Obama will in Kopenhagen persönlich die Treibhausgas-Ziele der USA vorstellen - die Vorbereitungen des Gipfels bekommen neuen Schwung.
Die Aussichten für einen Erfolg der Klimakonferenz in Kopenhagen bessern sich. Erstmals wurde am Mittwoch in Washington ein Angebot für die Konferenz publik, und verkünden wird es offenbar kein geringerer als US-Präsident Barack Obama selbst. Denn der reist am 10. Dezember zur Verleihung des Friedensnobelpreises - und legt einen Zwischenstopp in Kopenhagen ein.
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Nehmen die USA auch im Klimaschutz die Führungsrolle ein? Obamas Ankündigung lässt Politiker und Umweltschützer hoffen. (© Foto: dpa)
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Damit könnten die zuletzt ergebnislosen Vorbereitungen für den Klimagipfel wieder neuen Schwung erhalten. Denn bisher galten vor allem die USA als Bremser der Verhandlungen. Zwar hatte sich Obama in der Vergangenheit stets zum Klimaschutz bekannt. Doch große Teile des Kongresses teilten seine Ambitionen nur begrenzt - weshalb ein Klimagesetz seit Wochen im Senat liegt.
Doch mit seinem Angebot an die Klimakonferenz nimmt er ein Ergebnis gewissermaßen vorweg. So will Obama dem Vernehmen nach die Senkung der amerikanischen Treibhausgas-Emissionen um 17 Prozent bis 2020 anbieten, gemessen am Jahr 2005. Bis 2025 sollten sie um 30 Prozent und schließlich schrittweise bis 2050 um 83 Prozent sinken.
Das entspricht ungefähr den Vorgaben jenes Gesetzes, das zuletzt das Repräsentantenhaus passiert hatte. Ein Entwurf mit etwas strikteren Zielen liegt derzeit im Senat, konnte dort aber noch keine Mehrheit erringen.
Die Bundesregierung zeigte sich am Mittwochabend erleichtert über den Vorstoß Obamas. "Es ist gut, dass er jetzt auf der Basis der nationalen Diskussion im Kongress ein Minderungsziel vorgelegt hat", sagte Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) der Süddeutschen Zeitung. "Das lässt hoffen, dass Amerika in Kopenhagen seine Führungsrolle doch noch wahrnehmen wird." Allerdings setze das voraus, dass die USA auch glaubwürdig zeigten, wie sie konkret ihr Ziel für das Jahr 2050 erreichen wollten. "Was sie jetzt bis 2020 weniger leisten, müssen sie später nachholen."
Zwar klingt das Minderungsziel vergleichbar jenem der Europäischen Union, die bis 2020 ihre Emissionen um mindestens 20 Prozent senken will - es ist aber weit weniger anspruchsvoll. Der Unterschied liegt im Ausgangsjahr.
Während die EU ihre Emissionen im Vergleich zum Jahr 1990 senken wollen, wählte die USA das Jahr 2005. Die starken Zuwächse der neunziger Jahre fallen damit aus der Minderung heraus. Faktisch bedeutet das amerikanische Ziel damit ein Emissions-Minus von drei bis vier Prozent gegenüber 1990.
Beobachter hatten es allerdings für unwahrscheinlich gehalten, dass die USA mit einem höheren Ziel in die Verhandlungen gehen würden - wenn überhaupt. Zwar kann rein rechtlich die Umweltbehörde EPA auch Vorgaben für den Klimaschutz machen. Das aber würde den Widerstand gegen ein Klimagesetz im Kongress weiter anfachen.
"Für Obama ist es ein Balanceakt, er muss die Bedürfnisse der Weltgemeinschaft erfüllen und darf gleichzeitig nicht den Kongress vor den Kopf stoßen", sagte Arne Jungjohann, Klima-Experte der Heinrich-Böll-Stiftung in Washington.
Umweltschützer äußerten sich verhalten optimistisch. "Es ist gut, dass Obama ein quantifiziertes Angebot vorgelegt hat", sagte Tobias Münchmeyer von Greenpeace. "Aber 2050 wird Obama nicht mehr Präsident sein. Deshalb ist besonders wichtig, wie stark die USA bis 2020 runtergehen." 17 Prozent seien da viel zu wenig.
Immerhin aber könnte das US-Angebot Bewegung in die Verhandlungen bringen. Bisher hatten wichtige Schwellenländer wie China und Indien mit Hinweis auf die USA konkrete Zusagen abgelehnt. Sie wollen sich am gemeinsamen Kampf gegen die Erderwärmung nur beteiligen, wenn auch die USA mitmachen.
Allerdings wird Obama kaum in die Verhandlungen eingreifen können. Denn die entscheidenden Gespräche finden erst statt, wenn Obama schon wieder abgereist ist, in der Zeit vom 14. bis zum 18. Dezember. Zahlreiche Staatschefs haben schon ihr Kommen zugesagt - aber für die letzten, entscheidenden Tage der Konferenz. Bei dem zweiwöchigen Treffen, das in zehn Tagen beginnt, sollen die Vertreter von 192 Staaten Grundzüge für ein neues Klimaabkommen vereinbaren. Es soll das Kyoto-Protokoll ablösen, das 2012 ausläuft.
Joachim Gauck weiß, dass seine Israel-Reise eine Prüfung ist, persönlich und politisch. Der Bundespräsident besteht auch noch eine kleine Mutprobe. Seite Drei Jetzt lesen ...
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(SZ vom 26.11.2009/liv)
Obama zeichnet Bob Dylan aus
Abwiegeln, Verharmlosen und auf der anderen Seite Übertreiben gehören zum Geschäft. Welche Schlüsse lassen sich daraus ziehen? Die Wüsten breiten sich nur bis nächstet Jahr aus, dann wird alles wieder grün? Die Gletscher, welche fast weg oder bereits ganz weggeschmolzen sind, sind in ein paar Jahren wieder da? Der Meeresspiegel wird wieder sinken, nachdem er erst 2cm gestiegen ist und bevor er erst richtig begonnen hat zu steigen? Keine Moskitos mehr am Oberrheingraben? Keine schneefreien Winter mehr?
Schön, bitte weiter erzählen. Wer verbreitet solche schönen Nachrichten- und vor allem - weshalb und warum? Sind das die Wirtschaftskreise, welche sich ständig die Steuern senken lassen und damit unser Land jeder Zukunftsfähigkeit berauben?
Die Nachricht hör ich wohl - allein mir fehlt der Glaube.
Die ganze Konferenz ist eine Konferenz der Betrüger. Betrogen werden die Bürger der Welt denen vorgemacht wird das Klima wäre sterbenskrank und könne nur duch stärkste Einschränkungen gerettet werden. Durch ständige Indoktrination, auch in diesem Presseorgan, ist die Bevölkerung schon so gehirngewaschen und ängstlich, dass alles geglaubt wird.
wer das alles nicht glaubt sollte sich mal kundig machen und richtig böse werden!
http://www.wahrheiten.org/blog/
http://alles-schallundrauch.blogspot.com/
www.eike-klima-energie.eu
www.klimaskeptiker.info
wo auch weitere Links vorhanden sind.
Ausserst "kreativ" sind auch die Klimaziele Chinas. Dort hat man die Absicht bis 2020 die Treibhausgasemissionen auf 45% von 2005 am BIP zu bemessen. Und dabei ist noch gar nicht bekannt ob das BIP für die Zukunft inflationsbereinigt zugrundegelegt wird.
Senken kann man ja in diesem Falle nicht mit Sicherheit sagen.
Seit 2005 ist die Wirtschaftsleistung Chinas mit jährlichen Wachstumsraten von etwa 8% geradezu explodiert.
Geht man davon aus, daß die nächsten 11 Jahre sich dieser Trend fortsetzt, wird 2020 sich das BIP gegenüber 2005 mehr als verdreifacht haben.
Das heißt nichts anderes, daß China bei weiteren positiven Wachstum 2020 50% mehr Treibhausgase ausstoßen kann, ohne das eigene Versprechen zu brechen.
Und dann helfen noch 15 Jahre Inflation zusätzlich die selbstgesteckten Klimaziele per Zauberhand zu erreichen.
Ein Witz.
Aha!
Auch mein Beitrag bezieht sich nicht wirklich auf den oben stehenden Artikel, wo es um die Klimakonferenz und Obama, bzw. die diesbezüglichen amerikanischen Positionen geht.
Mein Beitrag war der Versuch die teilweise skurielen Grundsatzdiskussionen abblocken, in denen der Klimawandel tatsächlich bestritten wird. In dem netten und "fundierten" Beitrag von Faltbacke wird dies ja gottseidank nicht gemacht.
Was soll das Ganze? Alles eine riesiges Geschäft. Solarwirtschaft, Windenergie-Konzerne, alle verdienen auf unsere Kosten. Wahrscheinlich sind die vielzitierten 98% der Wissenschaftler eingekauft oder schreiben einfach bei anderen ab. CO2 gab es schon immer. Und Erderwärmung auch. Ein paar Grad mehr täten uns eher gut und würden unsere Handelsbilanz aufbessern, da weniger Erdöl zum Verfeuern und Verstromen eingeführt werden müsste. Peter49 wälzt sich in Katastrophen-Szenarien, die so wahrscheinlich nicht eintreten.
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