Kaum im Amt tritt Innenminister Friedrich eine Islam-Debatte los, die nicht nur der Opposition missfällt. Nun weist auch Justizministerin Leutheusser-Schnarrenberger ihren neuen Kollegen in die Schranken.
CDU gegen CSU gegen FDP: Der Krach in der schwarz-gelben Koalition geht weiter - auf mehreren Schauplätzen. Justizministerin Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) widerspricht dem neuen Innenminister Friedrich (CSU), Kanzlerin Merkel (CDU) wehrt sich gegen Vorwürfe aus der Schwesterpartei, den ehemaligen Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) in der Plagiatsaffäre nicht ausreichend unterstützt zu haben.
Anzeige
"Der Islam gehört selbstverständlich zu Deutschland", sagte Justizministerin Leutheusser-Schnarrenberger am Freitag. Bei seinem ersten öffentlichen Auftritt am Tag zuvor hatte der gerade ins Amt eingeführte Innenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) erklärt, die in der Bundesrepublik lebenden Menschen islamischen Glaubens gehörten zu Deutschland. "Aber dass der Islam zu Deutschland gehört, ist eine Tatsache, die sich auch aus der Historie nirgends belegen lässt."
Leutheusser-Schnarrenberger hingegen sagte: "Ich gehe davon aus, dass der neue Bundesinnenminister wie seine Vorgänger die Integrationsverantwortung in seinem Ressort wahrnimmt und sich für den Zusammenhalt und nicht für Ausgrenzung einsetzt."
Auch der FDP-Innenexperte Hartfrid Wolff ist der Meinung, der Islam sei "seit mehreren Generationen ein realer Teil" des Landes. "Wenn der neue Bundesinnenminister Friedrich erklärt, aus der Geschichte lasse sich die Zugehörigkeit des Islams zu Deutschland nicht belegen, meine ich: Beschäftigen wir uns lieber mit der Gegenwart!"
Kanzlerin Angela Merkel hat unterdessen die wachsende CSU-Kritik an der CDU wegen der angeblich mangelnden Solidarität gegenüber Karl-Theodor zu Guttenberg zurückgewiesen. "Die Kanzlerin ist im Übrigen überzeugt, dass Karl-Theodor zu Guttenberg die Solidarität des gesamten Bundeskabinetts, der gesamten Bundesregierung genossen hat, wofür es zahlreiche öffentliche Beispiele gibt", sagte Regierungssprecher Steffen Seibert in Berlin.
Bildungsministerin Annette Schavan (CDU) hatte in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung über Guttenbergs Plagiatsaffäre gesagt, sie schäme sich als Wissenschaftlerin "nicht nur heimlich". Seibert sagte dazu: "Die Kanzlerin wird Frau Schavan nicht rügen, sie sieht keinen Grund dafür." In dem Interview gebe es viele Belege für eine Unterstützung für Guttenberg. Der CSU-Politiker war nach der Affäre um seine Doktorarbeit am Dienstag von allen politischen Ämtern zurückgetreten.
Joachim Gauck weiß, dass seine Israel-Reise eine Prüfung ist, persönlich und politisch. Der Bundespräsident besteht auch noch eine kleine Mutprobe. Seite Drei Jetzt lesen ...
- Thema
- Schwarz-gelbe Koalition RSS
- Islam-Debatte: Attacken gegen Friedrich "Innenminister redet Blödsinn" 04.03.2011
- Neuer Innenminister zum Islam Friedrich widerspricht Wulff 03.03.2011
- Guttenbergs Zukunft Merkel spricht von KT-Comeback 04.03.2011
- CSU: Demo für den Ex-Minister 50 für Guttenberg 04.03.2011
- CSU ohne Guttenberg Held weg, alles weg 04.03.2011
- Generaldebatte im Bundestag Eingelullt in Merkels Bremszone 23.11.2011
- Haushaltsdebatte im Bundestag "Steinbrück sollte lieber weiter Schach spielen" 23.11.2011
(dpa/liv/mcs)
Stockender Kita-Ausbau
Der Islam, ist anders als von Friedrich behauptet, durchaus in historischen Quellen zu finden. So sind die Schriften der antiken Griechen ausschließlich durch arabische Übersetzungen in (Mittel-)Europa bekannt geworden, mit anderen Worten:
Das Arabische war lange Zeit eine wichtige Sprache für die Forschung: Mathematik, Philosophie, Navigation uva.
Die Migrationsbewegungen nach dem 2. Weltkrieg hingegen zielte auf billige, ungelernte Arbeiter, die unqualifizierte Arbeit in Deutschland verrichten sollten, und die den Koran auf besonders traditionelle Weise interpretierten.
Nun ist es an der Zeit, die Ewiggestrigen auf BEIDEN Seiten, an einen Tisch zu bringen, und eine grundgesetzkonforme und VERBINDLICHE Interpretation des Islam für Deutschland zu erarbeiten.
dass ausgerechnet Leute, die
- nicht jeden Sonntag in die Kirche gehen,
- nicht absoluten Gewaltverzicht üben,
- auch schon mal ne Notlüge bringen
- schon mal die Frau ihres Nächsten begehrt haben
- ihren Gegener alles andere als lieben,
ja dass sogar der,
- der neben seiner Frau mit seiner Sekretärin ein Kind gezeugt hat und
- der andere, der im Suff schon jemanden tot gefahren hat,
also kurz:
dass alle, die sich einen Dreck um ihre eigene Bibel kümmern, plötzlich
davor Angst haben, dass jeder Muslim den Koran wortwörtlich nehmen könnte.
Das machen auch nur fanatische Christen mit der Bibel und ultraorthodoxe Juden mit dem Thalmud: Eben Fanatisten.
Die sind durchaus gefährlich.
Hier aber eine gesamte Religion aufgrund 1500 Jahre alter Texte zu schmähen, ist so primitiv wie durchschaubar. Als die Texte entstanden, herrschten andere (für uns heute unvorstellbare) Zustände.
Bei der Religion geht es um die Essenz, um Werte, nicht um den Wortlaut.
Letzterer ist der damaligen Zeit und den Umständen geschuldet und ist heute nicht mehr wörtlich zu nehmen. Aber politische Fanatisten nehmen leider zu gerne auch schon mal die Religion der anderen zu wörtlich - v.a. wenn´s der Hetze dient.
Jihad in Pinneberg
In einem Hinterhof in Pinneberg liegt die Al-Sunnah-Moschee. Bis Mitte Januar fand sie außerhalb eines kleinen Kreises von Betbrüdern kaum Beachtung. Das änderte sich, als bekannt wurde, dass die Moschee einen islamistischen Prediger mit dem Namen Abu Maleeq eingeladen hatte. Maleeq war früher als Gangsta-Rapper Deso Dogg bekannt, auf Plattencovern posierte er mit einer Pistole am Kopf. Nachdem er den Islam für sich entdeckt hatte, wetteiferte er bald mit islamistischen Vorbetern. »So Gott will, wir kämpfen, fallen als Märtyrer, den Feind im Auge, im Namen Allahs«, hatte er etwa getextet.
http://www.hagalil.com/archiv/2011/02/14/pinneberg/
"Fanatismus ist der Feind - aber nicht die Religion an sich. Ausgrenzung und mangelnder Austausch schaffen diesen Fanatismus. ( 04.03.2011 um 18:35 Uhr):
In den Foren aller großen Zeitungen werden zum Thema Islam Argumente ausgetauscht, wie das vor dem Dreißigjährigen Krieg üblich war. Wir sollten aus der Geschichte lernen. Die deutsche Bevölkerung ist niemals befragt worden, ob sie einer Immigration zustimmt, die mit hoher Wahrscheinlichkeit zu einer Auseinandersetzung zwischen den unterschiedlichen Kulturen führen wird. Das Christentum hat seine Lehren hinter sich, der Islam noch vor sich. Überall auf dem Globus, wo Mohammedaner leben, brennt es, wird die Pressefreiheit unterdrückt und sind Menschen auf der Flucht. Noch ist es nicht zu spät, die deutsche Bevölkerung zu befragen. Das wird in 20 Jahren schon ganz anders aussehen.
1_Wer kein Deutsch lernt, hat sich selbst ausgegrenzt.
2_Der Islam existiert in mehreren Varianten. Allerdings ist mir von den Islamverbänden nicht einer bekannt, der die Einführung der Scharia als Rechtsnorm in Deutschland ablehnt
3_Die Mehrzahl der türkischen Moscheevereine ist im DITIB organisiert:
http://de.wikipedia.org/wiki/T%C3%BCrkisch-Islamische_Union_der_Anstalt_f%C3%BCr_Religion
"Sie untersteht der dauerhaften Leitung, Kontrolle und Aufsicht des staatlichen Präsidiums für Religiöse Angelegenheiten der Türkei in Ankara und damit indirekt dem türkischen Ministerpräsidenten".
Hier wird Politik mit Religion vermischt, hier wird versucht, die viertgrößte türkische "Stadt", die Türken in Deutschland, die auch in der Türkei wählen dürfen, zu steuern.
Hier sind keine Terroranschläge zu erwarten, allerdings Forderungen, die Integrationsversuchen entgegenstehen. (Erst türkisch, dann deutsch lernen).
4_Wenn Sie sich den VS-Bericht ihres Bundeslandes per pdf-Datei besorgen, werden Sie Dutzende von Moscheenvereinen finden, die als Ableger zumeist arabischer "Kirchen" hier ihre Gläubigen betreuen, mit zum Teil nicht GG-konformen Ideologien.
Abschließend: Wenn Sie sich mal an 1618-1648 erinnern wollen, in dem die Hälfte der deutschen Bevölkerung, 20.000.000, in einem Religions- und Machtkampf des Adels und zweier Kirchen zugrundeging, haben Sie eine der Ursachen gefunden, warum es danach zwischen Evangelen und Katholen etwas gesitteter zuging, selbst in Bayern.
Paging