Der türkische Premier Erdogan reist nach Washington. Er muss von dort konkrete, weitgehende Zusagen mitbringen, wenn er zu Hause die Armee noch stoppen soll.
Der Countdown läuft. Viel steht auf dem Spiel, wenn der türkische Premier Recep Tayyip Erdogan diesen Montag in Washington eintrifft. Es ist der Besuch des Regierungschefs der Nation mit der zweitgrößten Nato-Armee beim Oberbefehlshaber der größten.
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Benötigt dennoch die Unterstützung der USA: Premier Recep Tayyip Erdogan. (© Foto: Reuters)
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Die Türkei und die USA verbindet eine Allianz, die ein halbes Jahrhundert alt ist. Dabei sind die Türken für die Amerikaner eine so seltene wie kostbare Spezies: Verbündete in einer Region voller Feinde. Eine islamische Nation dazu, und noch mehr - eine, die auf dem Weg ist zur westlichen Demokratie. Man sollte meinen, dass die USA sich ins Zeug legen, um eine solche Freundschaft zu erhalten. Sie taten es aber nicht in den vergangenen Jahren.
Wenn US-Präsident George W. Bush Erdogan empfängt, dann trifft er auf den Führer eines Volkes, dem unlängst eine Studie attestierte, heute das antiamerikanischste der Welt zu sein.
Nur neun Prozent aller Türken, meldet das Pew Research Centre in Washington, sehen die USA in einem positiven Licht (sogar unter den Palästinensern waren mehr Amerika-Freunde zu finden). Vielleicht noch schockierender: Die Mehrzahl gab an, die USA seien im Moment die größte Gefahr für die Sicherheit der Türkei. Und bei aller Liebe der Türken zu Verschwörungstheorien muss man sagen: Diesen desaströsen Verlust von Ansehen hat sich Bushs Regierung selbst eingebrockt.
Bush, der von aller Welt Solidarität im Kampf gegen den Terror verlangt, hat die Türkei im Stich gelassen, als sie selbst vom Terror getroffen wurde. Mehr als 200 türkische Zivilisten und Soldaten hat die PKK vom Nordirak aus allein in diesem Jahr getötet.
Die USA beließen es bei Worten und Vertröstungen. Die für die Türkei unbegreifliche Untätigkeit Washingtons schürte in Ankara böse Verdächtigungen: Wollen die USA die Türken bestrafen für deren Weigerung von 2003, US-Truppen über türkisches Territorium hinweg in den Irak einmarschieren zu lassen? Halten sie gar ihre schützende Hand über die PKK, weil deren Schwestertrupp PJAK ebenfalls vom Nordirak aus Anschläge im verhassten Iran unternimmt?
Die Enthüllung, dass die PKK US-Waffen zugespielt bekam, empörte die Türken noch mehr, auch wenn Washington versicherte, es müsse sich um Korruptionsgeschäfte handeln.
Brauchte es erst die Androhung eines Krieges, um die USA zum Handeln zu bringen? Handelt Bush nun wenigstens? Man kann es nur hoffen. Erdogan muss konkrete, weitgehende Zusagen aus Washington mitbringen, wenn er zu Hause die Armee noch stoppen soll.
Es ist kein Geheimnis, dass militaristische Kreise in der Türkei die Kriegshetze auch betreiben, um die Demokratisierung des Landes aufzuhalten. Wenn die USA Erdogan jetzt nicht unter die Armee greifen und die nordirakischen Kurden dazu bringen, dass diese die PKK-Büros und -Lager schließen sowie die Führer der Terrorgruppe verhaften, dann drohen nicht nur Militärschläge, dann könnte die türkische Demokratie das nächste Opfer sein.
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(SZ vom 5.11.2007/woja)
ICE-Strecke
Ich gebe Ihnen Recht, dass wenn möglich ein Lösung ohne militärische Mittel vorzuziehen wäre, denn militärisch kann man bestenfalls Teilerfolge erziehlen, das Problem jedoch nicht lösen. Um das Problem zu lösen, müssen leider mehrere Faktoren gleichzeitig zutreffen: Zum einen muss der türkische Staat weiterhin ernsthaft eine Verbesserung der Lebensumstände und der kulturellen Freiheiten der Kurden in der Türkei erreichen. Zum anderen muss die kurdische Bevölkerung komplett die Unterstützung der PKK einstellen. Es kann nicht sein, dass eine terroristische Organisation in irgend einer Art verharmlost oder noch schlimmer verherrlicht und materiell unterstützt wird. Genau so wichtig ist jedoch, dass die PKK keine Unterstützung von anderen Ländern erhält. Dazu zählen die Schliessung aller Einrichtungen, die die PKK unterstützen. Es kann nicht sein, dass die PKK ihre Propaganda über Medien in Europa ungestraft verbreiten kann. Um nicht missverstanden zu werden: Ich will nicht die Pressefreiheit etc. angreifen. Aber es ist in Deutschland z. B. diverse Rechtsradikale bzw. antisemitische Äußerungen, Kundgebungen etc. verboten; zu gutem Recht. Genau so müsste jedoch Terror-Propaganda (egal ob PKK, Al Quaida, ETA etc) von den Strafbehörden verboten und verfolgt werden. So lange die PKK über diese Propagandamittel verfügt, werden die ersten beiden Faktoren nicht vernünftig zum Tragen kommen, da sie mit ihrer Propaganda die Ziele und Erfolge torpedieren kann. Wenn man lange genug zündelt, bricht irgendwann auch ein Feuer aus. Ich gehöre nicht zu den Verschwörungstheoretikern, jedoch scheint es in diesem Fall wirklich so zu sein, dass manche (vermeintlich westliche) Länder nicht wollen, dass der PKK-Terror aufhört. Es scheint ihnen sogar sehr gut zu passen. Anders sind die eine andere oder andere Handlung dieser Länder nicht zu interpretieren. Am Schlimmsten ist hierbei, dass diese die Menschenrecht ja so hoch achtenden Länder genau diese Rechte in diesem Fall mit den Füssen treten, denn sie billigen und fördern, dass unschuldige Menschen (Türken und Kurden) unnötig Leid ertragen müssen! Das ist schändlich!
Ich finde die Lage dramatisch genug. Da sehe ich wenig Grund für weitere übertreibungen. Die Politik der derzeitigen türkischen Regierung erweckt nicht den Anschein, dass man unbedingt einen Krieg im Irak anzetteln will. Dementsprechend kann ich ihre Behauptung, der Ministerpraesident wolle einen Krieg, nicht nachvollziehen. Auch die Bewertung des politischen Systems als Diktatur erschliesst sich mir nicht. Im Gegenteil, die Demokratie in der Türkei erweist sich in den letzten Jahren immer wieder als stabil. Wenn es nach den Orakeln der Kommentierer in den Foren hier gegangen waere, haetten wir laengt einen türkisch besetzten Nordirak, einen islamischen "Gottesstaat" in der Türkei, deren Aufspaltung in Kleinstaaten und mindestens ein Dutzend Putsche erlebt. Ist bisher alles nicht eingetreten. Die letzten Entwicklungen, in denen man im Irak und den USA auf die Sicherheitsprobleme der Grenzen eingeht, sehe ich auch eher positiv. Vielleicht macht man sich ja tatsaechlich wieder daran, nach einer Lösung des Konflikts zu suchen. Es gibt genug Leute, die nicht einsehen, warum sie sich und andere für derartige Kriegereien verheizen lassen sollten.
das wussste man doch schon früher oda?
die pkk hat überall auf der welt unterstützung und sogar mein nachbar hatte mal flyer mit spende es ist echt der wahnsinn
deutschland is am schlafen der winterschlaf is glaub ich immernoch nicht zu ende
von wegen demokratie bla bla demokratie gibt es nciht is nur eine schein politik die den menschen den anschein gibt volksbestimmung so was hats nie gegeben wirds nicht geben..
dann möchte ich betonen tayyip is nicht der mann der den krieg stoppfen will oda jegliches ganz anders rum er will den krieg so wie es das militär will und keiner kann das jetzt stoppen!
es ist schon lustig wie die deutschen medien drauf schaun DEUTSCHLAND WACH AUF SCHAU DIR DEINE POLITIKER AN WENN ES DEMOKRATIE GIBT DANN IS DAS DIKTATUR
:D