Die Rebellen im Kongo haben einen einseitigen Waffenstillstand ausgerufen - dennoch droht der Konflikt mit der Armee wieder auszubrechen. Augenzeugen berichten von chaotischen Zuständen.
Die Lage in der ostkongolesischen Provinzhauptstadt Goma ist trotz eines einseitig ausgerufenen Waffenstillstands des Rebellen-Generals Laurent Nkunda weiter angespannt. Die Regierungstruppen in der Stadt seien "außer Kontrolle", berichteten Vertreter der Vereinten Nationen.
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Zehntausende Zivilisten sind im Kongo auf der Flucht. Ein Ende des Konflikts zwischen Regierung und Rebellen ist nicht absehbar. (© Foto: dpa)
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Ein Reporter des britischen Senders BBC sprach am Morgen von nächtlichen Plünderungen durch Regierungssoldaten. Tausende Flüchtlinge, die Goma erst in den vergangenen Tagen erreicht hatten, versuchten, die Stadt zu verlassen.
Seit Mittwochnachmittag stehen die etwa 7000 Mann starken Rebellen-Truppen vor Goma. Nkunda hatte am Mittwochabend erklärt, er habe eine Feuerpause angeordnet, um eine weitere Destabilisierung der Situation zu verhindern.
"Wenn die Armee schießt, werden wir zurückschießen", betonte der Rebellen-General allerdings am Morgen in einem BBC-Interview. Er ließ offen, ob er in Goma einmarschieren oder seinen Kampf in anderen Regionen des Landes fortsetzen wolle. Obwohl er anstrebe, "die ganze Bevölkerung des Kongo zu befreien", plane er keinen Marsch auf die Hauptstadt Kinshasa.
UN-Sicherheitsrat verurteilt Offensive
Am Wochenende hatten Nkundas Rebellen eine neue Offensive begonnen und das kongolesische Militär innerhalb weniger Tage aus mehreren Städten der Region Nord-Kivu vertrieben. Die schweren Kämpfe lösten eine Massenflucht von zehntausenden Zivilisten aus, die teilweise auch ins benachbarte Uganda flohen.
Der UN-Sicherheitsrat hatte am Mittwochabend einmütig die Offensive der Tutsi-Rebellen verurteilt. Die Regierung Kongos und Ruandas wurden aufgefordert, die Stabilität in der Region wiederherzustellen. Bereits am Dienstag hatte der Sicherheitsrat einen sofortigen Waffenstillstand verlangt.
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(dpa/AP/akh/ihe)
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www.friwe.at/guernica/KongoEUMission.htm
Der von mir zitierte Beitrag beschreibt das schon recht eingehend.
Im Kongo haben einfacht zu viele Parteien berechtigte nationale Interessen. Ausser den Kongolesen natürlich.
http://www.sueddeutsche.de/ausland/artikel/983/12971/
Also auch Ende 2008 "Im Kongo nicht's neues".