In der zweiten Wahlrunde der sächsischen Kommunalwahlen hat die Union erneut punkten können - trotz einer so niedrigen Wahlbeteiligung wie noch nie.
Sachsens Landeshauptstadt Dresden wird künftig von der CDU-Politikerin Helma Orosz regiert. Die Sozialministerin setzte sich im zweiten Anlauf bei der Oberbürgermeisterwahl am Sonntag mit 64,04 Prozent der Stimmen klar durch.
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In Zwickau wurde SPD-Sozialdezernentin Pia Findeiß mit 59,68 Prozent Wahlsiegerin. Die CDU brachte zudem alle vier noch zu wählenden Landratskandidaten durch. In der zweiten Abstimmungsrunde gingen allerdings deutlich weniger Bürger wählen als vor 14 Tagen.
In Dresden waren es nur 33,94 Prozent der Wahlberechtigten - der historische Tiefstand seit der Wende. Vor 14 Tagen lag die Beteiligung noch bei 42,2 Prozent.
Die Union konnte ihr Ergebnis der ersten Wahlrunde vom 8. Juni ausbauen. Sie hatte damals auf Anhieb in sechs von zehn Kreisen ihre Landratskandidaten durchgebracht und auch die Bürgermeisterwahlen klar dominiert. Allerdings verlor sie bei den Kreistagswahlen leicht an Zustimmung. Bei der Wahl der Kreisparlamente vor zwei Wochen konnte die rechtsextreme NPD deutlich zulegen.
Sachsens CDU-Generalsekretär Michael Kretschmer wertete das Abschneiden seiner Partei als Vertrauensbeweis für die Union. "Das ist eine gute Grundlage für die Landtagswahl im kommenden Jahr", sagte er der Deutschen Presse-Agentur dpa in Dresden. Die CDU regiert in Sachsen in einer Koalition mit der SPD.
Mit der 55 Jahre alten Orosz, die von der FDP unterstützt wurde, steht erstmals seit 2001 wieder die CDU an der Stadtspitze von Dresden. Klaus Sühl (Die Linke) erreichte 31,12 Prozent. Der frühere Arbeits-Staatssekretär von Mecklenburg-Vorpommern wurde im zweiten Wahlgang von SPD und Grünen unterstützt. 2001 hatte die linke Opposition in der zweiten Wahlrunde Ingolf Roßberg (FDP) in den OB-Sessel gebracht. Er wurde 2006 wegen Untreuevorwürfen suspendiert und klagt sich derzeit durch die Instanzen.
Rund 1,7 Millionen Bürger waren in jenen Orten zu Neuwahlen aufgerufen, wo vor 14 Tagen keiner der Kandidaten die absolute Mehrheit erreicht hatte. Landrats- und Kreistagswahlen waren wegen Kreisreform notwendig. Vom 1. August an gibt es in Sachsen nur noch 10 statt 22 Landkreise. Die Zahl der kreisfreien Städte verringert sich von sieben auf drei.
Joachim Gauck weiß, dass seine Israel-Reise eine Prüfung ist, persönlich und politisch. Der Bundespräsident besteht auch noch eine kleine Mutprobe. Seite Drei Jetzt lesen ...
(dpa/cag)
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nicht einmal 25% der Dresdener wahlberechtigten Bürger ! Kann man sich darüber wirklich freuen ?