianz

Der oppositionsnahen Organisation zufolge wurden seit Dienstag in der syrischen Provinz 38 Zivilisten getötet. Die Zahl der getöteten Zivilisten während der jüngsten Einsätze könnte demnach noch steigen. Wie die Organisation weiter mitteilte, starben seit dem Beginn der Einsätze der US-geführten Allianz gegen den IS im September 2014 in Syrien mehr als 4250 Menschen durch deren Angriffe. Unter ihnen waren demnach mindestens 332 Zivilisten, davon 90 Kinder.

Die USA äußerten sich bislang nicht direkt zu möglichen zivilen Opfern während der Einsätze, weder in Syrien noch im Irak, wo ebenfalls Luftangriffe gegen IS-Stellungen geflogen werden.