Die EU hat den Bulgaren den Geldhahn zugedreht. Ein Armutszeugnis für die Regierung, findet die Opposition - und überreicht ihr symbolisch die Kündigung.
In einem symbolischen "Kündigungsschreiben" mit den Unterschriften von rund einer Million Bürgern hat die Opposition in Bulgarien erneut den Rücktritt der Regierung gefordert. Die nach Umfragen mittlerweile stärkste Partei des Landes, die bürgerliche GERB, übergab das Schreiben am Donnerstag an Ministerpräsident Sergej Stanischew. Die Rücktrittsforderung wurde von drei Oppositionsparteien mit der "Korruption, Inkompetenz und gescheiterten EU-Politik" der Regierung begründet.
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Die Opposition will seinen Rücktritt: Ministerpräsident Sergej Stanischew. (© Foto: AFP)
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In Bulgarien wächst der Widerstand gegen die Regierung, seit Brüssel Ende Juli entschieden hat, wegen Missbrauchs und Korruption EU-Gelder zu stoppen. Die EU-Kommission hatte einen Bericht vorgelegt, der ungewöhnlich scharf im Tonfall war.
In dem Prüfbericht der Kommission zur Entwicklung Bulgariens seit dem EU-Beitritt heißt es, trotz wiederholter Warnungen - zuletzt vom Dezember 2007 - gebe es "keinerlei Fortschritte" in der Bekämpfung von Korruption, Vetternwirtschaft und organisierter Kriminalität durch die seit 2005 amtierende Regierung des sozialistischen Ministerpräsidenten Sergej Stanischew.
Nachdem die EU-Kommission den Bericht vorgelegt hatte, wurden Hilfen im Umfang von rund 500 Millionen Euro für die Infrastruktur und den Agrarsektor des Balkanlandes eingestellt. Bulgarien ist seit 2007 EU-Mitglied.
Die Opposition hatte daraufhin im Parlament in Sofia ein Misstrauensvotum gegen die Regierung von Ministerpräsident Stanischew beantragt. Die von Sozialisten geführte Regierung habe mit ihrer Politik dem Land und seinen Menschen "moralische und finanzielle Schäden zugefügt". So begründeten die rechtsgerichteten Parteien diesen sechsten Misstrauensantrag nach dem Amtsantritt des Kabinetts im August 2005.
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(dpa/hai/ihe)
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Der Souverän hat reagiert. Die "Souveränen" werden es akzeptieren müssen und spätestens dann werden die Hüllen Mangelware.
habe verschiedenen interessant Projekte laufen, aber diese Kombination von Korruption und Finanzkrise macht es für Bulgarien sehr, sehr schwer überhaupt etwas anzufangen. Mission impossible.
dann hätte kein EU-Mitglied jemals auch nur das Schwarze unterm Automechanikerfingernagel als Förderung erhalten dürfen.
meines Wissens gibt es Aufnahmekriterien für Länder, die in die EU wollen. Diese waren zum Zeitpunkt der Entscheidung zur Aufnahme von Bulgarien und vermutlich auch Rumänien nicht erfüllt. Und trotzdem haben die EU-Staaten die Aufnahme gebilligt.
Da muß man sich schon fragen was die Aufnahmekriterien wert sind.
Es kann doch so einfach sein: sofern die Kriterien nicht erfüllt sind kommt kein Land mehr in die EU. fertig!
So schafft die EU kein Vertrauen bei den Bürgern und das sollte das oberste Ziel sein, da es unsere Politiker ja seid langem nicht mehr machen...
Da stellt sich bei mir die Frage nach der Türkei oder weiteren Kandidaten. Wie werden da die Kriterien angesetzt oder sind die nur pro Forma und die Aufnahme ist bereits beschlossene Sache????
Da können wir ja nur dankbar sein über die Ablehnung der Iren zum EU-Vertrag.