Der serbische Ministerpräsident Kostunica hat die Entscheidung von US-Präsident Bush kritisiert, das Kosovo mit Waffen zu beliefern. "Es gibt bereits zu viele Waffen dort", betonte er.

Der scheidende serbische Ministerpräsident Vojislav Kostunica hat die Entscheidung von US-Präsident George W. Bush kritisiert, das Kosovo mit Waffen zu beliefern. Dies sei "ein weiterer schlechter Schritt Washingtons", der die ganze Balkan-Region destabilisieren könne, sagte Kostunica am Donnerstag.

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Zürnt den USA: Serbien Ministerpräsident Vojislav Kostunica (© Foto: AFP)

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"Es gibt bereits zu viele Waffen dort", betonte Kostunica. Statt weiteres Kampfgerät zu liefern, sollten die USA besser die UN-Charta respektieren. Damit spielte Kostunica auf die Anerkennung der früheren serbischen Provinz durch die USA an.

Der Vizeministerpräsident des Kosovo, Hajredin Kuci, begrüßte die US-Entscheidung hingegen: "Was auch immer aus den USA ins Kosovo kommt, ist willkommen. Das Kosovo bekommt immer nur gute Nachrichten aus Amerika", sagte Kuci in Pristina.

Die US-Regierung hatte ihre Entscheidung am Mittwoch als normalen Schritt nach der staatlichen Anerkennung gerechtfertigt und gleichzeitig auf die militärischen Einschränkungen in der Region verwiesen. Nach dem Plan des UN-Gesandten Martti Ahtisaari darf das Kosovo nur über eine 2500 Mann starke eigene Sicherheitstruppe verfügen, die von der NATO überwacht und ausgebildet wird.

Das Kosovo war 1999 als Folge des Kriegs der Serben gegen die albanische Bevölkerung in der Provinz unter UN-Verwaltung gestellt worden. Am 17. Februar erklärten die Kosovaren ihre Unabhängigkeit von Serbien.

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(AFP/schä/gba)