Nach dem Gipfel ist vor dem Gipfel: An das Krisentreffen im Kanzleramt knüpft Angela Merkel hohe Erwartungen. Maßstab soll die Sicherung von Arbeitsplätzen sein.

Die Prognosen sind düster. Zahlreiche Experten sehen für Deutschland im kommenden Jahr ein negatives Wachstum voraus. Die Bundesregierung pocht dagegen noch auf ihre Schätzung, die Wirtschaft wachse um 0,2 Prozent. Jetzt haben die Ereignisse der vergangenen Wochen offenbar auch zu einem Umdenken in Berlin geführt. In ihrer aktualisierten Prognose sage die Regierung ein Schrumpfen der Wirtschaft um zwei Prozent voraus, berichtete das Nachrichtenmagazin Der Spiegel. Zwar dementierte Wirtschaftsminister Michael Glos (CSU) umgehend, doch Maßnahmen gegen den Abschwung wird es offenbar trotzdem geben. Welche das sein könnten, wird am Sonntag im Kanzleramt besprochen.

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Auf Gipfel-Tour: Bundeskanzlerin Angela Merkel. (© Foto: Reuters)

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Vor dem Treffen gab sich Kanzlerin Angela Merkel (CDU) schon einmal optimistisch - trotz weltweiter Wirtschaftskrise. "Deutschland ist ein starkes Land. Ich bin zutiefst davon überzeugt, dass wir Deutschen diese Herausforderungen meistern werden", sagte sie der Bild am Sonntag.

Unter der Leitung Merkels berät ein Krisengipfel mögliche neue Maßnahmen zur Konjunkturbelebung. Im Kanzleramt werden führende Vertreter der Wirtschaft, Banken und Forschung erwartet. Die Sicherung von Arbeitsplätzen in der Wirtschaftskrise soll im Mittelpunkt stehen.

Neben einer Reihe von Bundesministern werden im Kanzleramt Topmanager, Bankenchefs, Ökonomen sowie Vertreter von Wirtschaftsverbänden und Gewerkschaften erwartet.

Vor dem Gipfel wurden Stimmen mehrerer Teilnehmer laut, die ein zweites Konjunkturpaket der Bundesregierung forderten. Merkel und ihr Stellvertreter, Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD), haben aber bereits deutlich gemacht, dass mit Entscheidungen am Sonntag nicht zu rechnen ist.

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