Mehr als fünf Jahre nach ihrer Verschleppung sollen drei in Kolumbien festgehaltene Geiseln freigelassen werden. Fluzgzeuge und Hubschrauber aus Venezuela sind auf dem Weg zu einem geheimen Übergabepunkt in Kolumbien.
In Kolumbien sollen drei Geiseln der linksgerichteten FARC-Rebellen noch am Donnerstag frei kommen. Der mit der FARC-Guerilla vereinbarte Flugzeugeinsatz, um die Geiseln aus dem kolumbianischen Urwald abzuholen, könne am Donnerstag beginnen und beendet werden, erklärte der venezolanische Staatschef Hugo Chávez. Damit steigt auch die Hoffnung auf eine baldige Freilassung der früheren Präsidentschaftskandidatin Ingrid Betancourt.
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Die kolumbianische Guerilla will unter anderem die vor fünf Jahren entführte Politikerin Clara Rojas freilassen. (© Foto: dpa)
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Kolumbien hatte grünes Licht für Chávez' Pläne gegeben. Venezuela hatte das Vorgehen bei der Freilassung nach eigenen Angaben "bis ins kleinste Detail" mit den Anführern der FARC ausgehandelt.
Die kolumbianische Regierung genehmige die humanitäre Mission, sagte Außenminister Fernando Araujo am Mittwoch. Der Plan zur Freilassung sieht Chávez zufolge vor, dass Flugzeuge und zwei Helikopter mit einer internationalen Delegation von einem Flughafen im Südwesten Venezuelas die kolumbianische Stadt Villavicencio, rund 100 Kilometer von Bogotá entfernt, anfliegen.
Von dort sollten die Hubschrauber zum - von der FARC bestimmten - geheimen Übergabepunkt starten und dann nach Venezuela zurückkehren.
Chávez zufolge ist es nicht möglich, ohne Umweg über Venezuela nach Bogotá zu fliegen. Er verwies auf Forderungen der FARC, die Geiseln an die Regierung Venezuelas zu übergeben. Chávez zufolge hielten sich Flugzeuge mit Vertretern unter anderem Frankreichs, Argentiniens, Brasiliens, Ecuadors und Kubas sowie des Internationalen Roten Kreuzes bereit, um nach Kolumbien aufzubrechen.
Er selbst werde nicht mitfliegen, dafür aber der frühere Innenminister Ramon Rodriguez Chacin. Chávez gab an, zuvor mit den Staatschefs der Länder telefoniert zu haben, um die Zusammensetzung einer internationalen Delegation zu besprechen. Auch der frühere Präsident Argentiniens, Néstor Kirchner soll der Gruppe angehören.
Bei den Geiseln handelt es sich um die Wahlkampfmanagerin der ebenfalls in der Gewalt der FARC befindlichen franko-kolumbianischen Grünen-Politikerin Ingrid Betancourt, Clara Rojas, und ihren in Gefangenschaft mit einem Guerillero gezeugten dreijährigen Sohn Emmanuel.
Die dritte ist die ehemalige Abgeordnete Consuelo González. Rojas wurde im Februar 2002 zusammen mit der damaligen Präsidentschaftskandidatin Betancourt verschleppt, der 57-Jährige befindet sich seit September 2001 in der Gewalt der Guerilla.
Chávez sagte, er hoffe, nach der Freilassung der drei auch Betancourt freizubekommen. Betancourt forderte er auf, den Mut nicht zu verlieren.
Die FARC hatte vor kurzem ihre Absicht bekräftigt, die drei auf freien Fuß zu setzen. Nach ihrer Darstellung wäre die Freilassung eine "Geste der Anerkennung" gegenüber den Familien der Geiseln sowie gegenüber Chávez und der kolumbianischen Senatorin Piedad Córdoba.
Chávez und Córdoba hatten in der Geiselkrise vermittelt, bis der kolumbianische Präsident Alvaro Uribe ihnen das Mandat wegen eigenmächtiger Kontaktaufnahme mit dem kolumbianischen Armeechef entzog. Die FARC-Guerilla verhandelt derzeit über den Austausch von insgesamt 45 Geiseln, fordert aber im Gegenzug die Freilassung von 500 ihrer Kämpfer aus kolumbianischen Gefängnissen.
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(dpa/AFP/maru)
@ Evo Ernesto: Sie müssen ja wirklich keine Ahnung von kolumbianischen Verhältnissen haben, hier so abenteurliche Kommentare abzugeben.
Wenn Sie hier "Volkes Meinung" anführen: Zur Erinnerung, Uribe ist der einzige konserative Präsident Südamerikas (übrigens demokratisch gewählt) - und er wurde hauptsächlich gewählt aufgrund seiner harten Haltung gegenüber der FARC. Die Bevölkerung Kolumbiens hat längst die Nase bis obehin voll von einer reinen Verbrecherorganisation die ganze Dörfer überfällt, in den Dschungel verschleppt und als Plantagenbauern in ihren Kokafabriken versklavt. (Die neben den Millarden durch Drogen auch Millonen durch Lösegelderpressung 1000facher Entführungen verdient. - Es werden, btw. in Kolumbien mehr Leute entführt als in ganz Irak + Afghanistan zusammen)
Das ganze hat mit politischen Absichten oder gar kommunistischen Gesinnungen rein gar nichts gemeinsam (es sei denn sie meinen damit den kommunistischen Terror alla Stalin). Wie eeg schon richtig gesagt hat wird das ganze durch Chavez gedeckt und dieser zu guter letzt auch noch durch ahnungslose Europäer und allem voran Frankreich gestärkt, das auch noch diese Verbrecher der FARC als politische Asylanten aufnehmen will, so wie es Deutschland seiner Zeit mit der Familie von Pablo Escobar gemacht hat.
Muß ja, Chavez hat ja die Uhren ne halbe Stunde zurückstellen lassen. Somit platzt die übergabe im kolumbianischen Dschungel, weil die Venezolaner ne halbe Stunde zu spät dran sind.
ja vor ort leben,alle zusammenhänge blendend kennen,das einzige was mir aber auffällt sind ihre unkentnisse was lateinamerika betrifft und ihrer tiefer hass auf alles was sich im namen der bevölkerung bewegt-und damit kommunistischist.achten auch sie die entscheidungen der bevölkerung dieser länder-die sie meinen.
So sollte die überschrift heißen. Denn mit seinen Brüdern im Geiste bei der FARC hat der Herr Chavez ja seit Jahren beste Kontakte. Der blühende Handel mit Kokain gegen Waffen, die Hilfe beim Transport der verschleppten Geiseln, das Eintreiben der Lösegelder wird ja von Chavez und seinen Genossen organisiert.