Einem Zeitungsbericht zufolge sollen Mitarbeiter der Bundesagentur für Arbeit gegen Schmiergeld Arbeitserlaubnisse für mehrere hundert ungarische Bauarbeiter ausgestellt zu haben.

Von einem entsprechenden Verdacht berichtet das in Bielefeld erscheinende Westfalenblatt. Die Zeitung beruft sich auf Kreise von insgesamt neun beteiligten Staatsanwaltschaften, nach deren Angaben gegen ein oder zwei Beschäftigte der Regionalagentur Frankfurt am Main bereits Verfahren eingeleitet worden seien.

Anzeige

Laut Westfalenblatt wird den Mitarbeitern der Behörde vorgeworfen, gegen Schmiergeld Arbeitserlaubnisse für mehrere hundert ungarische Bauarbeiter ausgestellt zu haben.

Hierfür gebe es laut Anklage eindeutige Beweise. Die Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg sei bereits aufgefordert worden, die auf kriminelle Weise zu Stande gekommenen Arbeitsgenehmigungen zu widerrufen.

Ein Behördensprecher sagte der Zeitung, es handele sich bisher lediglich um Verdachtsfälle. Jeder Einzelfall müsse nun genau geprüft werden. Solange dürften die Ungarn in Deutschland weiterarbeiten.

Leser empfehlen 
Lesetipp aus der aktuellen SZ: Die Pflicht zur Kür

Joachim Gauck weiß, dass seine Israel-Reise eine Prüfung ist, persönlich und politisch. Der Bundespräsident besteht auch noch eine kleine Mutprobe. Seite Drei Jetzt lesen ...

(AP)