Nach Kämpfen mit den Rebellen der Hema-Miliz UPC sind Milizen des verfeindeten Lendu-Stamms in die Bürgerkriegsstadt Bunia im Osten der Demokratischen Republik Kongo einmarschiert. Rund 500 Kämpfer seien in die Hauptstadt der umkämpften Provinz Ituri eingerückt, sagte eine Sprecherin der UN-Mission MONUC.
Die Milizionäre gehörten zur Patriotischen Widerstandsfront Ituris (FRPI). Die Lendus sind in der Region in der Mehrheit und liefern sich seit Wochen erbitterte Kämpfe mit Rebellen der Hema-Minderheit.
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Der Chef der von den Hema dominierten Union Kongolesischer Patrioten (UPC), Thomas Lubanga, sagte, seine Miliz schlage den Angriff der FRPI zurück.
Wie UN-Beobachter mitteilten, waren rund um das UN-Areal Schüsse aus Mösern und Gewehren zu hören. Angesichts der neuen Kämpfe seien die Bewohner aus der Stadt geflüchtet, hieß es.
Die in der Provinz Ituri gelegenen Stadt war im vergangenen Mai Schauplatz von heftigen Kämpfen zwischen Milizen der Volksgruppen Hema and Lendu. Dabei wurden nach Angaben von Hilfsorganisationen fast 500 Menschen getötet.
Erst am Freitag waren die ersten französischen und britischen Soldaten zur Vorbereitung des EU-Friedenseinsatzes in Bunia eingetroffen. Die EU hatte am vergangenen Mittwoch auf Bitten der Vereinten Nationen der Entsendung der französisch geführten Truppe zur Unterstützung der UN-Mission für das Land zugestimmt. Frankreich will den größten Teil der EU-Streitmacht von rund 1400 Soldaten stellen.
Angesichts der dramatischen Lage im dem afrikanischen Bürgerkriegsland hat sich auch der Bundestag in Berlin für eine Unterstützung der Mission ausgesprochen
(sueddeutsche.de/dpa/AFP)
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