Dass sie aber indirekt mit dem horizontalen Gewerbe in Verbindung gebracht worden ist, hat sie "zutiefst verletzt" und jede weitere Diskussion unmöglich gemacht. Als sie dann vor die Alternative gestellt wurde - entweder die Fotos von der Homepage zu entfernen oder von der Kandidatur zurückzutreten - hat sie sich gegen die Politik entschieden.

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So freizügig präsentiert sich die Modedesignerin Birgit Auras auf ihrer Homepage, die SPD reagierte empört. (© Screenshot: sueddeutsche.de)

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Noch immer kann Auras die Haltung einiger Genossen nicht nachvollziehen: "Ich finde das ein bisschen rückständig fürs 21. Jahrhundert. Ich wurde richtig an den Pranger gestellt. Ich bin froh, dass es keine Hexenverbrennungen mehr gibt."

Auch zur Politik der Partei passt die Prüderie nicht, findet die Modemacherin: "Eigentlich bekämpft die SPD doch Diskriminierung."

In der Neustädter SPD äußert man sich nur sehr verhalten zu dem Vorfall. Die Fraktionsvorsitzende und stellvertretende Ortsvereinsvorsitzende Margit Gieszas, sagt lediglich, es habe eine Diskussion über die Fotos gegeben, daraufhin sei die Kandidatin von sich aus zurückgetreten. "Darüber diskutieren wir hier in Neustadt nicht mehr", sagte Gieszas und lehnte weitere Auskünfte ab.

Einen Parteiaustritt zieht die verhinderte Kandidatin trotz des Ärgers nicht in Erwägung: "Ich möchte diesen Ortsverein nicht beschädigen. Ich habe ja auch viel Unterstützung bekommen", sagt Auras. Aus dem Kommunalwahlkampf hält sie sich nun aber raus. Ohnehin dürfte sie der SPD in Neustadt schon viel mehr Aufmerksamkeit beschert haben als sämtliche Wahlkampfauftritte zusammen genommen.

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(sueddeutsche.de/jja)