Die fünf Vetomächte im UN-Sicherheitsrat und Deutschland konnten sich nicht über mögliche Sanktionen im Iran-Konflikt einigen. Die USA konnten sich mit ihrer harten Linie nicht durchsetzen, China und Russland sprachen sich erneut gegen Sanktionen aus.
Diplomaten der fünf ständigen Mitglieder im UN-Sicherheitsrat und Deutschlands haben sich in Moskau noch nicht auf eine gemeinsame Linie im Iran-Konflikt einigen können.
Der iranische Präsident Ahmadinedschad bei einer Militärparade. Bis jetzt konnte keine Einigung erzielt werden, ob Sanktionen gegen den Iran verhängt werden sollen. (© Foto: dpa)
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Die Vertreter der an den Gesprächen beteiligten Regierungen hätten zwar "die Notwendigkeit einer harten Antwort" anerkannt, sagte der Staatssekretär im US-Außenministerium, Nicholas Burns. In der Frage möglicher Sanktionen sei aber keine Übereinkunft erzielt worden. Burns deutete an, dass weitere Gespräche erforderlich seien.
In Washington hatte US-Präsident George W. Bush zuvor erklärt, dass alle Optionen offen seien. Zu Fragen nach einem möglichen Militäreinsatz fügte er allerdings hinzu: "Wir wollen diese Angelegenheit diplomatisch lösen, und wir arbeiten hart daran."
Der Präsident rief zu gemeinsamen Anstrengungen all jener Staaten auf, die sich einer Gefahr iranischer Atomwaffen bewusst seien. Die US-Regierung stehe in engem Kontakt mit der EU-Dreiergruppe aus Deutschland, Frankreich und Großbritannien, sagte Bush. Er wolle auch den chinesischen Staatspräsidenten Hu Jintao bei dessen Besuch in Washington am Donnerstag aufrufen, den Druck auf den Iran zu erhöhen.
Am Mittwoch werden die Gespräche in einem erweiterten Rahmen fortgesetzt. Wie der Sprecher des US-Außenministerium Sean McCormack laut CNN sagte, sollen daran neben den USA, Russland, China, Großbritannien, Frankreich und Deutschland auch Kanada und Italien teilnehmen. Ziel sei es, diplomatische Möglichkeiten auszuloten, wie der Druck auf die iranische Regierung erhöht werden kann, sagte McCormack.
Russland lehnt Sanktionen und den Einsatz von Gewalt hingegen weiter ab, wie das Außenministerium in Moskau betonte. Der UN-Sicherheitsrat hat Teheran eine Frist bis zum 28. April eingeräumt, seine Urananreicherung einzustellen und offene Fragen zu seinem Atomprogramm zu beantworten.
Der iranische Botschafter in Moskau, Gholamresa Ansari, erklärte, der Dialog müsse fortgesetzt werden. Er bekräftigte zugleich die Entschlossenheit der iranischen Regierung, an der Anreicherung von Uran festzuhalten.
Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad sagte am Dienstag zum "Tag des Heeres", der Iran verfüge über ein mächtiges Heer, das die politischen Grenzen und die Integrität des Landes verteidigen könne.
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(AP)
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