Kanzlerin Angela Merkel hat derzeit an vielen Fronten zu kämpfen. Nun kommt mit Sachsens FDP, die sich vom Präsidentschaftskandidaten Wulff distanziert, ein neues Problem hinzu.
Die Krise der schwarz-gelben Koalition nimmt verheerende Ausmaße an. Führende Vertreter sagten, man komme mit der Zahl der Konflikte und der Geschwindigkeit, in der neue entstünden, kaum nach. Am Freitag geriet sogar die Wahl von Christian Wulff zum Bundespräsidenten in Gefahr. Als erster FDP-Landesverband setzte sich der sächsische von der Koalition ab und verzichtete auf eine Wahlempfehlung. Auch Wulff selbst geriet wegen seiner Weigerung, vorzeitig als Ministerpräsident zurückzutreten, unter Druck. Hinzu kam ein offener Konflikt zwischen Kanzleramt und Verteidigungsministerium.
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Die Zahl der zu lösenden Konflikte steigt für Angela Merkel nahezu täglich. (© ap)
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Erst am Donnerstag hatte die Kanzlerin Hoffnungen auf eine Rettung des Autobauers Opel mit Bundesmitteln enttäuscht und kurz danach auf dem Bildungsgipfel die Ministerpräsidenten aller 16 Bundesländer gegen sich aufgebracht. Am Freitag erreichte eine weitere Hiobsbotschaft die Koalition: Die sächsische FDP spricht ihren Vertretern in der Bundesversammlung keine Wahlempfehlung aus. Wie die Partei mitteilte, hatte sich bei Gremiensitzungen des Landesvorstands und des Landesparteirats eine überwältigende Mehrheit für den Kandidaten von SPD und Grünen, Joachim Gauck, ausgesprochen. Die Sachsen-FDP entsendet voraussichtlich drei Wahlmänner in die Bundesversammlung. Auch die Thüringer FDP hält sich ihre Entscheidung für den 30. Juni weiter offen. Er könne nicht verhehlen, dass er große Sympathien für Gauck empfinde, sagte Fraktionschef Uwe Barth.
Wulff legte am Freitag nach heftiger Debatte in Hannover sein Abgeordnetenmandat im Landtag nieder. Damit löste er das formale Problem, dass ein Parlamentssitz mit dem Amt des Bundespräsidenten nicht vereinbar ist. Außerdem kündigte Wulff an, seinen Sitz im VW-Aufsichtsrat in der kommenden Woche abgeben zu wollen. Die SPD fordert aber auch Wulffs sofortigen Rücktritt als Ministerpräsident.
In Berlin brach außerdem ein Konflikt zwischen Kanzleramt und Verteidigungsministerium offen aus. Im Auftrag des Kanzleramts hatte das Innenministerium ein Gutachten über die Frage erstellt, ob die von der Opposition beantragte Gegenüberstellung von Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg mit dem von ihm entlassenen Staatssekretär Peter Wichert und dem ehemaligen Generalinspekteur Wolfgang Schneiderhan im Kundus-Untersuchungsausschuss zulässig sei. Innenministerium und Vizeregierungssprecher Christoph Steegmans erklärten, der Auftrag für das Gutachten sei mit dem Verteidigungsministerium abgestimmt gewesen. Der Sprecher des Verteidigungsministeriums bestritt dies. Den Vorwurf einer Intrige gegen Guttenberg wiesen Regierungsvertreter zurück.
Der Konflikt um die Zukunft der Wehrpflicht hatte das Verhältnis der Kanzlerin zu Guttenberg bereits während der Regierungsklausur am vergangenen Wochenende belastet. Guttenberg bekräftigte am Freitag im Bundestag, die Strukturreform der Bundeswehr könne zur Auflösung der Wehrpflicht führen. Auch Merkel schloss ein Ende der Wehrpflicht nicht aus. Dagegen setzte sich Unions-Fraktionschef Volker Kauder massiv für den Erhalt der Wehrpflicht ein: "Ich bin überzeugt, dass die Wehrpflicht erhalten bleiben muss", sagte Kauder der Süddeutschen Zeitung. Der Unionsfraktionschef warnte Guttenberg aber indirekt vor Alleingängen. "Die Entscheidung ist im Parlament zu treffen", sagte er.
Joachim Gauck weiß, dass seine Israel-Reise eine Prüfung ist, persönlich und politisch. Der Bundespräsident besteht auch noch eine kleine Mutprobe. Seite Drei Jetzt lesen ...
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(SZ vom 02.01.2011/wolf)
... die du bist in der Waschmaschine des märkischen Olympos, gerufen werde dein Name, der da heißt Große Göttin Hera Boops, Tochter des Kohlos und der DeDeRhea.
(Gesetzt den Fall, Dein Herr und Meister, der donnernde Kohlos, wäre nicht schon hinfällig und schwach, sondern der unumschränkte Herrscher und Blitzeschleuderer - was, glaubst du, würde in einer Götterversammlung kurz vor dem Untergang Trojas geschehen?!)
Der Vater aller Sterblichen und aller Unsterblichen antwortete: Glaub nicht, daß du jemals alles erfahren wirst - auch wenn du meine ungeratene Tochter bist: Dazu sind meine Gedanken viel zu tiefgründig. Was für dich bestimmt ist, das erfährst du immer noch als Erste vor den Göttern und Menschen. Drum hör auf, mich zu verhören!
Worauf ihm seine Tochter Hera ihre treuherzigsten Kuhaugen machte: Eure fürchterlich vornehme Majestät ... was hast du bloß vor? Ich hab da den Verdacht, der Sohn der Alten von der Wirtschaft, Rolandos Gastronomos, hat dich zu was beschwatzt.
Damit jedoch blitzte Hera bei Kohlos, dem Herrn der Wolken und der wolkigen Rede, schnell ab: Das begreife einer, dein ewiges Mißtrauen hört wohl nie auf. Damit erreichst du bloß, daß ich noch aufgebrachter werde. Selbst wenn dein Verdacht richtig wäre, mein Wille geschieht. Bleib nur still sitzen auf deinem Thron und tu, was ich dir sag; ich warne dich, die anderen Götter werden dir keine Hilfe sein. Muß ich denn wirklich erst aufstehen und dir ein paar langen?
Da weiteten sich Heras Augen nun, diesmal aber vor Angst; sie biß sich auf die Zunge, ihre Ellenbogen weiß am Sessel - und die Himmelsgötter waren wie vor den Kopf geschlagen. Einzig der für seine Ungeschicklichkeit bekannte Guidophaistos ergriff das Wort und kam seiner Gefährtin Hera gedankenschnell zur Hilfe:
Was für ein schwarzer Tag. Nicht auszuhalten, wie ihr euch wie zwei Dohlen streitet, bloß wegen ein paar Sterblicher. Nimm es einfach hin, Gefährtin, selbst wenn dir das schwer fällt - ich will nicht ohnmächtig zuschauen, wie du verprügelt wirst. Es ist unmöglich, sich gegen unseren Olympier auf die Hinterbeine zu stellen. Als ich das letzte Mal für dich eintrat, packte er mich am Fuß und warf mich über die Schwelle des Himmels.
Schweißgebadet wachte die weißärmige Wäscherin auf, saß senkrecht in ihrem Bette: Oh gute Göttin, es ist ja nur ein böser Traum. Gleich will ich nach dem Mechaniker schicken, der mir dieses unwillige Fraktionsgefährt repariere. Oh Gott, we
... Gewitterwolken ziehen über Deutschland auf !
Wird uns noch jemand retten können ?
Was ist, wenn Jogi Löw jetzt auch noch die Kontrolle über seine Mannschaft verliert ? Naht dann das Ende ???
kommt auch daher, dass jeder dem anderen einen möglichst grossen Teil des Wahlbetruges zuschieben will. Ausserdem dürften die ständig sinkenden Umfragewerte den Wahlbetrugs-Zuschiebekampf noch verstärken, so dass sie sich gegenseitig nicht einmal das Schwarze unter den Fingernägeln gönnen und sich heftig beschimpfen.
Sie hatte nie die Kontrolle über die Koalition.
Jetzt fehlt nur noch ein Vorrunden-k.o. der deutschen Fußballer und Deutschland geht seiner Rettung vor diesem Regierungs-Phantom Merkel/Westerwelle/Seehofer entgegen.
Ich drücke den gegnerischen Mannschaften schon mal die Daumen ...
Paging