Krieg im Jemen USA töten bei Luftangriff "Dutzende" Al-Qaida-Kämpfer im Jemen

Luftangriffe der von Saudi-Arabien geführten Koalition treffen auch die Hauptstadt Sanaa.

(Foto: dpa)
  • Bei einem US-Luftangriff in Jemen sollen Dutzende Kämpfer eines Al-Qaida-Ablegers getötet worden sein.
  • In Jemen kämpfen Huthi-Rebellen gegen ein Bündnis rund um die international anerkannte Regierung.
  • Eine von Saudi-Arabien angeführte Koalition fliegt seit März 2015 Luftangriffe auf die schiitischen Huthis.

Das US-Militär hat einen Luftangriff auf ein Ausbildungslager des Al-Qaida-Ablegers in Jemen geflogen und dabei laut eigenen Angaben Dutzende Kämpfer getötet. Wie Pentagonsprecher Peter Cook sagte, nutzten das in einer Bergregion liegende Lager mehr als 70 Terroristen der Gruppe al-Qaida auf der Arabischen Halbinsel, kurz AQAP.

Wo genau das Camp lag, sagte Cook nicht. Jemenitische Sicherheitsbeamte und ein Augenzeuge berichteten allerdings, der Luftangriff habe eine frühere Militärbasis rund 75 Kilometer westlich der AQAP-Hochburg Mukalla getroffen, die von den Kämpfern übernommen worden sei. Ein Mitglied eines regionalen Stammes sprach am Dienstag von rund 40 Getöteten und Verwundeten in dem Distrikt Brom Maifa.

3200 tote Zivilisten seit März 2015

Im Jemen tobt seit knapp eineinhalb Jahren ein blutiger Bürgerkrieg zwischen den Huthi-Rebellen und ihren Verbündeten sowie einem Bündnis rund um die international anerkannte Regierung. Eine von Saudi-Arabien angeführte Koalition fliegt seit März 2015 Luftangriffe auf die schiitischen Huthis. Seitdem wurden nach UN-Angaben mehr als 3200 Zivilisten getötet, insgesamt gab es fast 6300 Tote. Die meisten der zivilen Opfer kamen demnach durch Luftangriffe ums Leben.

Der Bürgerkrieg hat der al-Qaida auf der Arabischen Halbinsel ermöglicht, ihr Einflussgebiet auszubauen und Städte und Regionen unter ihre Kontrolle zu bringen. AQAP-Kämpfer nutzten das herrschende Chaos auch, um tödliche Angriffe in verschiedenen Teilen des armen Landes zu verüben.